Bundeshauptstadt des Bürgergelds: Ausgerechnet Bremen schmeißt den kritischen Jobcenter-Mitarbeiter raus
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Die Stadt Bremen schmeißt einen altgedienten Jobcenter-Mitarbeiter raus, weil er sich in einer ZDF-Doku kritisch über das System Bürgergeld geäußert hatte. Fred Göcken hatte das „Geldausgeben“ als Hauptaufgabe der Jobcenter beschrieben, nicht die Vermittlung in Jobs – nun steht er selbst ohne Job da. Ausgerechnet in Bremen, der deutschen Bundes-Bürgergeld-Hauptstadt, in der es mehr als doppelt so viele Bürgergeld-Empfänger wie im Rest der Republik gibt.
In Deutschland herrscht Einigkeit: Zu viele Menschen beziehen Bürgergeld und belasten damit die öffentlichen Kassen, und die Bemühungen, diese Menschen zurück in Arbeit zu bringen, gelingen zu selten.

Fred Göcken wurde von der Stadt Bremen rausgeworfen, weil der sich kritisch zum Bürgergeld geäußert hat.
In der ZDF-Doku „Am Puls mit Sarah Tacke – System Bürgergeld: Leben ohne Leistung“ sind zahlreiche dieser Missstände behandelt worden, unter anderem von Fred Göcken, einem langjährigen Mitarbeiter beim Jobcenter in Bremen. Jedenfalls war Göcken das die längste Zeit. Die Stadt Bremen hat ihm nun wegen seiner kritischen Worte fristlos gekündigt, er habe die Behörde „diffamiert“, heißt es.
Bundeshauptstadt des Bürgergelds
Dabei ist Bremen das Bundesland gewordene Paradebeispiel für das Versagen des Bürgergeld-Systems, welches interne Kritik am eigenen Handeln durchaus ernst nehmen sollte.

Nirgendwo sonst leben so viele Menschen vom sogenannten „Bürgergeld“ wie in der rot-rot-grün geführten Hansestadt. Während es in Bayern 4,2 Prozent der Menschen, im Bundesdurchschnitt 7,9 Prozent der Menschen sind, die von der Sozialleistung leben, sind es in Bremen 16,2 Prozent – jeder Sechste! Da hat selbst Berlin das deutliche Nachsehen (13,9 Prozent).
Auch unter deutschen Staatsbürgern ist die Stütze-Quote nirgends im Ansatz so hoch wie in Bremen: Während sie in ganz Deutschland weit unterdurchschnittlich ist (5,3 Prozent), liegt sie in Bremen mehr als doppelt so hoch bei 11,3 Prozent. Auch bei Ausländern setzt sich Bremens traurige Parade-Rolle fort: Liegt die Quote deutschlandweit bei 19,2 Prozent, sind es in Bremen mehr als die Hälfte mehr: fast jeder Dritte (30 Prozent).

Und auch bei Menschen aus Asyl-Herkunftsländern ist Bremen Bürgergeld-Spitze: Jeder Zweite aus dieser Gruppe lebt in Bremen von der Stütze. In Thüringen sind es „nur“ 32 Prozent, in Bayern „nur“ 30 Prozent.
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Julius Böhm
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