Warum Klima-Ideologen in aller Welt Angst vor dieser Trump-Rede haben
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US-Präsident Donald Trump hat bei den Vereinten Nationen eine revolutionäre, weil disruptive Rede gehalten, die die Klimapolitik der vergangenen 20 Jahre radikal in den Senkel stellt. Trump hat Dinge über die Angst vor dem Klimawandel und die Klima-Politik ausgesprochen, die sich seit Jahrzehnten kaum wer zu sagen traute, die politisch und gesellschaftlich geächtet und in Teilen sogar zensiert worden sind.
NIUS analysiert, warum Trumps Rede so gefährlich für Klima-Ideologen in aller Welt – vor allem aber auch in Deutschland – werden könnte.

Trump nahm vor den Vereinten Nationen kein Blatt vor den Mund.
Er macht es einfach. US-Präsident Donald Trump sagt einfach, was er sieht, was er hört, was er glaubt und was er denkt. Er spricht in einfachen Worten und so, dass ihn jeder verstehen kann. Kein polit-taktisches Kauderwelsch, keine „political correctness“ und auch keine diplomatischen Gepflogenheiten halten ihn dabei auf. Nicht einmal die Öffentlichkeit: Ihm scheint es egal zu sein, wenn Kritik über ihm hereinprasselt, die auf Überspitzung oder auch auf Falschaussagen hinweist.
Allein diese Herangehensweise an politische Kommunikation ist schon disruptiv genug. Doch Trump spickt das skrupellose Benennen seiner Sicht auf die Dinge mit einer Waffe, die im polit-medialen Zirkus beinahe verpönt wird: mit gesundem Menschenverstand.
„Der Klimawandel ist Betrug“
Doch zunächst zu Trumps härtester Aussage: In seinen Augen sei der Klimawandel Betrug, den dumme Menschen verursacht hätten, um Unglück über ihre Nationen zu bringen – wörtlich sagte Trump:
„Das ist der Klimawandel – egal ob es wärmer oder kälter wird, was zur Hölle es auch immer passiert, es ist der Klimawandel. Es ist meiner Meinung nach der größte Betrug, der je über die Welt gebracht worden ist. Klimawandel, egal was passiert. All diese Vorhersagen von den Vereinten Nationen und vielen anderen – oft mit bösen Absichten – waren falsch. Sie wurden von dummen Menschen gemacht, die ihren Ländern Unglück gebracht haben und dafür gesorgt haben, dass diese Länder keine Chance auf Erfolg haben. Wenn ihr nicht von diesem grünen Betrug wegkommt, wird euer Land versagen.“
Es ist der härtestmögliche Angriff, den man sich vorstellen kann. Der US-Präsident nennt eines der weltweit größten politischen Projekte der vergangenen Jahrzehnte „Betrug“ und sagt, dass Nationen, die von diesem „grünen Betrug“ nicht wegkommen, verloren seien.
Trump wird in bekannter Manier zum Vorwurf gemacht werden, den menschengemachten Klimawandel mit diesen Worten geleugnet zu haben. Und selbst wenn, ihn wird das sowieso nicht interessieren. Dabei kann seine Kritik vielmehr als System-Kritik verstanden werden – als eine Kritik am Umgang mit den Klima-Veränderungen und der Ideologisierung, die dahintersteckt. Es wirkt auch wie ein Ausbruch aus einem rhetorischen Korsett nach dem Motto: „Ich sage, was ich will, auch wenn Linke mich dafür hassen werden.“
Trump feuert diese rhetorische Bombe ausgerechnet an dem Tag ab, an dem Google bekanntgegeben hat, dass es während der Coronakrise sehr wohl von der Biden-Administration aufgefordert worden ist, Corona-kritische Beiträge zu zensieren. Auch Beiträge im Netz, die den Klimawandel oder die Klima-Politik infrage gestellt hatten, sind von den Plattformen getilgt worden.
Trump holt diesen Rundumschlag nun auf der größten denkbaren Plattform nach – am Rednerpult der Vereinten Nationen.
