Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann: „Der Tag gegen Islamfeindlichkeit ist ein Feiertag für Islamisten“
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Die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann hat den in Berlin geplanten „Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit“ als Zeichen der Unterwerfung kritisiert. „Der Tag gegen Islamfeindlichkeit ist ein Feiertag für Islamisten“, erklärt sie im Gespräch mit NIUS.
Vor wenigen Tagen hatte der Berliner Senat öffentlich bestätigt, dass am 15. März 2026 ein solcher Gedenktag stattfinden soll. In der Hauptstadt fänden „zahlreiche Übergriffe auf Berliner und Berlinerinnen muslimischen Glaubens statt“, heißt es im Antrag des Senats.
„Schon die sprachliche Vermischung von Islamfeindlichkeit mit Muslimfeindlichkeit macht dieses Vorhaben des Senats problematisch“, meint die Islamismus-Expertin Sigrid Herrmann. „Diese Vermischung geht auf eine Marketingstrategie von Islamisten zurück, um auch statthafte Kritik an Islamismus, an islamistischen Institutionen und Akteuren in den Ruch der pauschalen Menschenfeindlichkeit zu bringen.“

Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner (CDU) und seine Senatorin Cansel Kiziltepe (SPD) verantworten den Tag gegen Islamfeindlichkeit.
Expertenkommission will Sonderbeauftragten für Verfassungsschutz
Die Senatsverwaltung will für den 15. März ein „Eckpunktepapier zur Prävention von Islamfeindlichkeit“ erarbeiten. Die eigenen Beamten reichen dafür jedoch nicht aus und so soll die „Expert*innenkommission antimuslimischer Rassismus“ zu Rate gezogen werden. Diese Kommission hat bereits „Handlungsempfehlungen“ veröffentlicht, um die angeblich in Berlin grassierende Islamfeindlichkeit zu bekämpfen.
So soll etwa ein „Sonderbeauftragter für Rassismuskritik im Verfassungsschutz“ eingeführt werden, um die Arbeit des Geheimdienstes zu überwachen. Sigrid Herrmann kritisiert, dass hier „der Verfassungsschutz geknebelt werden soll“, indem „seine Arbeit im Bereich Islamismus unter Rassismusverdacht gestellt wird“. Das sei „ein Frontalangriff auf den Verfassungsschutz“, um ihn in seiner Arbeit infrage zu stellen, so die Islamismus-Expertin.
Doch nicht nur die Expertenkommission soll für den 15. März zu Rate gezogen werden. Gleichzeitig will der Senat „das Gespräch mit Berliner Moscheegemeinden“ suchen. Die Organisation dafür soll das Forum Islam Berlin (FIB) übernehmen, das wiederum aus der Senatsverwaltung finanziert wird. Es sollen „Partner in möglichst vielen in Berlin vertretenen Strömungen des Islam“ gefunden werden, um gemeinsam Strategien gegen „jede Form von Extremismus, Diskriminierung, gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Rassismus“ zu erörtern.
Fragwürdige Organisationen involviert
Teil des FIB ist unter anderem das Teiba Kulturzentrum in Berlin-Spandau. Der Berliner Verfassungsschutz ordnete die Teiba-Moschee dereinst dem Netzwerk der Muslimbruderschaft zu. Vorsitzender des Vereins ist der islamische Prediger Ferid Heider. Er soll auch Teil des „Fatwa-Ausschusses Deutschland“ sein.
Auch die Neuköllner Begegnungsstätte ist im Forum Islam Berlin vertreten. Laut dem Berliner Verfassungsschutz ist die Begegnungsstätte – auch als Dar Assalam Moschee bekannt – eine Anlaufstelle für Muslime unterschiedlicher Glaubensrichtungen, unter ihnen auch Salafisten. Die Moschee sei kein dschihadistisch-salafistischer Treff, stehe aber den Muslimbrüdern nahe und vertrete einen „politischen Islam mit salafistischen Strömungen“, berichtet der Evangelische Pressedienst.

Gebetsraum der Dar Assalam Moschee in Berlin-Neukölln
Auch Sigird Herrmann ist entsetzt über die Partner des Berliner Senats: „Schaut man sich an, welche muslimischen Institutionen einbezogen werden sollen, um dies zu begleiten, so fällt auf, dass in dem FIB mehrere Organisationen sind, die durch muslimbrudernahe Akteure beeinflusst werden. Das sind etwa das Muslimische Seelsorgetelefon, hinter dem Islamic Relief steht, das Aktionsbündnis Muslimischer Frauen LBB oder die Initiative Berliner Muslime.“
Herrmann meint: „Der Senat will hier fragwürdige Organisationen mit Steuermitteln beim Strukturaufbau und Eigenmarketing unterstützen und gleichzeitig den Verfassungsschutz schwächen. Der Tag gegen Islamfeindlichkeit ist ein Feiertag für Islamisten.“
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So will Berlin am 15. März den „Internationalen Tag gegen Islamfeindlichkeit“ begehen.
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