Die zehn größten Seltsamkeiten am Mordanschlag auf Donald Trump
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Nur eine Kopfbewegung rettete Donald Trump das Leben: Der republikanische Präsidentschaftskandidat entging bei einem Wahlkampfauftritt am 13. Juli um Haaresbreite dem Tod. Dem Anschlag vorangegangen war eine Fehlerkette, die so unglaublich ist, dass Experten und Kommentatoren im US-Fernsehen übereinstimmend konstatieren: Hier kann nur ein kolossales Versagen oder eine Komplizenschaft der Sicherheitskräfte vorliegen. NIUS hat die zehn seltsamsten Unstimmigkeiten rund um den Vorfall gesammelt.
1. Thomas Matthew Crooks ist gerade einmal 20 Jahre alt, schafft es am 13. Juli aber problemlos, eine Leiter an ein Gebäude zu legen, vor den Augen der Scharfschützen des Secret Service hinaufzuklettern und sich mit einem Gewehr 26 Minuten lang auf die Lauer zu legen, während ein US-Präsidentschaftskandidat gerade einmal 137 Meter entfernt auf einer Wahlkampfveranstaltung spricht.
Unglaublich: Laut CBS News haben Scharfschützen aus dem Gebäude heraus beobachtet, wie Crooks das Gebäude untersuchte, einen Entfernungsmesser herausholte und später mit einem Rucksack zurückkam. „Einer der Scharfschützen im Inneren des Gebäudes, sah, wie Crooks draußen stand und zum Dach hinaufschaute“, berichtete CBS.
Polizist stellte Crooks zur Rede
2. Lange bevor Crooks das Feuer eröffnet, klettert ein Polizist der örtlichen Sicherheitskräfte tatsächlich aufs Dach und stellt den Attentäter zur Rede. Als dieser ihn bedroht, tritt der Polizist den Rückzug an. Verständlich, Crooks hält ein Gewehr in den Händen. Der US-Sender CBS berichtet, der Polizeibeamte habe den Verdächtigen per Funk an den Kommandoposten übermittelt. Doch warum handelten die Scharfschützen dann nicht, schalten Crooks nicht unverzüglich aus, und vor allem: Warum wurde Trump nicht sofort von der Bühne geholt?
3. Auch mindestens zwei anwesenden Trump-Anhänger alarmierten nach eigenen Aussagen die in der Nähe befindlichen Polizeibeamten und den Secret Service, nachdem sie den Schützen mit einer Langwaffe auf dem Dach herumkriechen gesehen hatten. Beide gaben an, den Schützen mindestens zwei Minuten vor Beginn der Schießerei entdeckt und gemeldet zu haben. Doch warum reagierte man auch darauf nicht?
4. Videoaufnahmen zeigen, dass die Scharfschützen des Secret Service etwa 40 Sekunden bevor Crooks schoss, begannen, durch die Zielfernrohre ihrer Gewehre zu schauen. Doch warum feuerten sie erst ab, nachdem Crooks geschossen hatte?
5. Laut New York Times berichtet der Sprecher des Secret Service, Anthony Gugliemi, das Gebäude, von dem aus Thomas Matthew Crooks auf Trump geschossen habe, habe sich „außerhalb des ausgewiesenen Geländes“ der Kundgebung befunden und sei daher von den örtlichen Strafverfolgungsbehörden und nicht von Agenten des Secret Service gesichert worden. Doch warum, wo es doch laut Medienberichten gleichzeitig als „bekannte Schwachstelle mit hoher Priorität“ eingestuft worden war?
„Schräges Dach ist ein Sicherheitsfaktor“
Am Dienstag enthüllte die Chefin des Secret Service, Kimberly Cheatle dann wirklich bizarren Grund, warum ihre Behörde es versäumt hat, einen Agenten auf dem Dach zu positionieren: „Dieses Gebäude hat an seinem höchsten Punkt ein schräges Dach. Es gibt also einen Sicherheitsfaktor, der berücksichtigt werden muss, dass wir niemanden auf ein schräges Dach stellen wollen“, sagte sie in einem Interview mit ABC News.

Secret Service Chefin Kimberly Cheatle
6. Zahlreiche Ex-Secret-Service-Agenten berichten von den Vorbereitungen auf derartige Hochsicherheits-Veranstaltungen: Normalerweise wird das Gelände lange vor dem Auftritt inspiziert, eine Attrappe für die Schutz-Person wird aufgestellt, um alle denkbaren Schusslinien im Blick zu haben. Auch werden normalerweise auf allen Dächern in einem bestimmten Umkreis Scharfschützen platziert. In diesem Fall jedoch befanden sich die Scharfschützen offenbar in dem Gebäude, auf das Crooks kletterte – also unter ihm. Doch warum wurden sie nicht auf dem Dach platziert, wo man einen deutlich besseren Überblick gehabt hätte?
7. Attentäter Thomas Matthew Crooks war einerseits politisch so radikal, dass er einen Mordversuch unternommen hat – aber offenbar nicht radikal genug, um jemals in seinem Leben politische Texte oder Kommentare auf einer Social-Media-Seite zu veröffentlichen. Er schrieb kein Manifest und hinterließ keinen Abschiedsbrief mit einem Hinweis auf sein Motiv.
FBI schafft es nicht, Handy zu dekodieren
8. Crooks letzte und einzige politische Handlung, bevor er versuchte, den republikanischen Kandidaten zu töten, war, sich als Republikaner registrieren zu lassen. Gleichzeitig berichten ehemalige Weggefährten in den US-Medien, dass er eingefleischter Coronamaßnahmen-Verfechter war und selbst nach Ende der Pandemie noch mit Mund-Nasen-Schutz umherlief. Höchst ungewöhnlich für einen Republikaner, die dafür bekannt sind, Corona-Maßnahmen nicht allzu ernst zu nehmen.
9. Mehrere US-Medien berichten, dass das FBI es bislang nicht geschafft hat, Crooks Handy zu dekodieren. Doch wie ist es möglich, dass Geheimdienst-Profis nicht in der Lage sind, sich Zugang zum Handy eines 20-Jährigen zu verschaffen? Spekulationen, man habe in Wirklichkeit Details gefunden, die man verheimliche, machen bereits die Runde.
10. Thomas Matthew Crooks ist in den sozialen Medien bislang nicht in Erscheinung getreten. Zumindest ist nichts von ihm bekannt. Ein 20-jähriger junger Mann komplett ohne digitale Spur – ein höchst seltenes und deshalb seltsames Phänomen.
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