Ein schonungsloser Blick auf den bisherigen Erfolg
Die einfachste Möglichkeit, einer Idee den Stecker zu ziehen, ist, sie an ihren Ergebnissen zu messen. Das hat Donald Trump getan. Vor der versammelten Weltgemeinschaft rechnete er der EU vor, welche Auswirkungen die bisherige Klimapolitik denn hatte. Wörtlich sagte Trump:
„Globale Erwärmung und der CO2-Fußabdruck, es ist Betrug. Mit extremen Kosten und hohem Aufwand hat die EU ihren CO2-Ausstoß um 37 Prozent reduziert. Denkt darüber nach, Glückwunsch Europa, großartige Arbeit! Es hat eine Menge Jobs gekostet, zahlreiche Fabriken haben geschlossen, aber ihr habt euren CO2-Fußabdruck um 37 Prozent reduziert. Nun ja, trotz all dieser Opfer ist dieser Erfolg weggewischt worden von einem weltweiten Anstieg des CO2-Ausstoßes um 54 Prozent – hauptsächlich aus China, das inzwischen mehr CO2 ausstößt, als alle anderen entwickelten Länder der Welt.“
Was Trump da berichtet, ist die Realität: Seit 1990 konnten 27 EU-Staaten ihren CO2-Ausstoß von rund 4 Gigatonnen auf 2,5 Gigatonnen senken, ein Rückgang um 37 Prozent. Weltweit ist der CO2-Ausstoß im selben Zeitraum von 22,7 Gigatonnen auf 37,8 Gigatonnen angestiegen – tatsächlich liegt der Anstieg sogar bei 66 Prozent, Trumps 54 Prozent sind also eine Untertreibung.

Die EU konnte ihren CO2-Ausstoß seit 1990 um 37 Prozent senken (hervorgehobene orange Fläche), während die Emissionen weltweit im selben Zeitraum regelrecht explodiert sind.
Es ist also ein Fakt, dass all die Bemühungen in West-Europa und gerade in Deutschland, all die Subventionen und Kosten, die hohen Abgaben und Strompreise und die damit einhergehenden wirtschaftlichen Probleme im globalen Kontext nichts gebracht haben. All die Einsparungen sind vom Energiehunger anderer Nationen um den Faktor zehn überkompensiert worden.
Es ist die Debatte, die auch aus Deutschland bekannt ist: Mit einem Anteil von 1,8 Prozent am weltweiten CO2-Ausstoß wird Deutschland allein die Welt nicht retten können – schon gar nicht, wenn weite Teile der Weltgemeinschaft das Gegenteil tun und immer mehr emittieren. Hinzu kommt, dass die deutsche „Energiewende“ bereits mehr als 500 Milliarden Euro an Subventionen verschlungen hat – weitere 1,3 Billionen Euro an Kosten werden erwartet.
Der wirtschaftliche Aspekt
Besonders bitter wird es, wenn sich neben kaum bis gar nicht vorhandenem Klima-Effekt auch noch ein wirtschaftlicher Schaden einstellt. Auch den hat Donald Trump schonungslos thematisiert:
(45:09 – 45:50) „Der Haupteffekt dieser brutalen Grüne-Energie-Politik ist nicht der Schutz der Umwelt, sondern die Abwanderung der Industrie von entwickelten Ländern, die sich an diese verrückten Regeln halten, in Länder, die die Umwelt verschmutzen, die sich nicht an die Regeln halten und daraus auch noch einen Vorteil ziehen. Die Stromrechnungen in Europa sind vier bis fünfmal höher als in China und zwei- bis dreimal so hoch wie in den USA – und unsere Preise, auch für Benzin, kommen immer weiter runter, denn wir haben ein Wort dafür: ,Drill, Baby, Drill‘!“
Auch diese Aussage lässt sich mit Daten und Fakten untermauern: Die hohen Energiepreise gerade in Deutschland haben zahlreiche Fertigungen entweder schließen oder ins Ausland abwandern lassen. Die Industrieproduktion ist in den vergangenen Jahren um fast 20 Prozent eingebrochen. Die sogenannte Verkehrswende nebst Verbrennerverbot hat die wichtigste Industrie, die Automobilindustrie, in eine tiefe Krise gestürzt, und Deutschland ist zudem immer mehr von Strom-Exporten aus dem Ausland abhängig.
Auslöser in den Augen Trumps, die erneuerbaren Energien, die ohne staatliche Subventionen gar nicht funktionierte, wie er wörtlich sagte:
„Energie ist ein anderes Feld, bei dem die USA wachsen wie nie zuvor. Werden diese fälschlicherweise Erneuerbare genannten Energien los. Nur am Rande: Sie sind ein Witz, sie funktionieren nicht. Sie sind zu teuer. Sie sind nicht stark genug, die Kraftwerke zu betreiben, die ein Land stark machen. Der Wind betreibt diese Windmühlen nicht immer, sie sind so erbärmlich und so schlecht. So teuer, sie zu betreiben. Und sie müssen immer wieder neu aufgebaut werden. Sie rosten und gehen kaputt. Die teuerste Energie, die es je gegeben hat. Mit Energie sollte man Geld verdienen, nicht Geld verlieren. Aber die Regierungen müssen sie subventionieren.“
Natürlich ist Trumps Aussage überspitzt, aber der Kern seiner Botschaft lässt sich in Deutschland auch wiederfinden: Ohne die EEG-Umlage und nun einen jährlichen Steuerzuschuss von knapp 20 Milliarden Euro wären Wind und Sonne auch in Deutschland kaum wettbewerbsfähig. Hinzu kommt, dass zu jeder Zeit konventionelle Backup-Kraftwerke mit derselben Leistungsfähigkeit vorgehalten werden müssen, um auch während Dunkelflauten die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Es gibt auf der Welt kein einziges Land, das – so wie es sich die Grüne Partei erhofft hatte – Deutschland zum Vorbild nimmt und gleichzeitig aus Kohleverstromung und Kernenergie aussteigt, um allein auf Erneuerbare zu setzen. Die USA haben an dieser Stelle die Rolle rückwärts gemacht und setzen vermehrt auf Kohle und Gas aus eigenen Vorkommen. Die Energiepreise sind seither massiv gesunken, was immer mehr deutsche Firmen dazu veranlasst, ihre Produktion in die USA zu verlegen.
