„Fick die Polizei“, „Österreich du Nazi“ & Solidarität mit der Terroristin Lina E. – das ist die linksextreme Spitzenkandidatin der Grünen
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Die Spitzenkandidatin der Grünen in Österreich steht im Zentrum einer Verleumdungsaffäre. Sie soll Lügen und falsche Gerüchte über Freunde und Parteikollegen verbreitet haben. Doch damit nicht genug: NIUS liegen Screenshots vor, die zeigen, wie eng verbunden Lena Schilling mit der linksextremistischen Szene ist. Unter anderem solidarisierte sich die 23-Jährige mit der deutschen Terroristin Lina E. und begrüßte Parolen wie „Fick die Polizei“ oder „Österreich du Nazi“.
Für Lena Schilling gab es schon einmal bessere Tage. Die Spitzenkandidatin der österreichischen Grünen für die Europawahl steht derzeit im Fokus unangenehmer Vorwürfe, die der Standard am 7. Mai publik gemacht hatte. Mehrere Personen werfen Schilling vor, falsche Gerüchte verbreitet und damit „viele Menschen verärgert oder verletzt und einige sogar in existenzbedrohende Schwierigkeiten gebracht“ zu haben. Mittlerweile wurde sie sogar wegen Verleumdung anzeigt.
Grünen-Parteichef Werner Kogler tat die Vorwürfe in einer Pressekonferenz zwar als „anonymes Gemurkse und Gefurze“ ab. Doch die Standard-Recherche spricht für sich. Das Blatt berief sich auf zahlreiche eidesstattliche Versicherungen, Akten, Chats und Gespräche mit rund 50 Personen, die ein eindeutiges Bild zeichnen.

Lena Schilling steckt derzeit in Erklärungsnot.
Schilling soll beispielsweise im privaten Umfeld fälschlicherweise behauptet haben, es sei beim linksintellektuellen Ehepaar Bohrn Mena zu häuslicher Gewalt gekommen, woraufhin Veronika Bohrn Mena ihr Kind verloren habe. Der Standard zitiert weiter aus dem Umfeld der 23-Jährigen: „Schilling habe ein problematisches Verhältnis zur Wahrheit, spiele Personen gegeneinander aus und hinterlasse verbrannte Erde.“
Zweifelhaftes Verhältnis zur linksextremen Szene
Doch die Probleme könnten für die junge Politikerin, die als Frontfrau von „Fridays for Future“ in Österreich bekannt wurde und im Januar 2024 von den Grünen als Spitzenkandidatin für die Europawahl installiert wurde, noch größer werden. Denn in der öffentlichen Berichterstattung ist ihr zweifelhaftes Verhältnis zum Extremismus bislang nicht thematisiert worden. NIUS liegen Screenshots des Instagram-Accounts der gebürtigen Wienerin vor („lena.ats“), die dokumentieren, wie eng sie mit der linksextremen Szene verbunden ist.
In den sozialen Netzwerken folgt sie der Autonomen Antifa Wien („antifa_w“), die sich selbst als „linksradikale Gruppe aus Wien“ beschreibt und für ihre Gewaltbereitschaft bekannt ist. Zahlreiche Posts der Gruppe hat Schilling über die vergangenen Jahre mit einem „Gefällt mir“ versehen. Die Aussagen finden damit also ihre Zustimmung. Die schiere Zahl der Likes sowie der lange und bis heute andauernde Zeitrahmen der Gefallensbekundungen deuten auf eine grundlegend positive Einstellung gegenüber der linksextremen Szene hin.

Lena Schilling folgt der linksextremen Gruppierung schon seit längerem auf Instagram.
NIUS listet zahlreiche weitere Beispiele auf:
Lena Schilling solidarisierte sich etwa mit der deutschen Linksterroristin Lina E., die im Mai 2023 in Dresden zu einer Freiheitsstrafe von fünf Jahren und drei Monaten verurteilt wurde, weil sie Mitglied einer kriminellen Vereinigung war und an Überfällen auf Privatpersonen beteiligt war. „Dieser Staat ist kriminell“, heißt es auf einem Transparent, das auf dem Instagram-Post zu sehen ist.

