Gefechte an der israelisch-libanesischen Grenze: Israel beschießt Hisbollah-Ziele
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In Israel und den umliegenden Nachbarstaaten eskaliert die Lage weiter. Die israelische Armee und die Terrormiliz Hisbollah liefern sich im Libanon Grenzgefechte. Unterdessen soll bis Freitag eine Hilfslieferung aus Ägypten im Gazastreifen ankommen.
In den vergangenen Stunden kam es zu Gefechten im israelisch-libanesischen Grenzgebiet. Mehrere Raketen seien auf Israel abgeschossen worden, berichtete die israelische Armee. Daraufhin habe sie im Nachbarland eine Terrorzelle der Hisbollah „eliminiert“. Kampfjets griffen mehrere Ziele an.
Nach dem Großangriff der Hamas am 7. Oktober auf Israel hatte die libanesische Hisbollah-Miliz ihre „Solidarität“ mit der Terrororganisation erklärt. International wird ein Eingreifen weiterer Länder in den Krieg befürchtet.
Israel setzt derweil seine Luftangriffe auf Ziele im Gazastreifen fort. Bei einem Luftangriff der israelischen Streitkräfte auf den südlichen Gazastreifen sollen am Mittwoch in Khan Younis mehrere Menschen getötet und verletzt worden sein, berichtete Al Jazeera. In den sozialen Netzwerken kursieren Videos, auf denen Kinderleichen zu sehen sind, die durch den Angriff in Khan Younis getötet worden sollen. Eine Bestätigung durch israelische Behörden gab es nicht.
Israel und die USA haben jedoch mittlerweile offiziell bestätigt, dass der Angriff auf das Al-Ahli-Krankenhaus im Gazastreifen durch eine fehlgeleitete Rakete der Hamas zustande kam.

Ein palästinensischer Mann sitzt vor einem zerstörten Haus nach einem Luftangriff am Mittwoch.
Es soll zu Hilfslieferungen in den Gazastreifen kommen
Unterdessen haben die USA und Ägypten ein Abkommen über Hilfslieferungen in den Gazastreifen geschlossen. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi, den am Mittwoch auch Kanzler Olaf Scholz zu Gesprächen besuchte, hat zugestimmt, den Grenzübergang Rafah an der Grenze zum Gazastreifen zu öffnen, um bis zu 20 Lastwagen mit Hilfsgütern in den Gazastreifen zu lassen. Dies geschah nach dem Besuch von US-Präsident Joe Biden in Israel. Biden erklärte, die Hilfslieferungen könnten ab Freitag ankommen.

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) besuchte am Dienstag Ägyptens Staatschef Abdel Fattah al-Sisi
Es wurde jedoch nicht erwähnt, ob auch Menschen den Gazastreifen über Rafah verlassen könnten. Von Reportern zu dieser Möglichkeit befragt, sagte Biden: „Wir werden die Menschen rausbringen, aber ich werde jetzt nicht ins Detail gehen.“ Biden wirkte beim offiziellen Pressetermin mit Netanyahu müde und angeschlagen.
Am Donnerstag wird der britische Premierminister Rishi Sunak zu einem Kurzbesuch in Israel erwartet. Er will unter anderem Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu und Präsident Izchak Herzog treffen.
Auch die deutsche Außenministerin Annalena Baerbock ist angesichts des Gaza-Kriegs zu einer neuen Runde von Krisengesprächen nach Jordanien, Israel und Libanon geflogen. Vor ihrer Reise nach Jordanien versicherte die Grünen-Politikerin am Donnerstag Israel die „unverbrüchliche Solidarität“ der Bundesregierung. „Der Kampf gilt der Hamas, nicht der palästinensischen Zivilbevölkerung“, sagte sie.
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