Kolonialismus, Rassismus, Sklaverei: Wie zwangsfinanzierte Linke die Geschichte verfälschen
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Jüngst schrieb der zwangsfinanzierte Account zdf37grad bei Instagram folgendes: „Rassismus gegen weiße Menschen gibt es nicht – das ist historisch und strukturell bedingt. Rassismus basiert auf realen Machtunterschieden in unserer Gesellschaft. Diese realen Machtunterschiede stützen sich jedoch auf eine Ideologie, eine Struktur, die geschaffen wurde, um BIPoC systematisch zu unterdrücken, nämlich Rassismus. Rassismus sollte den Kolonialismus und die Sklaverei rechtfertigen und seine Auswirkungen reichen bis in unsere Gegenwart.“
Solche Thesen sind keine Ausnahme, ähnliches ist oft auf anderen ÖRR-Kanälen zu lesen und hören. Sätze wie diese sorgen in linken Kreisen für ordentlich Applaus. Den bekam auch ein aufgebrachter Fragesteller aus dem Publikum bei der ARD-Wahlarena zur EU-Wahl, als er fragte, wie „wir als Europäer“ es eigentlich wagen könnten, migrationskritisch zu sein, schließlich hätten wir „historisch die Welt ausgebeutet“ und seien für Konflikte verantwortlich, die bis heute bestehen.
Klartext-Übersetzung: Der Westen, der weiße Mann ist struktureller Ausbeuter der restlichen Welt, der nichtweißen Menschen und verantwortlich für das Menschheitsverbrechen der Sklaverei. Der Westen der Gegenwart ist aufgrund dieser Verbrechen wohlhabend, der Rest der Welt hinkt aufgrund dieser Verbrechen hinterher.

Der zitierte Instagram-Kommentar von zdf37grad
Dieses binäre Weltbild mag für Menschen, die sich allein wegen der Kenntnis der Naziverbrechen schon für historisch hinreichend gebildet halten, überzeugend klingen. Es ist tatsächlich aber ein völlig verzerrtes Bild von der Geschichte, das wenig bis gar nichts mit der historischen Realität zu tun hat.
Leider hört man so gut wie nie überzeugende Gegenargumente zu dieser Geschichtsverfälschung, weil das bürgerliche Lager in Deutschland entweder nicht den Mut oder ebenfalls nicht das Wissen hat, um entschieden zu widersprechen. Es ist an der Zeit für eine gründliche Widerlegung.
Weiße Slaven in Afrika
Beginnen wir doch mit dem seichten Thema der Sklaverei.
Die wurde also laut dem öffentlich- rechtlichen Rundfunk durch Rassismus gerechtfertigt. Da es keinen Rassismus gegen Weiße geben kann, stellt sich die interessante Frage, woher der Begriff „Sklave“ überhaupt kommt. Welches afrikanische Volk hat den inspiriert? Nun, gar keins. Überraschung. Die namensgebende Ethnie waren nicht etwa die Afrikaner, sondern die Slawen, auf die der Begriff ursprünglich gemünzt war.
Nun sind Osteuropäer nicht gerade dafür bekannt, eine sonderlich schwarze Hautfarbe zu besitzen. Trotzdem wurden sie in der Geschichte massenweise versklavt. Auch die mehr als eine Million Europäer, die zwischen 1530 und dem Ende des 18. Jahrhunderts von nordafrikanischen Piraten verschleppt und als Sklaven gehalten wurden, rettete ihre weiße Hautfarbe nicht vor einem Leben als Sklave.
Ja, richtig gehört. Weiße Sklaven in Afrika.

Das Bild, das die meisten Menschen im Kopf haben, wenn sie das Wort Sklaverei hören.
Weiß kein Mensch, weil es ins Weltbild derer passt, die medial besonders häufig über Sklaverei reden. Die mindestens 70.000 Sträflinge und die unzähligen Waisenkinder Großbritanniens konnten sich von ihrer Unterdrücker-Hautfarbe auch nichts kaufen, als sie in die USA verschifft wurden, um dort als Sklaven zu arbeiten. In den britischen Kolonien Virgina und Maryland arbeiteten bis zu viermal mehr weiße Sklaven als Sklaven aus Afrika. Und um die Köpfe von Soziologie-Studenten und ÖRR-Angestellten endgültig zum Platzen zu bringen: 1830 gab es knapp 3800 schwarze Sklavenhalter im Süden der USA, die zusammen etwa 13.000 Sklaven hielten.
