Bodenoffensive setzt sich fort: Die israelische Armee umstellt Gaza-Stadt
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Knapp einen Monat nach dem Hamas-Angriff läuft die israelische Bodenoffensive weiter. Die israelische Armee hat den nördlichen Gazastreifen fast vollständig umzingelt. Die USA helfen ihrem Verbündeten mit Drohnen-Flügen, um Geiseln zu lokalisieren.
Die israelische Bodenoffensive schreitet weiter voran – der Norden von Gaza soll mittlerweile fast vollständig eingekesselt sein. Die IDF versucht den Norden komplett abzuriegeln, um mögliche flüchtende Hamas-Funktionäre abzufangen. Im Süden von Gaza befindet sich das Gebiet, in dem Zivilisten Zuflucht finden sollen.
Die Kämpfe zwischen Hamas-Terroristen und der israelischen Armee dauern weiter an. Militante Palästinenser beschossen die Bodentruppen der IDF mit Handfeuerwaffen, improvisierten Sprengsätzen und Panzerabwehrwaffen an der nordwestlichen Küste des Gazastreifens nördlich des Lagers al Shati. Insbesondere die Stadt Gaza steht im Fokus der Operationen.
Der Ort sei der „Brennpunkt der Terrororganisation Hamas“, sagte Militärsprecher Daniel Hagari am Donnerstagabend. Gaza ist die größte Stadt in dem abgeriegelten Küstenstreifen und hat knapp 750.000 Einwohner. „Wir konzentrieren uns darauf, die Hamas zu zerstören“, so Hagari.

Palästinenser suchen in den Trümmern eines zerstörten Gebäudes nach Überlebenden nach einem israelischen Luftangriff im Flüchtlingslager Bureij im Gazastreifen.
Mehrere Tote bei Luftangriffen
Bei israelischen Luftangriffen wurden am Donnerstag mindestens 23 Menschen getötet, die in vier Einrichtungen der Vereinten Nationen im Gazastreifen untergebracht waren, berichtet CNN. Nach Angaben des UN-Büros für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) befanden sich zum Zeitpunkt der tödlichen Angriffe fast 20.000 Vertriebene in diesen vom UN-Hilfswerk für Palästinaflüchtlinge (UNRWA) betriebenen Einrichtungen.
Zuvor wurden auch Gebäude im Flüchtlingslager Bureij von zwei israelischen Luftangriffen getroffen. Dabei kamen mindestens 15 Menschen ums Leben, berichtet der Guardian.

Laut War Mapper hat Israel die Küste südlich von Gaza-Stadt erreicht und die letzte Verbindungsstraße zum südlichen Gazastreifen unterbrochen. Damit hat die IDF die Stadt effektiv eingekreist.
Unterdessen häufen sich Videos von Hamas-Kämpfern in Zivil. In einem Video kommt ein Terrorist, gekleidet wie ein gewöhnlicher Bewohner aus Gaza, aus einem Tunnel, feuert eine Panzerfaust ab und verschwindet wieder im Tunnel. Die Verkleidung als Zivilist stellt ein Kriegsverbrechen dar und erschwert es den Israelis zu entscheiden, wer unschuldig ist und wer neutralisiert werden muss. Zudem können neutralisierte Hamas-Kämpfer im Nachhinein als Zivilisten deklariert werden, um Israel des Mordes an Gaza-Bürgern zu beschuldigen.
Die USA lassen zudem Aufklärungsdrohnen über dem Gazastreifen fliegen, um Informationen über den Aufenthaltsort der Geiseln zu sammeln, die von der Terrorgruppe, die den Gazastreifen regiert, bei ihrem tödlichen Angriff auf den Süden Israels am 7. Oktober entführt wurden, berichtet Reuters unter Berufung auf zwei US-Beamte. Einer der beiden Beamten sagte der Nachrichtenagentur, die Drohnenflüge hätten vor mehr als einer Woche begonnen.
Kämpfe im Norden mit der Hisbollah
Unter den Gefangenen der palästinensischen Terroristen im Gazastreifen befinden sich auch mehrere US-Bürger, die während der Massaker im vergangenen Monat entführt wurden, bei denen mehr als 1.400 Menschen, überwiegend Zivilisten, getötet wurden.
Der Stabschef der irakischen Volksmobilisierungskräfte (PMF), ein staatlich kontrolliertes Paramilitär, erklärte bei einem Treffen mit anderen PMF-Führern in Bagdad, dass sich die PMF in einem „Ausnahmezustand“ befänden, was auf Vorbereitungen für eine Eskalation mit den Vereinigten Staaten hindeutet.
Im Norden lieferten sich am Donnerstag auch die israelische Armee und die libanesische Hisbollah heftige Gefechte. Am Mittwoch hatten die jemenitischen Huthi-Rebellen Israel den Krieg erklärt. Beide Gruppen werden vom Iran kontrolliert.
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