Nach „großartigem“ Treffen mit Selenskyj in Mar-a-Lago: Trump verkündet, dass Friedensplan für die Ukraine näher rückt
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In Florida haben sich US-Präsident Donald Trump und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj optimistisch über den Stand der Verhandlungen zu einem Ende des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine geäußert. Bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago in Florida räumten sie jedoch ebenfalls ein, dass schwierige Fragen, vor allem territorialer Natur, noch offen sind. Kurz vor dem Treffen hatte Trump mit Russlands Präsident Wladimir Putin telefoniert.
Trump beschrieb das Treffen als „fantastisch“ und betonte: „Ich denke, wir sind in der Endphase der Gespräche.“ Er bescheinigte sowohl Selenskyj als auch Putin ein ernsthaftes Interesse an einer Einigung. „Ich denke schon, dass wir die Grundlage für eine Einigung haben“, sagte der US-Präsident. Im Falle eines Abkommens versprach er der Ukraine „starke“ Sicherheitsgarantien, an denen sich auch europäische Staaten beteiligen sollen. „Russland wird helfen“, ergänzte Trump mit Blick auf den Wiederaufbau. „Russland will, dass es mit der Ukraine vorangeht.“

Der ukrainische Präsident traf am Sonntag auf Trumps Anwesen in Mar-a-Lago ein.
Selenskyj sprach ebenfalls von einer „großartigen Diskussion“. Er erklärte, das Problem der Sicherheitszusagen für die Ukraine sei „zu 100 Prozent“ gelöst, während Trump vorsichtiger von „95 Prozent“ sprach. Die Gespräche drehten sich um eine überarbeitete Version eines US-Friedensplans, der aus einem ursprünglich russlandnahen 28-Punkte-Entwurf hervorgegangen war. Darin vorgesehen ist unter anderem ein Einfrieren der aktuellen Frontlinien sowie die Schaffung einer entmilitarisierten Pufferzone im Osten – das bisher größte territoriale Zugeständnis Kiews.
Der Donbass spielt eine Schlüsselrolle
Offen bleibt vor allem der Status der Donbass-Region, die Russland vollständig für sich beansprucht. Kreml-Berater Juri Uschakow bekräftigte vor dem Treffen: „Um (den Konflikt) zu beenden, muss Kiew eine mutige Entscheidung treffen.“ Er betonte zudem, dass Putin und Trump eine von Ukraine und der EU vorgeschlagene kurzfristige Waffenruhe ablehnen, da sie den Krieg nur verlängern würde.
Während der Gespräche in Florida schalteten sich europäische Staats- und Regierungschefs per Telefonkonferenz zu, darunter Bundeskanzler Friedrich Merz, Frankreichs Präsident Emmanuel Macron und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. Von der Leyen sprach anschließend von „guten Fortschritten“ und unterstrich: „Entscheidend für diesen Prozess ist es, von Tag eins an eiserne Sicherheitsgarantien zu haben.“

Am Wochenende hatte Moskau erneut zivile Ziele in der Ukraine angegriffen. Hier beseitigt ein Mann Schutt nach einem Drohnenangriff
Trotz der positiven Töne blieb ein konkreter Durchbruch aus. Trump warnte, dass ohne Einigung die Kämpfe „für eine lange Zeit“ weitergehen könnten. Russland setzte unterdessen seine Angriffe fort, darunter massive Raketen- und Drohnenattacken auf Kiew und andere Städte am Wochenende. Selenskyj sieht darin ein Zeichen, dass Moskau den Krieg nicht beenden will. Die Verhandlungen sollen im Januar fortgesetzt werden, möglicherweise in Washington. Am heutigen Montag wartet auf Trump bereits das nächste wichtige Treffen in Mar-A-Lago bereits den nächsten Gast: Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wird erwartet.
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