Wer steckt hinter den anonymen Spenden? Geheime Millionen für die WHO!
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Mit dem Austritt der USA reißt Donald Trump ein Milliardenloch in das Budget der WHO – und ausgerechnet jetzt tauchen gewaltige, anonyme Geldströme auf. Über die eigens gegründete WHO Foundation fließen Millionen, ohne dass klar ist, wer dahintersteckt. Manövriert sich die Organisation in die Abhängigkeit unsichtbarer Großspender?
Anfang des Jahres kam es zum Knalleffekt um die umstrittene Weltgesundheitsorganisation WHO: US-Präsident Donald Trump kündigte unmittelbar nach seinem Amtsantritt die Mitgliedschaft der USA in der WHO. Laut der Trump Administration sei die WHO von Korruption und Machtmissbrauch durchzogen. Insbesondere während der Corona-Pandemie seien die Missstände innerhalb der Organisation zum Vorschein gekommen und es habe sich eine wachsende Abhängigkeit von China offenbart.

Hauptsitz der Weltgesundheitsorganisation (WHO) in Genf.
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US-Austritt beschert WHO ein Finanzloch
Durch den Austritt der USA, der Anfang 2026 in Kraft tritt, enden auch die üppigen Finanzströme der USA and die WHO, die knapp ein Fünftel ihres Gesamthaushalts ausmachten. Kurz gesagt: Die WHO hat mit einem klaffenden Finanzloch zu kämpfen. Ausgerechnet in dieser kritischen Phase kommen undurchsichtige, anonyme Zahlungen zum Vorschein. Sogenannte „Dark Money“ wird als anonyme Spenden über die „WHO Foundation“ in die Kassen der WHO gespült. „Die WHO könnte zunehmend Schwarzgeld von Spendern annehmen“, warnte der Guardian im September.

Die WHO ist aufs Engste mit der Pharmaindustrie verbandelt. Rechts im Bild: Pharma- und Impf-Investor Bill Gates.
WHO Foundation als zusätzlicher Finanzpool gegründet
Doch was ist die WHO Foundation überhaupt? Im Jahr 2020 wurde diese Stiftung von der WHO gegründet, um den Spendenpool zu erweitern, wie auf der Website betont wird. Bereits damals hatte US-Präsident Trump Budgets gekürzt. Kritikern zufolge hat sich die WHO damit ein Vehikel gebaut, um ihre eigenen Rechenschaftsmechanismen zu umgehen. Firmen, Stiftungen und sogar Privatpersonen können demnach an die WHO spenden, ohne offiziell aufzuscheinen. Außerdem können so Gelder fließen, die unter normalen WHO-Richtlinien abgelehnt würden. Problem: Diese können auch zweckgebunden sein und entmachten so die Entscheidungsgewalt der WHO-Generalversammlung. Die bekannte US-Gesundheitsjournalistin Natasha Gilbert etwa verweist auf der News-Plattform U.S. right to know auf die fehlende Transparenz und verheerende Wirkung.
Darüber hinaus könnte die undurchsichtige Finanzierung Einfluss auf die Gestaltung globaler Gesundheitspolitik nehmen – insbesondere in Bereichen wie Ernährungssicherheit und Medikamentenzulassungen. Interessenkonflikte können verschleiert werden oder fallen überhaupt nicht mehr auf.

Ex-Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) ist inzwischen WHO-Berater für Klima und Gesundheit
Knapp die Hälfte der Spenden anonym
Der Anteil von anonymen Spenden am Gesamtaufkommen der WHO Foundation ist enorm. Von insgesamt 82 Millionen US-Dollar waren 39 Millionen anonyme Spenden. Also knapp die Hälfte aller Spenden, die die WHO Foundation erreicht haben, waren anonym und nicht nachzuvollziehen, wie eine Analyse der renommierten medizinischen Fachzeitschrift The BMJ ergab. Diese anonymen Spenden waren zudem ausschließlich Beträge von mehr als 100.000 Euro, es kann also durchaus von finanzkräftigen Spendern ausgegangen werden.
Experten fordern mehr Transparenz
Gesundheitsexperten und NGOs fordern mehr Offenlegung und klare Richtlinien, um die Glaubwürdigkeit der WHO zu schützen. „Für die Integrität der WHO halte ich es für sehr wichtig, dass hier mehr Transparenz herrscht“, erklärte etwa Sophie Harman, Professorin für internationale Politik an der Queen Mary University of London, gegenüber Associated Press. Zumal diese Glaubwürdigkeit seit der Corona-Pandemie bereits massiv gelitten hat. Transparency International warf der WHO „schwerwiegende Mängel“ vor
Es bleibt also offen, von welchen Zahlern die „Dark Money“ in die Kassen der WHO fließt – Einflussnahme kann aufgrund der Anonymität nicht nachvollzogen werden. Dennoch steht die WHO weiterhin im öffentlichen Diskurs als Nonplusultra bei der Meinungsbildung zu diversen Gesundheitsthemen da.
Dieser Artikel erschien zuerst bei unserem österreichischem Partnerportal Exxpress.
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