Israel startet Bodenoffensive in Rafah: „Lasst die Geiseln frei oder zahlt den vollen Preis!“
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Die israelische Armee hat ihre Bodenoffensive auf Rafah im Süden des Gazastreifens ausgeweitet. Gleichzeitig werden erneut Raketen aus dem Jemen Richtung Israel abgefeuert.
Israels Armee intensiviert den Einsatz im südlichen Gazastreifen. Soldaten drangen nach Militärangaben in Rafah ein, um dort die Infrastruktur verschiedener Terrororganisationen zu zerstören. Gleichzeitig setzen israelische Streitkräfte ihre Operationen im Norden und Zentrum des Gazastreifens fort, begleitet von heftigen Luftangriffen. Verteidigungsminister Israel Katz erklärte dazu, der militärische Druck beeinflusse bereits die Position der Hamas. „Wir werden nicht aufhören, bis die Geiseln freigelassen werden“, betonte Katz gegenüber Generalstabschef Ejal Zamir.

Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz bei einem Truppenbesuch im Südlibanon.
Katz kündigte an, dass die Evakuierungen der Zivilbevölkerung aus den Kampfgebieten bald fortgesetzt würden und danach härtere Maßnahmen folgen könnten. Sollten die Geiseln nicht freigelassen und die Hamas nicht entfernt werden, drohe Gaza die „totale Zerstörung“.
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Zahlreiche Geiseln, die am 7. Oktober 2023 von palästinensischen Terrorgruppen entführt wurden, bleiben weiter in der Gewalt der Hamas. Vor dem UN-Sicherheitsrat schilderte der ehemalige israelische Gefangene Eli Sharabi eindringlich seine Erlebnisse: „Am 7. Oktober verwandelte sich mein Himmel in die Hölle.“ Hamas-Kämpfer verschleppten ihn aus seinem Haus in einem Kibbuz nahe dem Gazastreifen, wo er seine Familie zum letzten Mal sah. „Ich wusste nicht, dass ich mich für immer hätte verabschieden sollen“, erklärte er. Sharabi wurde fast 500 Tage lang in Tunneln unter unmenschlichen Bedingungen gefangen gehalten, verlor dabei über 30 Kilogramm und erfuhr erst nach seiner Befreiung, dass seine Familie von der Hamas getötet worden war.

Eli Sharabi präsentiert ein Foto von seiner Freilassung.
Raketenangriffe aus dem Jemen
Zusätzlich zur Lage im Gazastreifen verschärft sich auch die Bedrohung aus dem Jemen erneut. Israels Raketenabwehr musste jüngst eine aus dem Jemen abgefeuerte Rakete abfangen, was Warnsirenen in mehreren Regionen Israels sowie im Westjordanland auslöste. Auch in Jerusalem war Raketenalarm zu hören. Diese Angriffe stehen im Zusammenhang mit den Aktionen der Huthi-Miliz, die seit Beginn des Gaza-Krieges vor rund eineinhalb Jahren Israel immer wieder mit Raketen und Drohnen angegriffen hat.

Huthi-Anhänger bei einer Demonstration.
US-Präsident Donald Trump befürwortet die israelischen Militäraktionen im Gazastreifen. Laut Karoline Leavitt, Sprecherin des Weißen Hauses, stehe der Präsident uneingeschränkt hinter Israel und dessen jüngsten militärischen Maßnahmen. Trump habe deutlich signalisiert, dass er die Rückkehr aller Geiseln fordere, und bereits zuvor der Hamas mit drastischen Konsequenzen gedroht, falls diese nicht sämtliche Geiseln freilasse.
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