Wüst-Stiftung finanziert Islamisten-Verein, der Kinder unters Kopftuch zwingen will
Sie überreden minderjährige Mädchen in Fußgängerzonen, das islamische Kopftuch anzuprobieren, geben „Tipps und Tricks zum Nichthandgeben“ und wollen zusammen den „Weg für neue Generationen ebnen“. Die Rede ist von dem Islam-Projekt „Support the Woman“, das junge Frauen für den islamischen Glauben empfänglich machen will. Das Projekt ist eine Initiative des Vereins „Das Licht e.V.“
Doch was steckt eigentlich hinter dem ominösen Verein, der die Ideologie verbreitet, dass Männer und Frauen „keine identischen Rechte haben können“ und westliche Frauen „nackt“ und „manipuliert“ wären? Und was hat Ministerpräsident Wüst damit zu tun?
„Support the Woman“, zu Deutsch „Unterstütze die Frau“, heißt das Projekt des Vereins, das junge Frauen und Mädchen für den Islam anwirbt. Auf der in sanftem Rosa gehaltenen Website der Kampagne findet sich eine breite Themenlandschaft für Islaminteressierte, angefangen bei Erklärvideos, wie das Kopftuch korrekt gebunden wird, bis hin zu einzelnen Essays über „Islam und Feminismus“ oder die Frage: „Was für einen Sinn hat das Kopftuch?“. Dabei zieht sich ein Thema wie ein roter Faden durch die Internetseite: die Gleichberechtigung der Frau.

Ganz viel Rosa, kindliche Zeichnungen und Sprüche wie „Hijab-Power!“: So wirbt der von einem Mann geführte Islamverein junge Mädchen an.
Der Prophet Mohammad war ein „Bilderbuch-Feminist“
Laut dem vermeintlich feministischen Islam-Verein, der mit Slogans wie „Unterstütze die Frau“ oder „Gleichberechtigung muss gleichberechtigt sein“ wirbt, würden muslimische Frauen mit Kopftuch in der westlichen Welt „diskriminiert“ werden, weshalb „die hohe Stellung der Frau“ durch das Projekt verdeutlicht werden müsse.
Diese „hohe Stellung der Frau“ lässt sich laut Verein vor allem aus dem Islam selbst ableiten, der „feministischer als andere Bewegungen“ sei. So wird in dem Essay „Islam und Feminismus“ beispielsweise behauptet:
„Der Prophet Mohammad hat sich immer für die Frau eingesetzt und hat das patriarchalische Vorgehen der Männer bekämpft. Der Prophet war ein Bilderbuch-Feminist.“

„Islam und Feminismus“: Dieses Essay veröffentlichte der Islam-Verein auf seiner Website.
Das Kopftuch als „Schutzmaßnahme“ vor Männern
Trotz des vermeintlich feministischen Kerns der islamischen Religionslehre fällt die von „Support the Woman“ genannte Begründung für das Tragen des Kopftuches eher ernüchternd aus: Neben der „Selbstverwirklichung der Frau“, soll das Kopftuch vor allem auch vor einem schützen: dem anderen Geschlecht.
So heißt es auf der Website von „Support the Woman“: „Und natürlich ist das Kopftuch auch ein Schutz vor dem Mann [...] es ist Fakt, dass ein Mann sich von dem Körper und den Haaren einer Frau verzaubern lässt und sich schnell auf seine Triebe verlässt.“ An anderer Stelle vergleicht das Islam-Projekt das Kopftuch wiederum mit den Sicherheitsmaßnahmen, die ein Elektriker vornimmt, „um nicht verletzt zu werden“. „Ja, der Hijab ist auch eine Schutzmaßnahme vor dem Mann“ heißt es dort.

Schon die Jüngsten werden von dem Islamverein dazu angehalten, den Hijab zu tragen.
Diese Auslegung ist besonders bedenklich, wenn man sich die „Stadtaktion“ des Vereins anschaut. Dabei schwärmen Frauen des Vereins in Fußgängerzonen aus und motivieren junge Frauen, das islamische Kopftuch anzuprobieren. Die Islam-Aktivisten sprechen dabei sogar junge Mädchen an, wie in diesem Video, das der Verein neben zahlreichen anderen Videos auf Instagram hochgeladen hat:
Kritiker sprechen von religiöser Indoktrination
Auf Instagram kritisieren viele User das gezielte Ansprechen der Islam-Aktivisten von jungen Mädchen in der Öffentlichkeit. Sie werfen dem Verein vor, die Kinder religiös zu indoktrinieren, ein Nutzer spricht sogar von „Missbrauch an Kindern und Schutzbefohlenen“.

