Der genialste Etikettenschwindel aller Zeiten: Sie nennen sich „Grüne“ und bekämpfen die Umwelt
Ein Beitrag von
Die klügste politische Entscheidung, die die Grünen je trafen, fiel direkt bei Parteigründung. Es war die Namenswahl: „Die Grünen“. Ein Name wie Musik. Er klingt nach Waldspaziergang, nach Leben im Einklang mit der Natur, nach frischer Luft, nach Menschenfreundlichkeit, nach Streicheln von Katzenbabys. Wer grün ist, steht auf der richtigen Seite. Auf der Seite des Umweltschutzes, des Klimaschutzes, der Armutsbekämpfung und des Fortschritts. „Die Grünen“ – das klingt nicht nach verstaubter Partei, es klingt nach einer mutigen Bewegung, die die Welt verbessern will.
Doch mit der Realität hat der Name so wenig zu tun wie Robert Habeck mit Wirtschaftskompetenz.
Wäre die Partei ein Unternehmen und würde mit der Farbe Grün werben, müsste ihr einer dieser Preise für die dreisteste Werbelüge verliehen werden. Denn in Wahrheit hat sie in mehr als vier Jahrzehnten das komplette Gegenteil von dem getan und vertreten, was mit der Farbe Grün assoziiert wird.
1987, vor der Bundestagswahl, saßen die Spitzenleute der Parteien in einer Elefantenrunde zusammen. Mit dabei: Jutta Dittfurth, Mitbegründerin der Grünen, und Franz Josef Strauß, dessen Vorstellung weder nötig ist noch in einen Nebensatz passt. Als die Themen Kernenergie und Kohlekraft aufkamen, warnte Strauß eindringlich vor der schmutzigen Kohlekraft und verteidigte die Kernenergie energisch, um sich nicht an den nächsten Generationen und der Umwelt zu versündigen. Jutta Dittfurth stimmte ihm bei der Kohle zwar widerwillig zu, sie wollte aber nur die schlimmsten Kraftwerke abschalten und den Rest modernisieren. Dafür forderte sie einen Sofortausstieg aus der sauberen, sicheren Kernenergie. Selbst sie, die Obergrüne, war eine größere Kohle-Schützerin als Strauß.

Januar 1980: Der Gründungsparteitag der Grünen in Karlsruhe
Grüne Energiepolitik: Klimakiller und Kostentreiber!
Gut möglich, dass in Deutschland Kohlestrom schon lange keine Rolle mehr spielen würde, wäre Franz Josef Strauß 1980 Bundeskanzler geworden. Wer das für unrealistisch hält, muss nur den Blick nach Frankreich wagen. Dort lag 1973 der Anteil der Kernenergie an der Stromerzeugung bei nur 8 Prozent, 1983 waren es bereits 49 Prozent und 1990 dann rund 75 Prozent. Fast eine Verzehnfachung innerhalb von 17 Jahren. Mit der Technologie der 70er und 80er Jahre. Ein massiver Ausbau in kürzester Zeit, der die Kohle in diesem Zeitraum zu einer Randnotiz machte. Hätten wir auch haben können. Stattdessen setzte sich in Deutschland in den folgenden Jahrzehnten die grüne Angstpropaganda durch, die auch weite Teile der Gesellschaft und der anderen Parteien erfasste.
Der energiepolitische Hauptfeind, die Kernenergie, wurde in den letzten 40 Jahren erst vernachlässigt und dann abgeschaltet. Für jedes Kernkraftwerk, das abgeschaltet oder nicht gebaut wurde, durfte irgendwo ein Kohlekraftwerk länger als nötig leben. Das Ergebnis dieses Irrwegs ist verheerend. Im Jahr 2022 lag das CO2-Äquivalent pro Kilowattstunde Strom in Frankreich bei 84,82 Gramm. In Deutschland bei stolzen 385,438 Gramm. Wir haben mit den schmutzigsten Strom in Europa und ganz nebenbei auch mit den teuersten. Herzlichen Glückwunsch, voller Erfolg: Grüne Energiepolitik als Klimakiller und Kostentreiber!

Kernkraftwerk Emsland: Am 15. April 2023 wurden die letzten deutschen Meiler vom Netz genommen
Auch der jahrzehntelange Kampf gegen die Gentechnik zeigt die ideologische Verbohrtheit der Grünen. Gentechnisch veränderte Pflanzen können mehr CO2 binden, sind klimaresilienter, haben, wie der „Goldene Reis“, mehr Vitamine und können damit Millionen von Menschen mit Mangelerscheinungen helfen, ihnen sogar das Leben retten. Es gibt eine von 167 Nobelpreisträgern unterzeichnete Petition, die genau diese Punkte anspricht und glasklar den Einsatz der Gentechnik in der Landwirtschaft fordert, um Menschenleben zu retten und der Biodiversität zu helfen.
Die Petition schließt mit der Frage, wie viele arme Menschen noch sinnlos sterben müssen, bevor der Kampf gegen Gentechnik als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft wird. Wenn schon 167 Nobelpreisträger, die tendenziell eher der spröden Sachsprache frönen, dies so unverblümt formulieren, dann muss die Frage erlaubt sein, wie viele Menschenleben die grüne Ideologie auf dem Gewissen hat. Doch unsere heroischen Kämpfer für die Menschheit und das Klima lassen sich von solchen Fakten nicht beeindrucken. Erst kürzlich stimmen sämtliche anwesende grüne Abgeordnete im EU-Parlament erneut gegen die Gentechnik. Diesmal waren es ja auch nur 37 Nobelpreisträger und 1600 Wissenschaftler und wissenschaftliche Institutionen, die das Gesetz unterstützten. Vernachlässigbar. Die können mit der geballten Expertise grüner Politiker einfach nicht mithalten.
Mit „Grün“ hat die Partei nichts am Hut
Neben dieser direkten und offensichtlichen Wissenschaftsfeindlichkeit, führt die planwirtschaftliche Dauerregulierung der Wirtschaft in Verbund mit den unnötig hohen Stromkosten zu enormen Wohlstandsverlusten. Allein im letzten Jahr brach die energieintensive Produktion in Deutschland um 11 Prozent ein. Seit 2020 ist sie um mehr als 20 Prozent zurückgegangen. Passt zu den Degrowth-Phantasien der Grünen. Besteuerung, Bürokratie, Bevormundung, Umverteilung, Verbote, alles steht im Vordergrund, nur Wachstum nicht. Wenn aber grüner Klimaschutz mit starken Wohlstandsverlusten oder auch nur Stagnation einhergeht, dann wird es relativ schnell schlicht keine demokratischen Mehrheiten mehr für den Klimaschutz geben. Schutz der Umwelt ist ein Wohlstandsphänomen. Je mehr Wohlstand, desto mehr Zeit, desto mehr Ressourcen für abstraktere Probleme. Und umgekehrt. Grüne Wirtschaftspolitik schadet also nicht nur Wohlstand und Freiheit, sondern untergräbt aktiv das eigene Anliegen.
Schon nach diesem kleinen Einblick in die Partei-Ideologie, diesem kurzen Blick durchs Schlüsselloch, ist eines klar: Die Geschichte der Grünen ist die Geschichte des Dauerirrtums. Schädliche Politik in jedem Gebiet, am schädlichsten in den selbsterklärten Kernkompetenzen. Ihr wahnsinniger Kampf gegen Kernenergie hat der schmutzigsten Energieform das Leben gerettet. Ihr jahrzehntelanger Krieg gegen die Gentechnik war ein Krieg gegen die Wissenschaft, gegen die Armutsbekämpfung und gegen eine klimafreundlichere Landwirtschaft. Ihre Wirtschaftspolitik vernichtet Wohlstand und mindert immer mehr die Akzeptanz für den Klimaschutz.
Mit „Grün“ hat die Partei nichts am Hut. Ein passenderer Name wäre „Die Bräunlich-Schwarzen“, die Farbe der Kohle. Falls sie sich wider Erwarten nicht umbenennen, sollten Berichterstatter darüber nachdenken, die Grünen nur noch in Anführungszeichen zu schreiben. So wie es einst bei der DDR richtigerweise getan wurde.
Lesen Sie auch von Ben Brechtken:
Die Hälfte des Jahres arbeiten wir für den Staat: Wir brauchen einen Robin Hood, der uns vom Steuer-Wahnsinn befreit!
Mehr NIUS:
Bundeshauptstadt des Bürgergelds: Ausgerechnet Bremen schmeißt den kritischen Jobcenter-Mitarbeiter raus
Merz bringt Merkels fatale Migrations-Parole: „Wir schaffen das!“
Verfassungsschutz: Extremisten in Berlin immer jünger, linker und islamistischer
Keir Starmer kniete für George Floyd, schwieg aber monatelang zu Henry Nowak
Merz’ katastrophale Kommunikation – die große Analyse
Wie die EU mit dem „Democracy Shield“ den Generalangriff auf die neuen Medien plant
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
Mehr NIUS:
Keir Starmer kniete für George Floyd, schwieg aber monatelang zu Henry Nowak
Merz’ katastrophale Kommunikation – die große Analyse
Wie die EU mit dem „Democracy Shield“ den Generalangriff auf die neuen Medien plant
Nach Champions-League-Finale: Paris siegt, Paris brennt
Liberal & Remmidemmi: Wie die FDP zurückkommen will, in Köpfe und Parlamente
„Wärmster Sommer seit 2000 Jahren“ – die faulen Tricks hinter den Klima-Superlativen
„Burn the old white men“ soll keine Volksverhetzung sein, weil die Parole sich „nicht gegen einen bestimmten Bevölkerungsteil“ richte
Grüne Klimaideologie: So werden die Menschen in den Entwicklungsländern ärmer
Ben Brechtken
Artikel teilen
Kommentare