+++ Iran droht Israel mit Vergeltung +++ Geiseln in desaströsem Zustand +++ Datum der Rafah-Offensive steht
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Vor sechs Monaten überfiel die islamistische Terrorgruppe Hamas Israel, entführte über 200 Menschen, vergewaltigte Frauen und ermordete Zivilisten.
Als direkte Reaktion auf den barbarischen Angriff startete das israelische Militär eine Bodenoffensive im Gaza-Streifen. Tausende von Hamas-Kämpfern wurden getötet, Terror-Infrastrukturen wurden vernichtet, einzelne Geiseln befreit.
Jetzt steht die Bodenoffensive vor einem Wendepunkt: Israel zog große Teile seines Militärs aus Gaza ab, verhandelt einen neuen Geisel-Deal und neutralisierte gezielt einige libanesische, palästinensische und iranische Terror-Funktionäre.
Die Entwicklungen im Konflikt mit dem Iran
Ein wesentlicher Grundpfeiler der iranischen Ideologie ist die Vernichtung Israels. Das Mullah-Regime protegiert hierfür Terror-Gruppen, wie die libanesische Hisbollah, die jemenitischen Huthis oder auch die irakische Saraya Al-Salam. Die eigene iranische Terror-Miliz ist die sogenannte Islamische Revolutionsgarde (IRGC).
Vorige Woche tötete ein mutmaßlich israelischer Luftschlag ranghohe Mitglieder iranischer Terror-Gruppen. Das Mullah-Regime drohte mit Vergeltung, doch bis auf minimalen Beschuss aus dem Norden durch die Hisbollah und im Süden durch vermutlich Huthis, bleibt eine Racheaktion bislang aus.
US-Geheimdienste berichteten, dass es unwahrscheinlich wäre, dass der Iran direkt angreift – eher würde das Regime seine vertretenden Milizen einsetzen und einen kombinierten Angriff aus mehreren Richtungen mit massivem Einsatz von Drohnen und Raketen vollziehen. Dieser Angriff soll voraussichtlich Ende des Fastenmonats Ramadan oder kurze Zeit darauf stattfinden.

Bei einer pro-palästinensischen Demo vergangenen Samstag in Frankfurt wird ein Foto des iranischen Führers Ali Khamenei hochgehalten.
Die Sache mit den Geiseln
Israel setzt sich vehement für die Rückkehr seiner Bürger ein, die während des grausamen Überfalls durch die Hamas am 7. Oktober entführt und seither unmenschlichen Behandlungen ausgesetzt wurden.
Der jüdische Staat und die Hamas verhandeln über die mögliche Freilassung von Geiseln. Kürzlich gab die Hamas bekannt, dass sie nicht mehr im Besitz der verhandelten Zahl lebender Geiseln ist, berichtet die Bild. Die terroristische Organisation erklärte, weniger als 40 Geiseln freilassen zu können, die in einem nicht wehrfähigen Alter und Zustand sind.
Der Rest der kranken oder alten Geiseln, die im Rahmen des Deals freigelassen werden sollten, sind vermutlich tot.
Diese Mitteilung schockierte die Familien der Entführten zutiefst, die seit über einem halben Jahr auf ein Wiedersehen mit ihren Angehörigen hoffen. Israelische Behörden bestätigten, dass die Angaben der Hamas vermutlich zutreffen und spezifizierten, dass zur Erfüllung der geforderten Anzahl möglicherweise Personen außerhalb der festgelegten Kriterien freigelassen werden müssen.
Übrigens: Das Rote Kreuz hat die entführten Israelis in 6 Monaten Gefangenschaft kein einziges Mal besucht.

Bruder der noch entführten Geisel Carmel Gat und Ehemann der inzwischen befreiten Geisel Yarden Roman-Gat, und Naama Weinberg, Cousine des in Geiselhaft ermordeten Itai Svirsky bei einem Protest für die Freilassung der Geiseln in Berlin.
Rafah: „Das wird geschehen, es gibt ein Datum“
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu hat bestätigt, dass es einen Termin für eine Offensive in Rafah im Gazastreifen gebe.
„Für den Sieg ist es erforderlich, Rafah einzunehmen und die dortigen Terrorbataillone zu eliminieren“, sagte er am Montagabend. „Das wird geschehen, es gibt ein Datum.“
Trotz der Warnungen der USA und Deutschlands vor einer großangelegten Bodenoffensive ohne vorherige Evakuierung von Zivilisten, was für US-Präsident Joe Biden eine „rote Linie“ darstellt, erhöhen rechte Koalitionspartner den Druck auf Netanjahu. Itamar Ben-Gvir, Minister für die Nationale Sicherheit Israels und Partner in Netanjahus Koalition, drohte auf der Plattform X mit politischen Konsequenzen: „Wenn der Ministerpräsident entscheiden sollte, den Krieg zu beenden, ohne einen breiten Angriff auf Rafah, um die Hamas entscheidend zu schlagen, wird er kein Mandat haben, weiter als Regierungschef zu amtieren.“
Israel erwägt vor einer Offensive die Evakuierung der Zivilbevölkerung.
Während die Zahl der zivilen Opfer steigt, scheint die Hamas nicht kapitulieren oder alle Geiseln freilassen zu wollen. Beide Schritte würden vorerst ein sofortiges Ende israelischer Militäraktionen bedeuten.
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