Konfus im Zoom-Call & absurde Vorwürfe gegen Musk: Verliert Joe Biden endgültig den Verstand?
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Kurz vor dem Attentat auf Donald Trump am 13. Juli hielten Dutzende Demokraten ein Zoom-Gespräch mit Joe Biden ab. Teilnehmer berichten, dass es „noch schlimmer als die Debatte“ war, die für Biden zum Desaster wurde. Derweil ergeht sich der Präsident bei X in Verschwörungstheorien.
Es sind keine guten Tage für Joe Biden. Nach dem vergeigten TV-Duell, den Ausrutschern beim NATO-Gipfel und dem Attentatsversuch, den sein Konkurrent Donald Trump um Haaresbreite überlebte, rauschen die Umfragen für die Demokraten im Keller. Die Stimmen in der eigenen Partei, die seinen Rückzug aus dem Präsidentschaftsrennen fordern, mehren sich. Langjährige Unterstützer wenden sich ab. Nun kommt auch noch heraus, dass der US-Präsident in einer Zoom-Konferenz einen verheerenden Eindruck auf die Teilnehmer machte.
Wie die New York Post berichtet, verlor der 81-Jährige während des Telefonats wiederholt den Faden und zeigte sich abweisend gegenüber den Bedenken der Demokraten bezüglich seiner Wiederwahlkampagne 2024. „Er schweifte ab; er begann eine Antwort, verlor dann seinen Gedankengang und sagte dann einfach ‚was auch immer‘. Er konnte eine Antwort wirklich nicht zu Ende bringen. Ich habe jede Menge Respekt vor ihm verloren“, berichtet ein Teilnehmer.

An Joe Biden verzweifeln mittlerweile selbst seine Parteifreunde.
„Unfähig oder unvorbereitet“
Ein Kongress-Mitglied wird dahingehend zitiert, dass Biden Bedenken in der Runde starrsinnig zurückwies und „unfähig oder unvorbereitet“ war, eine Wahlkampfstrategie zu präsentieren. Nur das Attentat auf Trump gut eine Stunde nach dem Ende des Zoom-Meetings habe die Teilnehmer davon abgehalten, Details des Anrufs durchsickern zu lassen und öffentlich gegen Biden aufzutreten.
Nach der Bedeutung der nationalen Sicherheit für die Wähler gefragt, soll Biden sogar persönlich geworden sein und seinem Gegenüber gereizt gesagt haben, dass dieser nie etwas wie er geleistet hätte wie er, der von allen Staatenlenkern als der effektivste Anführer der Welt angesehen würde. Laut der Teilnehmer beendete Biden den Zoom kurz nach 17 Uhr, nachdem er den anderen Demokraten gesagt hatte, er müsse in die Kirche gehen.
Am Mittwochabend meldete sich Biden bei X: „Ich bin krank.“ Gemeint war eine Infektion mit dem Corona-Virus. Und er ließ einen weiteren Beitrag folgen: „Elon Musk und seine reichen Kumpels versuchen, die Wahl zu kaufen. Und wenn Sie zustimmen, spenden Sie hier“. Dieser Post enthielt Fotos von Musk und Trump sowie einen Link zu einer Spendenseite für die Biden-Kampagne.

Nun macht Musk zwar keinen Hehl aus seinem Wunsch, Trump möge die Wahlen im November gewinnen und wieder ins Weiße Haus einziehen, doch dementierte er kürzlich auf seiner Plattform X die in einem Bericht des Wall Street Journal behauptete Spende in Höhe von 45 Millionen Dollar an eine politische Gruppe, die Trump unterstützt. Nicht ohne ein witziges Meme mit zwei Lebewesen, die über tierische Oberkörper und menschliche Beine verfügen: „Fake Gnus“.
Millionen „Zuckerbucks“ für Biden im Wahlkampf 2020?
Auf Bidens Vorwurf, Musk würde versuchen, „die Wahl zu kaufen“, reagierten viele Nutzer bei X mit einem süffisanten Hinweis auf die rund 400 Millionen Dollar, die der CEO von Meta (Facebook), Mark Zuckerberg, 2020 in den US-Wahlkampf 2020 investierte. „Nominell für eine Kampagne, um die Wähler zu mobilisieren, aber im Grunde genommen zur Unterstützung der Demokraten“, wie Elon Musk in einem Interview mit Tucker Carlson sagte.

Elon Musk bestreitet, Trumps Kampagne mit 45 Millionen Dollar zu unterstützen.
Zuckerberg und seine Frau spendeten im September und Oktober 2020 viele Millionen Dollar an das Center for Tech and Civic Life und das Center for Election Innovation & Research, gemeinnützige Organisationen, die sich für die Unterstützung der persönlichen Stimmabgabe einsetzen. Außerdem sollten die Mittel, jedenfalls offiziell, einen reibungslosen Ablauf der Wahl nach den 2020 geltenden Corona-Regeln gewährleisten, einschließlich persönlicher Schutzausrüstung, Desinfektion von Wahllokalen und Sicherstellung der Möglichkeit zum „social distancing“.
Republikaner warfen Zuckerberg allerdings vor, dass die „Zuckerbucks“ in Wirklichkeit von Aktivisten der Demokraten genutzt wurden. Die Zuckerberg-Gruppen sollen die universelle Briefwahl, unverschlossene und unbewachte Einwurfkästen und verlängerte Fristen gepusht haben. Angeblich konzentrierten sich die Non-Profit-Organisationen in Gebieten, die Biden gewann, und oft drei- oder viermal so viel Geld pro Wähler ausgaben wie in Bezirken, die Trump gewann. Und das in den swing states, die wahlentscheidend waren. Die Präsidentschaftswahlen 2020 wurden durch nur 42.000 Stimmen in Wisconsin, Arizona und Georgia entschieden, die Biden die nötigen Wahlmännerstimmen bescherten.
Donald Trump dürfte auch ohne eine Großspende von Elon Musk auskommen. Er und seine GOP (die republikanische Partei) sammelten allein im April 76 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden ein, Joe Biden und die Demokraten „nur“ 51 Millionen. Bidens Angriff auf Musk ist wohl eher ein Indiz für die wachsende Verzweiflung im Lager der Dems.
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