Diese ungewöhnlichen Pronomen kann man auswählen, wenn man sich bei Kamala Harris bewirbt
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Die Präsidentschaftskampagne von Kamala Harris ist in vollem Gange, die demokratische Partei braucht Verstärkung und rekrutiert auf ihrer Website Mitarbeiter für den Wahlkampf. Gebraucht werden etwa Datenanalysten, Umfrage-Spezialisten und Videoproduzenten.
Das Besondere: Die Bewerber sollen nicht nur einen Lebenslauf und persönliche Angaben einreichen, sondern auch auswählen, mit welchen Pronomen sie angesprochen werden möchten. Neben der naheliegenden Wahl „He/him“ und „She/her“ können sie auch eine Reihe anderer Pronomen wählen. Diese lauten:
- They/them
- Xe/xem
- Ze/hir
- Ey/em
- Hir/hir
- Fae/faer
- Hu/hu

Das Feld der Geschlechter ist für die Demokraten weit: Website für Bewerber.
Was bedeuten diese Worte, die auch dem durchschnittlichen Amerikaner nicht geläufig sein dürften? Es handelt sich dabei um sogenannte Neopronomen. Sie werden anstelle von „er/sie“ verwendet, wenn jemand sich nicht als eindeutig männlich oder weiblich identifiziert. In der linken Trans-Szene ist es üblich, zur Begrüßung „seine Pronomen“ zu nennen, damit das Gegenüber die richtige Ansprache wählt.
Xe ging heute einkaufen
Die korrekte Anwendung wirkt kompliziert, dennoch versprechen zahlreiche Websites, dass die Neopronomen einfacher sind, als es auf den ersten Blick scheint. Laut der Website LGBTQIA-Wiki dekliniert man beispielsweise „xe“ wie folgt:
Nominativ: Xe ging heute einkaufen.
Akkusativ: Ich traf xem heute.
Possessiv: Xe führte heute xyr Hund aus.
Das mag ungewöhnlich erscheinen, passt aber zu einer Partei, die ihre Bewerber nicht nur danach fragt, welche Sprachen sie sprechen und wie viele Jahre Berufserfahrung sie mitbringen, sondern auch wissen will: „Was würden Sie zum Aufbau einer vielfältigen Kultur beitragen?“

Harris und ihr Vize Tim Walz haben Spaß bei einer Wahlkampfveranstaltung in Las Vegas.
Wie wichtig den Demokraten Diversität innerhalb des Wahlkampf-Teams ist, betont das Team am Ende des Bewerbungsbogens. Dort sollen die Bewerber angeben, welchem Gender (Geschlecht) und welcher Rasse sie angehören. Die Angaben sind freiwillig und fließen laut Website nicht in den Bewerbungsprozess ein. Zur Auswahl stehen folgende Rassen:
- Hispanic or Latino
- White
- Black or African American
- Native Hawaiian or Other Pacific Islander
- Asian
- American Indian or Alaska Native
- Two or More Races

Die Rassen, die zur Auswahl stehen, mit exakter Definition.
Es folgt eine weitere „optionale Diversity-Umfrage“, bei der erneut das Gender und die Rasse abgefragt werden. Die Frage „Wo kommst du her?“ erfreut sich bei den Demokraten offenbar großer Beliebtheit. Schließlich werden die Bewerber gefragt: „Identifizieren Sie sich als Mitglied der LGBTQIA+-Community? Identifizieren Sie sich als Mitglied der Behinderten-Community?“
Ob all das Kamala Harris nutzen und xyr Wahlkampf in Schwung bringen wird, müssen die Amerikaner entscheiden – spätestens am Tag der Wahl, dem 5. November.
Mehr zum Thema: Elitär, woke, opportunistisch: Wer ist Kamala Harris?
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Pauline Voss
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