Krieg in Syrien: Islamisten erobern Damaskus, Assad bereits geflohen
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Das Assad-Regime ist gefallen: Die islamistischen Rebellen in Syrien haben die Hauptstadt Damaskus in einem am Sonntag im Staatsfernsehen ausgestrahlten Statement für „befreit“ erklärt. „Damaskus ist befreit, der Tyrann Baschar al-Assad ist gestürzt und die unterdrückten Gefangenen in den Gefängnissen des Regimes sind freigelassen worden“, sagte ein Sprecher laut CNN.

Die Islamisten übernahmen die Medienstationen.
Die Islamisten hatten am frühen Sonntagmorgen nach ihrem Einmarsch in Damaskus die staatlichen Medienbüros eingenommen. Zudem waren in Videos Kämpfer der Rebellen auf dem Gelände des syrischen Präsidentenpalastes zu sehen. In dem ansonsten menschenleeren Eingangsbereich feuerten sie feierlich Gewehre in die Luft.
Assad ist bereits geflohen
Damit nahm die 50-jährige Herrschaft der Assad-Familie ein überraschendes Ende, nachdem eine plötzliche Rebellenoffensive innerhalb von zehn Tagen durch das von der Regierung kontrollierte Gebiet in die Hauptstadt vorgedrungen war. Baschar al-Assad soll bereits mit seiner Familie geflohen sein – wohin, ist noch unklar. Die Armeeführung Syriens hat ihre Offiziere laut der Nachrichtenagentur Reuters bereits darüber informiert, dass Assads Herrschaft beendet sei.

Assad musste aus Damaskus fliehen.
Die Kämpfe zwischen Rebellen und der Armee sowie deren Verbündeten in dem seit 2011 herrschenden syrischen Bürgerkrieg waren in der vergangenen Woche unerwartet heftig wieder aufgeflammt. Die Islamisten unter der Führung der Gruppe Haiat Tahrir al-Scham (HTS) konnten mit einer Offensive viele Gebiete im Norden des Landes teils kampflos einnehmen. Der Offensive schlossen sich andere Gruppen etwa im Süden des Landes an.

Kämpfer ziehen in Hama ein.
Israel schickt Militär in die Golanhöhen
Das israelische Militär hat unterdessen Militär in die Pufferzone zwischen Israel und Syrien auf den besetzten Golanhöhen verlegt, wie es in einer Erklärung am Sonntag hieß. „Nach den jüngsten Ereignissen in Syrien, einschließlich des Eindringens von bewaffnetem Personal in die Pufferzone, hat die IDF Kräfte in der Pufferzone und an mehreren anderen Orten, die für ihre Verteidigung notwendig sind, stationiert, um die Sicherheit der Gemeinden auf den Golanhöhen und der Bürger Israels zu gewährleisten“, so die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF). Zudem versicherte die IDF: „Wir betonen, dass sich die IDF nicht in die internen Ereignisse in Syrien einmischen.“
Der Konflikt in Syrien hatte vor mehr als einem Jahrzehnt zunächst mit friedlichen Protesten begonnen. Sicherheitskräfte gingen dagegen mit äußerster Brutalität vor. Die Gewaltspirale mündete in einen Bürgerkrieg mit internationaler Beteiligung, in dem Russland, der Iran, die Türkei, Israel und die USA jeweils eigene Interessen verfolgten.
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