Brüssel-Terrorist niedergeschossen! Zwei Tote – Er rief „Allahu Akbar“
Ein Beitrag von
- Nach den Terror-Schüssen auf zwei Schweden in Brüssel hat die Polizei den Verdächtigen niedergeschossen. Das berichten übereinstimmend belgische Medien.
- Abdesalem A. hatte mitten in Brüssel das Feuer eröffnet, wobei mindestens zwei Menschen getötet und mehrere Personen verletzt wurden.
- Die beiden Opfer waren schwedischer Nationalität und trugen ein schwedisches Trikot, während am Abend das Fußballspiel Belgien gegen Schweden stattfand.
Nach dem Mordanschlag auf zwei Schweden in Brüssel hat die belgische Polizei am Dienstag einen bewaffneten Verdächtigen niedergeschossen. Ob es sich dabei um den Todesschützen vom Montagabend, Abdesalem L. (45), handelt, war einem Sprecher der Bundesstaatsanwaltschaft zufolge zunächst unklar. Auch, ob der Mann noch lebe oder nicht, sei noch ungewiss, sagte der Sprecher. Die Polizei habe zudem eine Waffe bei dem Mann gefunden, die die Waffe des Mordanschlags sein könne.
Der Mann war der Polizei offenbar bekannt. Man könne bereits jetzt sagen, dass es sich um einen Tunesier handele, der im November 2019 in Belgien Asyl beantragt habe, sagte Justizminister Vincent van Quickenborne am frühen Morgen. In der Vergangenheit sei er in Zusammenhang mit Menschenhandel, illegalem Aufenthalt und Gefährdung der Staatssicherheit aufgefallen. Im Juli 2016 soll eine ausländische Polizeibehörde über die Radikalität des Mannes informiert worden sein.

Abdesalem A. aus Tunesien soll den Behörden bereits bekannt gewesen sein.
Die schwedische Fußball-Nationalmannschaft hat die belgische Hauptstadt bereits verlassen. Wie das schwedische Fernsehen SVT berichtete, wurde das Team von Trainer Janne Andersson in der Nacht per Charterflieger ausgeflogen. Die schwedischen Fußball-Fans wurden in der Nacht zu ihren Hotels eskortiert. Ihnen wurde nahegelegt, keine schwedischen Flaggen in der Öffentlichkeit zu zeigen. Gleichzeitig erhielten sie das Angebot, bei ihrer Rückreise zum Flughafen eskortiert zu werden.

Am Tatort sammelten Ermittler am Abend bereits Spuren.
Am Montagabend eröffnet der 46-jährige Tunesier Abdesalem A. aus dem Brüsseler Bezirk Schaerbeek das Feuer im Zentrum von Brüssel. Zwei Menschen werden dabei getötet, es gibt mehrere Verletzte. Augenzeugen berichten, dass der Angreifer „Allahu Akbar“ rief und wild um sich schoss, nachdem er mit einer Kriegswaffe vom Typ Kalaschnikow von seinem Roller gestiegen war.
Die beiden Todesopfer sind Schweden und trugen ein Trikot ihrer Nationalmannschaft. Am Abend fand das Fußballspiel Belgien gegen Schweden in Brüssel statt.
Das Spiel zwischen den beiden Nationalmannschaften wurde zur Halbzeit abgebrochen. Die Zuschauer wurden dazu angehalten, im Stadion zu bleiben. Dort brachen, in Solidarität mit den schwedischen Opfern, „Sweden“-Sprechchöre aus. Andere Zuschauer versanken in Trauer, wie Bilder zeigen.


Zahlreiche Beamte sind schwerbewaffnet im Brüsseler Stadtgebiet im Einsatz.
Belgien hatte in der Nacht auf Dienstag die höchste Terrorwarnstufe ausgerufen. Menschen wurden dazu aufgefordert, ihr Haus nicht zu verlassen. Wie der französische Innenminister Gérald Darmanin mitteilte, wurden temporär Grenzkontrollen zwischen Frankreich und Belgien eingerichtet.
Islamistisches Tatmotiv bestätigt
Nach dem Angriff floh der Schütze auf seinem Roller. In einer später auf Social Media veröffentlichten Videoaufnahme bekannte er sich zur Terrormiliz „Islamischer Staat“ und prahlte mit der Tötung von „Ungläubigen“. Über jene Geständnisvideos berichten auch belgische und französische Medien wie Le Figaro, RTBF oder sudinfo.
In einer erschütternden Botschaft erklärte er, dass er „zur Rache für die Muslime“ geschossen habe und dass man „für seine Religion lebt und stirbt“. Der Facebook-Account des Täters zeigt zahlreiche Fotos, die Bezug auf Palästina und Al-Aqsa nehmen. In einem weiteren Beitrag teilt der mutmaßliche Täter mit, ein in den USA getötetes palästinensischstämmiges Kind rächen zu wollen.
NIUS zeigt das mutmaßliche Bekennervideo des Täters:
In dem Video lobpreiste der mutmaßliche Täter den „Islamischen Staat“. Er erklärte, dass er für seine Religion sterben würde und bittet um die Gnade Gottes. In einem zweiten Video, das mutmaßlich vor der Tat aufgezeichnet wurde, sagt der Täter: „Freut euch, ihr Feinde Allahs, denn jede Hand, die sich gegen unsere Religion und unser Land richtet, wird ausgerottet, so Allah der Allmächtige will.“
Trauerbekundung aus Frankreich und von der EU
„Vor ein paar Minuten war es Brüssel, das erneut von einem islamistischen Terroranschlag getroffen wurde, der in dem Moment, in dem ich mit Ihnen spreche, zwei weiteren Europäern, zwei Schweden, das Leben genommen hat“, sagte Emmanuel Macron, der in Albanien unterwegs war. Parallel berichten französischsprachige Medien übereinstimmend, dass die Grenzstationen zu Belgien verstärkt abgesichert wurden, um eine Flucht des Täters nach Frankreich zu verhindern.
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nahm Anteil. Auf X schrieb sie, sie möchte ihre tiefe Trauer an den schwedischen Premierminister und die schwedische Bevölkerung richten, die bei einem feigen Angriff in Brüssel heute zwei Angehörige verloren haben. „Unsere Gedanken sind mit euch in dieser schwierigen Zeit.

Mehr NIUS:
Trump kündigt „vollumfänglichen Sieg“ gegen Iran innerhalb von 14 Tagen an
Britische Times deckt auf: Polizei wollte Henry Nowak nach seinem Tod als Angreifer darstellen
Militär meldet Raketen aus Iran und dem Jemen: Israel schlägt gegen Iran zurück
Europas Institutionen räumen die Identität ab
USA: Libanon und Israel wollen Waffenruhe umsetzen
Deutschland fällt bei Wahl in UN-Sicherheitsrat durch
Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion an
„I can't breathe“: Bodycam-Video zeigt die grausamen letzten Minuten von Henry Nowak
Mehr NIUS:
Europas Institutionen räumen die Identität ab
USA: Libanon und Israel wollen Waffenruhe umsetzen
Deutschland fällt bei Wahl in UN-Sicherheitsrat durch
Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion an
„I can't breathe“: Bodycam-Video zeigt die grausamen letzten Minuten von Henry Nowak
Iran setzt Gespräche mit den USA aus: Mullahs planen Komplett-Blockade der Straße von Hormus
Jill Biden spricht über den kognitiven Abbau ihres Ehemanns: „Er war derselbe – die Essenz desselben Joe Biden“
Paris: Ausschreitungen und Vandalismus nach Champions-League-Finale
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare