Islamisten verhindern Film-Vorführung von „Barbie“ in Pariser Vorort
Ein Beitrag von
In der Pariser Vorstadt Noisy-le-Sec wird eine Filmvorführung von „Barbie“ unter offenem Himmel nach Bedrohungen abgesagt. Der Bürgermeister sah keine andere Möglichkeit, um die Sicherheit aller zu gewährleisten. Zuvor hatten „junge Leute“ gedroht und behauptet, dass der Film Homosexualität fördere.
Freiluftkinos sind in Frankreich im Sommer üblich und erfreuen sich großer Beliebtheit. In dem Pariser Vorort Noisy-le-Sec (Départment Seine-Saint-Denis) musste jetzt die Vorführung des neuen Barbie-Films abgesagt werden. Bürgermeister Olivier Sarrabeyrouse (Kommunistische Partei PCF) sieht die Schuld bei „jungen Leuten“, die mit der Zerstörung des Equipments drohten, da der Film „Homosexualität fördere“. Der Vorgang hat in ganz Frankreich für mediale Aufmerksamkeit gesorgt.
Film wurde per Abstimmung ausgewählt
Den Film hatten sich eigentlich die Bürger der Kleinstadt selbst ausgesucht. Zwar seien die Bedrohungen gegen die Veranstaltung nicht gegen Personen gerichtet gewesen, berichtet der Bürgermeister in einer französischen Morgensendung. Doch sie wollten das Equipment der Veranstaltung sabotieren. Er habe inzwischen Anzeige gegen unbekannt bei der Polizei erstattet, heißt es.

Bürgermeister Olivier Sarrabeyrouse
„Ich bin Bürgermeister, ich bin verantwortlich für die Sicherheit der Beschäftigten im öffentlichen Dienst und der Bevölkerung. Ich denke, alle meine Bürgermeisterkollegen, unabhängig von ihrer politischen Zugehörigkeit, hätten die gleiche Entscheidung getroffen“, betonte der Politiker.
Opposition vermutet islamistische Fundamentalisten hinter den Drohungen
Die republikanische Senatorin Valérie Boyer schrieb am Mittwoch auf X, dass „islamistische religiöse Fundamentalisten eine starke und effektive soziale Kontrolle ausüben“ und dass „der Bürgermeister dem Druck einer aggressiven Gruppe nachgibt“. Diesem Vorwurf widerspricht Sarrabeyrouse. Die Debatte sei nur noch eine „politische Instrumentalisierung durch die Rechte und die extreme Rechte“. Die französische Kulturministerin Rachida Dati kommentierte die Vorgänge auf X: „Ein weiterer schwerer Angriff auf das Programm, der Familien und Kindern eine kulturelle Aktivität vorenthält. Seit einem Jahr gehe ich entschieden gegen diese schweren Angriffe vor, die zu einer neuen Form der Kriminalität geworden sind.“ Sie impliziert damit, dass sich der Bürgermeister in seinem Bezirk einem Fundamentalismus unterworfen habe.
Das Département Seine-Saint-Denis hat mit 31,2 Prozent die höchste Migrantenquote in ganz Frankreich, schreibt das Innenministerium. Circa 60 Prozent der Bewohner haben einen Migrationshintergrund. Der Film „Barbie“ wurde übrigens in Kuwait, Algerien und dem Libanon zensiert.
Lesen Sie auch: Warum der Barbie-Film eine einzige Mogelpackung ist
Mehr NIUS:
Trump kündigt „vollumfänglichen Sieg“ gegen Iran innerhalb von 14 Tagen an
Britische Times deckt auf: Polizei wollte Henry Nowak nach seinem Tod als Angreifer darstellen
Militär meldet Raketen aus Iran und dem Jemen: Israel schlägt gegen Iran zurück
Europas Institutionen räumen die Identität ab
USA: Libanon und Israel wollen Waffenruhe umsetzen
Deutschland fällt bei Wahl in UN-Sicherheitsrat durch
Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion an
„I can't breathe“: Bodycam-Video zeigt die grausamen letzten Minuten von Henry Nowak
Mehr NIUS:
Europas Institutionen räumen die Identität ab
USA: Libanon und Israel wollen Waffenruhe umsetzen
Deutschland fällt bei Wahl in UN-Sicherheitsrat durch
Neue Eskalation: USA und Iran greifen sich in Golfregion an
„I can't breathe“: Bodycam-Video zeigt die grausamen letzten Minuten von Henry Nowak
Iran setzt Gespräche mit den USA aus: Mullahs planen Komplett-Blockade der Straße von Hormus
Jill Biden spricht über den kognitiven Abbau ihres Ehemanns: „Er war derselbe – die Essenz desselben Joe Biden“
Paris: Ausschreitungen und Vandalismus nach Champions-League-Finale
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare