Deutschlands irrster Gehaltszettel: Diese Gehaltserhöhung sorgt für WENIGER Geld!
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Wer mehr arbeitet, hat mehr Geld: Diese einfache Rechnung, die eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein sollte, ist längst keine mehr. Dass ein höheres Gehalt am Ende sogar zu WENIGER Einkommen führen kann, zeigt ein Gutachten für die Bundesregierung.
Ein hypothetisches Beispiel: Ein Ehepaar lebt in Bayern, hat zwei Kinder, nur ein Elternteil arbeitet, und zwar für 4000 Euro brutto im Monat. Da die Familie insgesamt nur ein geringes Einkommen hat, erhält sie neben dem Kindergeld zusätzlich Kinderzuschlag und Wohngeld.
Der arbeitende Elternteil schmeißt sich auf der Arbeit mächtig ins Zeug, sodass der Chef schließlich eine Gehaltserhöhung gewährt, und zwar um acht Prozent auf 4320 Euro brutto.

Arbeitsminister Hubertus Heil warnte bei „hart aber fair“ davor, den Job zu kündigen, um Bürgergeld zu bekommen.
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Mehreinnahmen verpuffen komplett
Die Familie und der Arbeitnehmer selbst freuen sich über die vermuteten Mehreinnahmen – allerdings nur so lange, bis sie Lohnabrechnung und Bescheide miteinander verrechnen. Denn dann wird schnell klar: Unterm Strich bleibt der Familie trotz Lohnerhöhung nicht mehr Geld – sondern im Gegenteil sogar vier Euro weniger. Das Mehr an Verdienst wird durch ein Weniger an Sozialleistungen komplett aufgefressen.
Selbst bei einer Lohnerhöhung um 25 Prozent (1.000 Euro) auf 5.000 Euro brutto würde am Ende nichts übrig bleiben!
Das hypothetische Beispiel haben Experten des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesfinanzministerium in einer Studie durchgerechnet, um zu zeigen, wie sich Steuern, Abgaben und Sozialleistungen je nach Einkommen verändern.
Tatsächlich würde eine Arbeitszeitreduktion auf 75 Prozent den beschriebenen Haushalt bei gleichem Stundenlohn gerade einmal 21 Euro im Monat kosten. „Eine solche Anreizstruktur ist angesichts der steigenden Arbeitskräfteknappheit höchst problematisch“, so das Fazit der Experten.
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