Einen Tag vor dem Weihnachtsabend 2021 drückte sie ihre Zustimmung für den Kommunismus aus. „All we want for Christmas is full communism“ steht auf einem Bild der linksextremen Antifa-Gruppe.

Ende Januar dieses Jahres likte sie das Bild eines Demo-Plakates: „Österreich du Nazi“.

An anderer Stelle gefiel ihr der Spruch „Fuck the police“, also „Fick die Polizei“.

Für den politischen Gegner scheint Schilling nicht viel mehr als Hass übrig zu haben. Der 23-Jährigen gefiel ein Graffiti mit der Aufschrift: „Die FPÖ soll der Blitz beim Scheißen treffen.“

An anderer Stelle gefallen ihr Zitate von Che Guevara oder Karl Marx, die die Antifa-Gruppe postet.
NIUS fragte nach
NIUS konfrontierte sowohl die Grünen als auch Lena Schilling mit den Instagram-Posts. Steht die Spitzenkandidatin für die Europawahl noch immer hinter ihren Likes, etwa beim Thema „Österreich du Nazi“ oder „Fuck the police“? Solidarisiert sie sich weiterhin mit der Linksextremistin Lina E.? In welchem Verhältnis steht die Nachwuchspolitikerin zur Gruppe „Autonome Antifa Wien“? Hat sie in den vergangenen Jahren Veranstaltungen und Demonstrationen der Gruppe besucht? Will sie weiterhin den Kommunismus einführen? Und wie bewertet ihre Partei das Ganze?
Sowohl Lena Schilling als auch die Grünen beantworteten einen entsprechenden Fragenkatalog nicht.
Im Europarlament sitzen die Grünen aus Österreich und Deutschland gemeinsam in einer Fraktion. Fraktionsvorsitzende von „Die Grünen/Europäische Freie Allianz“ ist die deutsche Politikerin Terry Reintke. NIUS fragte auch hier nach. Haben die europäischen Grünen ein Problem mit den Likes der jungen Wienerin? Sieht man die Verbindung der österreichischen Spitzenkandidatin ins linksextremistische Milieu als problematisch an? Auch hier bleibt eine Antwort aus.
Vor wenigen Jahren posierte Terry Reintke noch selbst mit einer Flagge der linksextremen Antifa im EU-Parlament:

Die Grünen-Politikerin Terry Reintke (2.v.l.) zeigt im EU-Parlament die Antifa-Flagge.
Die österreichische Luisa Neubauer gerät unter Druck
Wie also passt nun das Like-Verhalten der 23-jährigen Lena Schilling auf Instagram mit dem Bild der aufstrebenden, bürgerlichen Politikerin zusammen? Schilling wurde in Österreich schon im zarten Alter von 17 Jahren als Gesicht von „Fridays for Future“ bekannt. In der Alpenrepublik nahm sie schnell die Rolle ein, die in Deutschland Luisa Neubauer ausübt. Sie war in zahlreichen Talkrunden präsent, nahm an Gesprächsrunden teil und warnte vor der Klimakatastrophe. Viele Politiker des linken Spektrums umgarnten sie. Für das nach der Matura (Abitur) begonnene Politikwissenschaftsstudium an der Universität Wien blieb kaum Zeit.
Nun jedoch kommen Anschuldigungen ans Licht, die sie schwer beschädigen. Die böswilligen Unterstellungen von ihr gegenüber dem Ehepaar Bohrn Mena waren nicht die einzigen Unwahrheiten, die sie laut Standard verbreitete. In anderen Fällen soll sie eine Belästigung durch einen Medienvertreter erfunden haben und sich eine Liebesbeziehung mit einem Fernsehjournalisten ausgedacht haben. Minderjährige Mitstreiterinnen hätten das Gefühl geäußert, Schilling habe sie gegeneinander ausgespielt, um ihre eigene Macht zu zementieren.
Die NIUS vorliegenden Screenshots ihrer Instagram-Likes zeigen jedenfalls: Gesetzt den Fall, Schilling tritt bis zum 9. Juni nicht zurück und die Grünen brechen in den Umfragen nicht noch dramatisch ein, zieht eine junge Politikerin ins Europaparlament ein, die eng mit der linksextremen Szene verflochten ist und mit ihr sympathisiert.
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Björn Harms
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