Feiert der kleine Kfir (1) seinen Geburtstag in Freiheit? Oder platzt der Geisel-Deal in letzter Minute?
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Die Hamas im Gazastreifen stimmt laut Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu bestimmten Teilen der Vereinbarung über eine Waffenruhe und die Freilassung von Geiseln nicht zu. Die Islamistenorganisation wolle „in letzter Minute Zugeständnisse erpressen“, ließ er am Morgen über sein Büro mitteilen. Das israelische Kabinett werde erst dann über den Deal entscheiden, „wenn die Vermittler Israel mitteilen, dass die Hamas alle Elemente des Abkommens akzeptiert hat“. Die ursprünglich für 10:00 Uhr (MEZ) angesetzte Sitzung wurde daher verschoben.
Unter den Geiseln ist ein einjähriges Kind
Unter den Geiseln der Hamas befindet sich auch die Familie Bibas: „Shiri Bibas, 32, und ihre beiden Jungen, Ariel, 4, und Kfir, damals 9 Monate, wurden am 7. Oktober von Hamas-Terroristen aus ihrem Haus im Kibbuz Nir Oz entführt. Ihr Ehemann, Yarden Bibas, 34, wurde separat als Geisel genommen“, berichtete die Times of Israel. Die Großeltern der Kinder, die ebenfalls im Kibbuz Nir Oz lebten, wurden bei dem Angriff brutal von den Terroristen ermordet.

Die Familie Bibas. Links im Bild: der kleine Kfir.
Kfir verbrachte bereits seinen ersten Geburtstag in Geiselhaft und steht kurz davor, am kommenden Samstag, zwei Jahre alt zu werden. Doch es gibt Hoffnung: Laut CNN soll Kfir gemeinsam mit seiner Mutter Shiri unter den Geiseln sein, deren Freilassung durch den angekündigten Deal ermöglicht werden könnte. Sein Vater, Yarden Bibas, ist jedoch nicht Teil der Vereinbarung und bleibt vorerst weiterhin in den Händen der Hamas.

Videos vom Pogrom am 7. Oktober zeigten die Mutter mit ihren Kindern, mit den auffällig roten Haaren.
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Beide Seiten schieben sich die Schuld zu
Netanjahus Büro beschuldigte die Hamas, eine Krise in den Verhandlungen verursacht zu haben. Diese Darstellung wies die Hamas zurück. Issat al-Rischk, Mitglied des Hamas-Politbüros, erklärte auf Telegram, die Organisation unterstütze die von den Vermittlern angekündigte Waffenruhevereinbarung.
Ein weiterer Grund für die Verzögerung der Kabinettssitzung soll laut dem israelischen Sender Kan darin liegen, dass der Finanzminister Bezalel Smotrich Netanjahu noch nicht informiert habe, ob seine Partei die Regierung aus Protest gegen das Abkommen verlassen werde.
In Katar werden laut israelischen Angaben noch letzte Details der zuvor von Katar und den USA angekündigten Waffenruhe im Gazastreifen ausgearbeitet. Nach Angaben der israelischen Nachrichtenseite Ynet handelt es sich dabei um «technische Details», wie die genaue Zusammensetzung der Liste der palästinensischen Häftlinge, die aus israelischen Gefängnissen freikommen sollen.
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