Antifa-Fotografen und linke Journalisten starten Appell für einen Linksruck im öffentlich-rechtlichen Rundfunk
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Eine illustre Runde aus linken Aktivisten, Antifa-Dokumentaristen und einschlägig bekannten Journalisten hat unter dem Titel „Appell für einen demokratischen und humanistischen Diskurs in den Medien“ eine Art Petition gestartet, die ein strengeres Vorgehen gegen die AfD bei ARD und ZDF fordert. Stein des Anstoßes: Die ARD-Talkshow „Caren Miosga“ lud AfD-Bundessprecher Tino Chrupalla vergangenen Sonntag zum Talk ein und wagte es darüber hinaus, die Sendung unter der Frage „Ist Trump ein Vorbild für Deutschland, Herr Chrupalla?“ anzukündigen. Für die Unterzeichner ist das der Beweis für eine gefährliche „Normalisierung extrem rechter, autoritärer, demokratie- und menschenfeindlicher Positionen“ im öffentlich-rechtlichen Rundfunk.
Der Appell, der auf appell2026.de zu finden ist, liest sich wie ein Lehrbuch linker Rhetorik. Donald Trump als „verurteilter Sexualstraftäter“, der „mit illegalen Methoden auch gewaltsam gegen Menschen vorgeht“ und dessen Anhänger „Lügen und Hassbotschaften“ verbreiten, tauge nicht als Vorbild für die Talkshow. Der Sturm auf das Capitol bedeute fünf Tote sowie „die Lüge von der gestohlenen Wahl“. AfD-Politiker wie Chrupalla seien Vertreter einer „in vier Bundesländern als gesichert rechtsextrem eingestuften Partei“, die Trumps Ziele „befürwortet“ und die Pressefreiheit bedrohe.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk steht aufgrund der Tatsache, dass ihn jeder finanzieren muss, unter Druck – und weist trotzdem einen eindeutigen Linksbias auf.
Die Einladung Miosgas sei „journalistisch verantwortungslos“ und diene nur der „Aufmerksamkeit und Reichweite“. So heißt es, „menschenfeindliche und antidemokratische Ideologie“ müsste als solche benannt und nicht verharmlost werden. Stattdessen solle man „Demokratie- und Menschenfeindlichkeit nicht als mögliche Alternative darstellen, sondern deutlich zurückweisen“.
Die Realität im öffentlich-rechtlichen Rundfunk sieht unterdessen gänzlich anders aus, wie Zahlen zu Gästen in politischen Talkshows seit Jahren belegen, die der ÖRR Blog recherchiert hat. In den großen Talkshows von ARD und ZDF („Caren Miosga“, „Markus Lanz“, „Maischberger“, „Maybrit Illner“, „hart aber fair“) lag der AfD-Anteil an Gästen 2024/2025 bei unter zwei Prozent – obwohl die Partei bei Umfragen regelmäßig auf 20 bis 30 Prozent kommt. CDU/CSU und SPD dominieren die Sofas, während AfD-Politiker wie Chrupalla oder Weidel zu den seltenen Ausnahmen gehören. Und wer die Volontärs- und Mitarbeiterstrukturen, die eine klare Tendenz zur Wahl von linksgrünen Parteien haben, kennt, weiß: Der Bias ist hausgemacht.

Die AfD wird nicht ausreichend in Talkshows abgebildet.
Unterzeichner: von „Ich bin Antifa“-Journalisten bis zu Grünen-Sprecher
Die Unterzeichner des Appells machen das Dilemma nur noch deutlicher – und sind eigentlich der lebende Beweis für einen medial postulierten „Kampf gegen Rechts“, der Einzug in die Redaktionsstuben hält. Unter den fast 400 Namen finden sich nicht nur Professoren und Publizisten, sondern vor allem Figuren aus dem harten linken Spektrum: So traten André Aden, Johannes Grunert, Andrea Röpke und Tim Mönch in den vergangenen Jahren allesamt als „Antifa-Fotografen“ auf, etwa für „Recherche Nord“ und bei zahlreichen rechten Protesten. Ihre „Arbeit“ besteht darin, rechte Akteure zu observieren, abzulichten und zu brandmarken, und das Bildmaterial nicht selten in Fotodatenbanken aufzubereiten.
Krsto Lazarevic ist hingegen Pressesprecher des Grünen-Europaabgeordneten und Seenotretter-Aktivisten Erik Marquardt. Die „US-Expertin“ Annika Brockschmidt solidarisierte sich öffentlich mit der verurteilten Linksterroristin Lina E. von der „Antifa Ost“. Mario Sixtus, der als freier ZDF-Autor auftritt, verglich schon die Gestapo mit der AfD und bejubelte dann auch noch die Tötung von Charlie Kirk, was dazu führte, dass die USA ihm sein Visum aberkannten. Thomas Laschyk betreibt den „Volksverpetzer“, einen Blog, der vor allem rechte und konservative Positionen als „Fake News“ enttarnt, oft mit kreativer Interpretation der Fakten. Jean Peters von Correctiv war der Mann hinter der Potsdam-Recherche, die das „Geheimtreffen“-Narrativ schuf. Auf seiner alten Website stand: „Ich bin #Antifa“. Und er gab einmal zu: „Ich erfinde Geschichten.“
Silvio Duwe hingegen arbeitet selbst als Journalist des öffentlich-rechtlichen Rundfunks und produzierte für ARD „Kontraste“ regelmäßig Beiträge, die ein fragwürdiges Verhältnis zur Wahrheit aufweisen. Insgesamt zeigt sich: Eigene Linksredakteure, aber auch Fotografen, die rechte Demonstrationen ablichten, Kommentatoren, die linke Gewalttäter verharmlosen und den ÖRR als ihr ureigenes Sprachrohr betrachten, fordern nun, dass dieser noch konsequenter gegen „Intoleranz“ und Rechte vorgehen soll.
Die Linksanstalten, das steht für die Unterstützer fest, brauchen einen Linksruck. Indes erscheint fraglich, ob das Begehren Erfolg hat: Bis Montagnachmittag konnte der Appell keine 400 Unterzeichner versammeln.
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