Horror-Warnungen, die nie eingetreten sind
Einer von Trumps Angriffs-Punkten in Richtung Klima-Ideologie: die sagenhaften Horror-Warnungen, die rund um die möglichen Folgen des Klimawandels im Umlauf sind. Vor den Vereinten Nationen sagte Trump wörtlich:
„1982 hat der Direktor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen vorhergesagt, dass der Klimawandel bis zum Jahr 2000 eine weltweite Katastrophe auslösen würde. Es würde irreversibel, wie ein nuklearer Holocaust sein. Das haben sie bei den Vereinten Nationen gesagt. Was ist passiert? Heute sind wir hier. Ein anderer UN-Offizieller sagte 1989, dass innerhalb eines Jahrzehnts ganze Nationen von der Landkarte radiert werden könnten durch den Klimawandel – nichts ist passiert.“
Beide Aussagen lassen sich verifizieren. Die eine (1982) stammt von Mostafa K. Tolba, dem damaligen UNEP-Chef, die andere (1989) von Noel Brown, damals Direktor des UNEP-Büros New York.
In Deutschland ist der Spruch „Wenn man die Feuerwehr ruft und es brennt nicht, dann kommt sie irgendwann nicht mehr“ landläufig bekannt. Trump benennt hier die Tatsache, dass Befürworter einer strengeren Klimapolitik jedes Maß dabei verloren haben, in welch apokalyptischen Ausmaßen sie die möglichen Folgen beschreiben. Dabei stützen sie sich zumeist auf Klima-Modelle, die von Worst-Case-Szenarien ausgehen. Es gibt Dutzende Studien und Berichte, die unterschiedliche Jahreszahlen prognostiziert haben, ab denen die Arktis eisfrei sein soll. Bekannte deutsche Klimaforscher haben bereits vor Jahrzehnten gesagt, dass es in Deutschland nur noch schneefreie Winter geben werde.
Nichts davon ist tatsächlich passiert.
Und wenn die schrillsten Warnungen nachweislich kein Realitätsfundament haben, dann kommt die Feuerwehr eben nicht mehr. Dann glauben die Menschen diese Warnungen irgendwann nicht mehr. Und irgendwann glauben sie nichts mehr, was ihnen die Warner und Mahner erzählt haben.
Trump, die Gefahr für Klima-Ideologen
Ob Trump nun an den menschengemachten Klimawandel glaubt oder nicht, ob er die möglichen Folgen befürchtet oder nicht, ist eigentlich nebensächlich. Er entlarvt lediglich die Ideologie, die sich rund um den Klimawandel gesponnen hat, die politische Macht, die sich daraus entwickelt hat, und die politischen Folgen, die sich ergeben haben, als widersprüchlich.
Trump zeigt, dass die Klimapolitik, so wie sie im Westen mit aller Gewalt vorangetrieben worden ist und Hunderte Milliarden Euro verschlungen hat, nicht funktioniert. Im Gegenteil: Sie kostet Wohlstand. Trump entlarvt, dass die Warnungen und Mahnungen, die die Menschen auf Linie bringen sollen, maßlos übertrieben waren. Und vor allem lässt sich Trump kein Rede-Verbot aufzwängen. Wenn er denkt, etwas ist Quatsch, dann sagt er, dass etwas in seinen Augen Quatsch ist.
Trump ist so erfolgreich damit, weil Millionen, vielleicht Milliarden Menschen dieselben Gedanken haben, diese auszusprechen sich aber oft nicht trauten. Weil sie sonst niedergebrüllt worden wären als „Klimawandel-Leugner“ und „Menschen, die den Planeten brennen sehen wollen“. Aber Trump durchbricht mit dieser Rede diesen Mechanismus. Wenn der US-Präsident das sagen kann, dann kann es jeder sagen. Und der Widerstand gegen ideologische, teure und am Ende nicht funktionierende Klimapolitik wird wachsen.
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