Natürlich gab es auch rassistische Gründe, um Sklaverei zu rechtfertigen, aber dieser biologische Rassimus erlebte seine Hochzeit im 19. und im frühen 20. Jahrhundert. Für die tausenden Jahre Zivilisation davor gilt:
Jeder versklavte Jeden. Afrikaner versklavten Afrikaner, Asiaten versklavten Asiaten, Europäer versklavten Europäer, Weiße versklavten Schwarze, Schwarze versklavten Weiße. Dem Westen die Schuld an der Sklaverei in die Schuhe zu schieben, ist also an Geschichtsverfälschung kaum zu überbieten. Vor allem, da der Westen die Sklaverei als erster große Kulturkreis beendete, in den Vereinigten Staaten sogar unter Opferung hunderttausender meist weißer Menschenleben.
Heute mehr Sklaven als je aus Afrika verschifft wurden
Noch abstruser wird diese Anschuldigung, wenn man sich bewusst macht, dass im Jahr 2024 etwa 50 Millionen Sklaven weltweit existieren. Und die haben in den allermeisten Fällen keine weißen Sklavenhalter. Wie krass die Zahl von 50 Millionen ist, zeigt dieser Vergleich: Es gibt in der Gegenwart ungefähr viermal so viele Sklaven wie in ganzen vier Jahrhunderten während des transatlantischen Sklavenhandels aus Afrika verschifft wurden.
Dass diese Tatsachen kaum bekannt sind, liegt daran, dass sie nicht in das linksjournalistische Weltbild der weißen Bösewichte und schwarzen Opfer passen. Es ist völlig unbekanntes Wissen. Die meisten Menschen denken deshalb, wenn sie an Sklaverei denken, ausschließlich an weiße Sklavenhalter und schwarze Sklaven. Jeder, der aber diese Fakten kennt, muss das historische Zerrbild der weißen Unterdrücker und schwarzen Opfer aufgeben. Die spröde, nicht in Social- Media-Kurse des ÖRR passende Realität der Zivilisationsgeschichte ist, dass jeder diejenigen versklavt hat, die er versklaven konnte. Unabhängig von Hautfarbe oder Herkunft.
Aber was ist mit dem Kolonialismus? Der war doch wirklich eine einseitige Ausbeutung durch westliche Nationen, richtig? Ich möchte den Kolonialismus genauso wenig rechtfertigen wie die Sklaverei, aber diese Frage ist beantwortbar und die Antwort tendiert eher zu „Nein“.
Ausbeutung bedeutet, dass der Ausbeuter profitiert und der Ausgebeutete ärmer wird. Trifft das auf die Kolonialzeit zu? Daran hatte schon der einflussreichste linke Ökonom aller Zeiten seine Zweifel. John Maynard Keynes war in den 1920er-Jahren der Auffassung, dass all das Geld, was von Großbritannien in die Kolonien gesteckt wurde, verschwendet wäre, da es in der Heimat besser aufgehoben wäre. Er dachte, dass die Kolonien ein Minusgeschäft seien. 1933 forderte er eine Minimalisierung der Beziehung zu anderen Ländern, eine Herstellung möglichst großer Autarkie und hauptsächlich Investments in die Heimat.

John Maynard Keynes mit Ehefrau Lydia Lopokova
Passt irgendwie gar nicht zu der linken Ausbeutungserzählung. Großbritannien brachte stabile Institutionen, Freihandel, westliches Recht und marktwirtschaftliche Elemente in die Kolonien. Dass diese ökonomisch davon eher profitierten als darunter litten, zeigt auch die wirtschaftliche Entwicklung nach der Dekolonisation. Der britische Ökonom Angus Maddison analysierte die Entwicklung von 41 ehemaligen Kolonien zwischen 1960 und 1990.
Das Ergebnis: Nur 14 dieser Länder konnten die Relation des BIP pro Kopf zu Großbritannien verringern. Die restlichen 27 Länder fielen zurück. Oftmals durch sozialistische Experimente, schwache Institutionen, Protektionismus und Korruption. All diese Länder wurden ärmer, nachdem ihre angeblichen Ausbeuter weg waren. Schon sehr merkwürdig. Der Ausbeutungsvorwurf ist also schon empirisch mehr als wackelig, aber auch logisch ergibt er wenig Sinn.
