Standseilbahn entgleist: 15 Tote, 23 Verletzte +++ Deutsche Familie unter den Opfern von Lissabon: Vater tot, Mutter schwerverletzt, Kind (3) gerettet +++ Videos zeigen Chaos und Verzweiflung nach Katastrophe
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- Tragödie in Lissabon: Bei einem schweren Unfall mit der historischen Standseilbahn Elevador da Glória sind mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen, 23 wurden verletzt – einige davon lebensgefährlich.
- Deutsche Familie unter den Opfern: Der Vater starb, seine Frau liegt Berichten zufolge schwerverletzt im Krankenhaus, ihr 3-jähriges Kind wurde leicht verletzt gerettet
- Technisches Versagen: Berichten zufolge löste sich das Aufzugskabel, was zu einem Absturz und der Zerstörung des Waggons führte, Videos zeigen dramatische Szenen mit Schreien und Panik.
- Politische Reaktionen: Präsident Marcelo Rebelo de Sousa und Bürgermeister Carlos Moedas drückten ihr Beileid aus, die Regierung kündigte eine Untersuchung an; die Bahn, ein nationales Denkmal seit 1885, verbindet die Unterstadt mit dem lebendigen Bairro Alto.
In der portugiesischen Hauptstadt Lissabon hat sich am Mittwochabend ein schwerer Unfall ereignet: Die ikonische Standseilbahn Elevador da Glória entgleiste, dabei sind 15 Personen verstorben und zahlreiche verletzt worden. Der Vorfall, der gegen 18:00 Uhr Ortszeit stattfand und versetzte die beliebte Touristenattraktion in Schock. Feuerwehr und Rettungskräfte waren im Großeinsatz!
Unter den Opfern des Zugunglücks ist Medienberichten zufolge auch ein deutscher Familienvater. Laut dem Portal Observador war er zusammen mit seiner Frau und dem dreijährigen Sohn in der Standseilbahn unterwegs. Die Mutter überlebte schwer verletzt und liegt im Krankenhaus in kritischem Zustand. Das Kind wurde laut Bericht von einem Polizisten gerettet, kam nur leicht verletzt davon und wird nun von den Behörden betreut.
Videos zeigen dramatische Momente direkt nach der Katastrophe:
Nach Angaben des portugiesischen Portals Sapo soll sich dabei ein Kabel des Aufzugs aufgelöst haben, was den Waggon unkontrolliert abstürzen ließ. Ein Augenzeuge berichtete dort: „Der Waggon traf ein Gebäude mit brutaler Kraft und fiel auseinander wie ein Pappkarton. Er schlug mit großer Wucht auf.“ Fernsehaufnahmen zeigten den umgestürzten und schwer beschädigten Waggon, während in sozialen Medien zirkulierende Videos panische Fluchtbewegungen und dichten Staub einfingen.

Rettungskräfte und Feuerwehrmänner versorgten Verletzte und versuchten den ganzen Abend über, Personen zu evakuieren.

Die belebte Unterstadt Baixa mit dem höher gelegenen Viertel Bairro Alto.

Zahlreiche Polizisten waren am Unfallort im Einsatz.
Bahn verbindet beliebte Unterstadt mit pulsierendem Bairro Alto
Ein weiterer Zeuge erzählte dem Sender SIC von dem Schreckmoment: „Ich hörte einen lauten Knall und dann die Schreie der Menschen. Die Polizei kam, dann kamen die Krankenwagen und fingen an, die Menschen wegzubringen. Ich sah kein Blut, aber viele Menschen bewegten sich nicht, sie müssen bewusstlos gewesen sein.“ Die Zeitung Público zitierte Sprecher des Zivilschutzes, wonach einige Verletzte in kritischem Zustand seien und noch Passagiere in den Trümmern feststeckten.
Die Elevador da Glória ist eine der ältesten noch betriebenen Standseilbahnen der Stadt und seit 1885 in Betrieb. Sie transportiert bis zu 40 Personen in einer Fahrt – sitzend oder stehend. Als nationales Denkmal verbindet sie die belebte Unterstadt Baixa mit dem höher gelegenen Viertel Bairro Alto, das für sein pulsierendes Nachtleben bekannt ist und sowohl Einheimische als auch Touristen anzieht.

Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa.
Der portugiesische Präsident Marcelo Rebelo de Sousa sprach den Angehörigen der Opfer sein tiefes Beileid aus. Lissabons Bürgermeister Carlos Moedas nannte den Tag „tragisch“ für die Stadt und betonte vor Ort: „Dies war ein tragischer Unfall. Es ist eine Tragödie, wie wir sie noch nie gesehen haben.“ Die Regierung kündigte in einer offiziellen Mitteilung an, dass nach dem Abschluss der Bergungsarbeiten eine gründliche Untersuchung der Unfallursachen einsetzen werde.
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