Nettozuwanderung seit 2005: Acht Millionen Ausländer mehr, eine Million Deutsche weniger
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Während immer mehr Deutsche aus ihrem Heimatland wegziehen, wandern immer mehr ausländische Staatsbürger nach Deutschland ein. NIUS wirft einen Blick in die Daten des Statistischen Bundesamtes.
Von 2005 bis Ende 2023 sind demnach rund 3,7 Millionen Deutsche ausgewandert. Demgegenüber zogen bis Ende 2023 rund 2,75 Millionen Personen mit einem deutschen Pass nach Deutschland. Damit ist den Wanderungssaldo negativ. Netto betrachtet, sind 950.000 Personen mehr aus- als eingewandert.

Hauptzielländer der Auswanderer waren wie auch in den Vorjahren die Schweiz, Österreich und die USA. Zugleich sind die Personen, die Deutschland den Rücken zukehren, mit durchschnittlich 35 Jahren vergleichsweise jung im Vergleich zur deutschen Gesamtbevölkerung mit einem Durchschnittsalter von 45,9 Jahren. Damit verliert Deutschland immer mehr dringend notwendige Fachkräfte.
Von 1968 bis 2005 wanderten jedes Jahr mehr Deutsche ein, als Deutsche ins Ausland verzogen. Insbesondere mit dem Fall des Eisernen Vorhangs migrierten zahlreiche ethnische Deutsche aus den ehemaligen Sowjetrepubliken nach Deutschland. Seit 2005 jedoch hat sich der Wanderungssaldo ins Negative gewandelt. Und so wandern Jahr für Jahr mehr Deutsche aus, als ins Land zurückkommen.
Rund 8,2 Millionen ausländische Einwanderer
Gleichzeitig gelangen insbesondere durch die Asylzuwanderung immer mehr ausländische Personen nach Deutschland. Betrachtet man hier denselben Zeitraum, also 2005 bis 2023, ergibt sich eine Nettozuwanderung von rund 8,2 Millionen Personen ohne deutschen Pass.

Das vergangene Jahr war vornehmlich geprägt von der Einwanderung durch ukrainische und syrische Staatsbürger. Die Top-6-Länder bei der Nettozuwanderung gliedern sich wie folgt:
Ukrainer: 112.937
Syrer: 110.323
Türken: 83.152
Afghanen: 48.453
Inder: 38.235
Rumänen: 19.864
Bundesregierung setzt weiterhin auf massive Zuwanderung
Die Mehrheit der Asylzuwanderer ist männlich und jung. Viele verfügen über ein niedriges Bildungsniveau. Selbst die Behörden haben keine Ahnung, wie viele qualifizierte Akademiker in den vergangenen Jahren über das Asylsystem ins Land kamen. „Der Bundesregierung liegen keine Informationen zum Akademisierungsgrad der Zuwanderer, die seit 2015 nach Deutschland kamen, vor“, schreibt das Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
Wie NIUS kürzlich berichtete, hat eine deutliche Mehrheit der 20- bis 34-jährigen Zuwanderer aus den wichtigsten vier Asylländern Syrien, Afghanistan, der Türkei und dem Irak keine abgeschlossene Berufsausbildung.

Die Bundesregierung setzt jedoch weiterhin auf eine massive Zuwanderung, um das Fachkräfteproblem zu bewältigen. Regierungssprecher Steffen Hebestreit hatte auf der Bundespressekonferenz am 1. November 2023 auf eine Anfrage zur benötigten Zuwanderung mitgeteilt, dass es „keine ganz festgelegte Zahl“ gäbe, der Bundeskanzler aber davon ausgehen würde, dass „man bis zu den frühen 2030er Jahren bis zu sieben Millionen weitere Arbeitskräfte in Deutschland braucht“.
Das würde eine massive Umwälzung der Bevölkerung bedeuten, wenn die Zahl der deutschen Auswanderer weiterhin konstant bleibt. Während die Zahl der deutschen Staatsbürger sinkt, steigt die Zahl der nicht-deutschen Bevölkerung drastisch. Mittlerweile glaubt eine Mehrheit der Bevölkerung, dass Europäer nach und nach durch Einwanderer aus dem Nahen Osten und Afrika ersetzt werden. Laut einer entsprechenden Insa-Umfrage, die Ende April durchgeführt wurde, stimmten 45 Prozent der Befragten dieser Aussage zu, 41 Prozent verneinten sie.

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