Für viele User sorgte das Instagram-Video von „Support the Woman“ für Verärgerung.
Ob es sich bei der Aktion des Islam-Projekts um religiöse Indoktrination handelt, ist unklar. Fakt ist aber: Die Taktik der fragwürdigen Initiative ist immer gleich. Jugendliche Frauen oder Mädchen werden auf der Straße freundlich überrumpelt, das Kopftuch anzuprobieren. Dann werden sie dafür gelobt, wie gut das Tuch ihnen stehen würde und sie werden über die angeblichen Vorteile des Kopftuchs und des Islams aufgeklärt. Aber nicht nur nette Worte, sondern auch kleine materielle Zugaben sollen die jungen Frauen dazu bringen, sich für die Konvertierung zum Islam zu entscheiden:

Auf seiner Website wirbt der Verein „Support the Women“ mit kostenlosen Kopftüchern.
So wirbt der Verein auf seiner Website mit kostenlosen Kopftüchern für Kinder und Erwachsene und auch auf der Straße verteilen die Mitglieder des Islam-Vereins Geschenke an Frauen, die zustimmen, das Tragen des Kopftuches ausprobieren. Wie genau der Verein die Kopftücher und andere Geschenke für potenzielle Konvertiten finanziert, bleibt dabei allerdings unklar.
Kopftuchzwang und Zähne putzen sind das Gleiche
Vor allem die Thematik des Kinderkopftuches wird von der Islam-Initiative mehr als unkritisch behandelt. So werden junge Mädchen in einem Merkblatt zum ersten Schultag dazu angehalten, auf die Frage „Haben dich deine Eltern dazu gezwungen, es (das Kopftuch) zu tragen?“ zu antworten: „Nein, ich trage es, weil ich es möchte.“ Dabei scheut sich der Verein nicht, seine Position zum Kopftuchzwang offen zuzugeben:
„Ja, es passiert, dass Eltern ihre Kinder zum Kopftuch zwingen, jedoch geschieht dies nicht aus einem bösen Willen heraus, sondern aus Liebe zu seinem Kind [...] genauso, wie Eltern ihre Kinder dazu ‚zwingen‘ ihre Zähne zu putzen, zur Schule zu gehen, keine Drogen zu nehmen, sich vor Krankheiten zu schützen, genauso kann es passieren, dass Eltern ihre Kinder ‚zwingen‘ ein Kopftuch zu tragen.“

Laut diesem Merkblatt von „Support the Woman“ sollten junge Musliminnen nicht offen darüber reden, dazu gezwungen zu werden das Kopftuch zu tragen.
Aber nicht nur für den ersten Schultag liefert „Support the Woman“ Tipps. Die Initiative bietet auch „Tipps und Tricks zum Nichthandgeben“ an: So soll man beispielsweise etwas in seinen Händen halten oder vorgaukeln, erkältet zu sein, um das Handgeben zu umgehen.

Auch bei der eigenen Zeugnisvergabe sollen Muslime laut „Support the Woman“ das Händeschütteln verweigern.
Stiftungsrats-Vorsitzender ist Hendrik Wüst
Auf der hauseigenen Internetseite listet der Initiator des Projekts „Support the Woman“, der Verein „Das Licht e.V.“, viele Projekte auf. In Kooperation mit einem Gymnasium, bei dem gezielt minderjährige Schüler angeworben werden sollten, förderte die Stiftung für Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen den Verein. Besonders auffällig dabei ist, dass die Stiftung nahezu vollständig in CDU-Hand ist. Hendrik Wüst, Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, fungiert in der Stiftung als Stiftungsrats-Vorsitzender.
Auf NIUS-Anfrage an den Verein „Das Licht e.V.“ schweigt die Vereinsführung zur Finanzierung. Die Stiftung für Umwelt und Entwicklung in Nordrhein-Westfalen lässt auf NIUS-Anfrage mitteilen, dass der Verein im Jahr 2020 bis 2021 mit konkret 9.472,60 Euro gefördert wurde.
Bedeutet: Das Land NRW finanziert den islamischen Verein und seine Initiativen mit knappen zehntausend Euro Steuergeld. Sonstige Förderungen oder Finanzierungen sind nicht transparent aufgelistet.
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