Land x soll es im Jahr 2024 schlecht gehen, weil es vor Jahrzehnten schreckliches erleiden musste?
Es gibt dutzende Beispiele von Ländern, die absolut am Boden lagen und dennoch wirtschaftlich erfolgreich wurden. Meine Güte, Hiroshima und Nagasaki wurden dem Erdboden gleich gemacht und sind heute florierende Städte. Mit freiheitlicher Politik ist das relativ schnell möglich. Wer aber sozialistische Politik umsetzt, hat kein Recht, die Schuld für die Probleme seines Landes bei ehemaligen Kolonialherren zu suchen.
Gibt es Rassismus gegen Weiße?
Der nächste Unfug ist, dass es keinen Rassismus gegen Weiße geben kann, da diese nicht strukturell unterdrückt sind. Mal ganz davon abgesehen, dass Schwarze in Deutschland nicht strukturellunterdrückt werden und es trotzdem Rassismus gegen sie gibt, wäre ja in der Logik ein Obdachloser, der eine schwarze Regierungspolitikerin rassistisch beleidigt, kein Rassist, da er keine Macht über diese Politikerin hat. Oder ein weißer Urlauber in Nigeria kann nicht rassistisch handeln, da er sich in einer strukturell schwarzen Gesellschaft befindet. Auch Antisemitismus ist natürlich Rassismus gegen zumeist weiße Juden. Das soll alles aus der Definition raus fallen?
Völlig abstrus.
Rassismus ist die Beurteilung von Menschen aufgrund ihrer Hautfarbe und Herkunft. Wer das tut, ist ein Rassist, völlig unabhängig davon, gegen wen dieser Rassismus sich wendet oder welche Machtverhältnisse herrschen. Ganz einfach. Eine zivilisierte Gesellschaft sollte bei dieser Einfachheit bleiben und sich nicht von Ideologen beirren lassen.
Endgültig hirnverbrannt wird es dann, wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk mit „BIPoC“ einen Begriff aus dem US-Diskurs eins zu eins übernimmt. „BIPoc“ steht nämlich für „Black People“, „Indigenous People“ und „People of Colour“. Gut, die Betonung der Opferrolle von Schwarzen und anderen Ethnien mag aus linker Perspektive noch sinnig erscheinen, aber „Indigenous People“? Also Indigene? Womit in den USA die Indianer gemeint sind, trifft dann in Deutschland plötzlich auf Ostfriesen, Sachsen und Schwaben zu.
Spätestens wenn Linke plötzlich Bio-Deutsche als Opfergruppe definieren und schützen wollen, müsste der woken Bewegung doch auffallen, dass sie eventuell ein bisschen überdreht hat. Viele Linke können sich einfach nicht eingestehen, dass der Westen eben durch westliche Werte und Kapitalismus so reich geworden ist. Es muss an der Ausbeutung anderer liegen, es muss Opfergruppen geben, die dann politisch instrumentalisiert werden können. Sie können auch nicht zugeben, dass in keinem Kulturkreis die Chancen für Einwanderer aus fremden Kulturen größer sind als im Westen.
Westliche Länder sind das Traumziel sämtlicher Ethnien, die laut Linken angeblich durch den Westen unterdrückt wurden und es immer noch werden. Und das Traumziel sind sie nicht ohne Grund. Denn die westliche Kultur ist die größte zivilisatorische Errungenschaft der Menschheitsgeschichte. Der Westen hat durch Marktwirtschaft und Globalisierung Milliarden Menschen aus der absoluten Armut befreit. Kein relevanter Kulturkreis hat mehr Unterdrückung beseitigt. Niemand sonst hat so viel Wohlstand geschaffen. Niemand sonst hat die Sklaverei so früh beendet. Es gibt auch nirgends sonst auf der Welt weniger Rassismus, weniger Vorurteile gegenüber anderen Ethnien.
Wer etwas anderes postuliert, hat entweder keine Ahnung von Geschichte oder verzerrt sie bewusst bis zur Unkenntlichkeit, um einen moralisch erhaben wirkenden Vorwand für seine antiwestliche und sozialistische Ideologie zu haben. Eines sollte jedenfalls klar sein: Weder historische Ahnungslosigkeit noch Geschichtsverfälschung noch antiwestliche Freiheitsfeindlichkeit dürfen einen Platz im von allen zwangsfinanzierten ÖRR haben.
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