Irans Präsident verschwunden: Das letzte Bild im Hubschrauber!
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Es sind Nachrichten, die Schlimmes vermuten lassen. Nach einem Hubschrauberbsturz im Osten Aserbadischans gilt der iranische Präsident, Ebrahim Raisi, als vermisst. Nach Berichten staatlicher Medien am Sonntag mussten er und eine Delegation, die sich zuvor mit aserbaidschans Präsident Ilham Aliev getroffen hatten, notlanden.
Nun taucht ein Video auf, das Raisi im Hubschrauber zeigt, wenige Momente, bevor der Flug beginnt, der womöglich sein letzter gewesen war.
Innenminister Ahmad Wahidi zufolge haben die Rettungskräfte wegen des Wetters keinen einfachen Zugang zum Absturzort. Daher gebe es keine genauen Informationen über die Lage vor Ort. In den sozialen Medien wurde gemutmaßt, dass sowohl Präsident Raisi als auch Außenminister Amirabdollahian etwas zugestoßen sein könnte. Raisi war zuvor in der iranischen Provinz Ost-Aserbaidschan. Zusammen mit dem aserbaidschanischem Präsidenten Aliev weihten sie einen Staudamm ein.
An Bord des Flugzeugs sollen neben Amirabdollahian und Raisi auch Gouverneur einer aserbaidschanischen Provinz sowie der Imam einer größeren Moschee im Iran. Videos in sozialen Medien zeigen den Absturzort in Ost-Aserbaidschan in äußerst nebligen Witterungsbedingung. Einige Kommentatoren sahen darin eine mögliche Absturzursache und verwiesen auf die Gefahr von da Heliktoperflügen bei solchen Bedingungen.
Earlier today presidents #Raisi and #Aliyev met on the 🇮🇷/🇦🇿 border in an attempt to diffuse tensions between their countries.
— Thomas van Linge (@ThomasVLinge) May 19, 2024
On the way back Raisi's helicopter was forced to make a crash landing. His current status is still unknown. pic.twitter.com/CoxPy5Cci3
Enges Verhältnis zu Chamenei
Raisi wurde im August 2021 als neuer Präsident des Irans vereidigt. Der 63 Jahre alte, erzkonservative Kleriker wurde damit offiziell der Nachfolger von Hassan Ruhani, der nach zwei Amtsperioden nicht mehr antreten durfte. Als Spitzenkandidat der politischen Hardliner sowie Wunschkandidat und Protegé des obersten Führers Ajatollah Ali Chamenei hatte Raisi die Präsidentenwahl im Juni mit knapp 62 Prozent der Stimmen gewonnen.
Zahlreiche Regierungsanhänger riefen dazu auf, für Ebrahim Raisi zu beten. In dessen Heimatstadt Maschhad im Nordosten des Landes versammelten sich Dutzende Gläubige in dem zentralen Pilgerschrein, wie der staatliche Rundfunk am Sonntag berichtete.
Der 1960 in Maschad im Nordosten des Iran geborene Raisi gilt innerhalb des islamischen Systems als sehr einflussreich. Er pflegt auch ein enges Verhältnis zum obersten Führer Chamenei. Raisi war über drei Jahrzehnte in der Justizbehörde tätig, 2019 wurde er zum Justizchef ernannt. Ihm wird nachgesagt, dass er in seiner früheren Funktion als Staatsanwalt für zahlreiche Verhaftungen und Hinrichtungen politischer Dissidenten verantwortlich gewesen sei. Laut Verfassung ist Raisi nur die Nummer zwei im Land, weil Chamenei das eigentliche Staatsoberhaupt ist und auch das letzte Wort in allen strategischen Belangen hat.
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