Messerattacken auf Juden, Gruppenvergewaltigungen, Anschlagsgefahr: Eine ganz normale Woche in Europa
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Immer wieder liest man in Deutschland von schweren Gewaltverbrechen, die es in dieser Dichte vor zehn oder 20 Jahren nicht ansatzweise gab.
Ein Blick über die Grenze und ins europäische Ausland zeigt: Das ist kein exklusiv deutsches Phänomen. Überall auf dem Kontinent kommt es zu schweren Fällen von Gewalt und Anschlagsgefahren, die im Zusammenhang mit dem Reizthema Migration stehen:
Am Freitag, 1. März, wird im 20. Bezirk in Paris ein Mann mit Kippa Angriff eines tätlichen Angriffs, als er eine Synagoge verlässt. Der Angreifer schlägt auf den 61-Jährigen ein, tritt ihn, beschimpft ihn als „dreckiger Jude“ und flüchtet. Inzwischen konnte ein Tatverdächtiger ermittelt werden, der nach Informationen von Le Figaro, „für Gewalttaten, Totschlag, vor allem aber für eine antisemitische Vergangenheit“ bekannt ist.

Das jüdische Opfer beim Fernsehsender BFM TV.
Am Freitag, 1. März nimmt die Polizei in Wien 17 Tatverdächtige im Jugendlichenalter fest, die ein 12-jähriges Mädchen zwischen Februar und Juni 2023 immer wieder vergewaltigt haben sollen. Die Täter sollen das Mädchen zum Sex gezwungen, gefilmt, mit körperlicher Gewalt bedrängt und gefügig gemacht haben. Wie die Bild berichtet, sollen zudem Handyvideos der Taten angefertigt worden sein – in extra für die Taten gebuchten Hotelzimmern. Inzwischen sind die Namen von 13 Tatverdächtigen bekannt: Ahmad (15), Shaban (15), Abdul (15), Leutrim (15), Mustafa (16), Jakub (14), Sahin (15), Emir (13), Ege (14), Omar (14), Furkan (16), Harun (15) und Paridon (15).
Bereits eine Woche zuvor erschütterte der Fall von Ebadullah A. die österreichische Hauptstadt Wien. Der Asylbewerber, der 2022 nach Europa kam, soll im Bordell „126A“ drei Prostituierte mit einem Messer erstochen haben, bevor Polizisten ihn in einem Gebüsch stellen konnten. Die Tat soll er geplant und das Messer dafür gestohlen haben. Wie der Standard berichtet, könnte eine frühere Abweisung durch die Prostituierten ein potentielles Tatmotiv sein.

Der Tatverdächtige Ebadullah A., der drei Prostituierte getötet haben soll, zeigt sich inzwischen geständig.
Ebenfalls am März, 1. Februar, findet die Polizei in der Schweizer Stadt Chiasso im Kanton Tessin die Leiche eines 50-jährigen Schweizers. Ein 27-jähriger Somalier wird festgenommen, der den Mann nach ersten Erkenntnissen erstochen haben soll, wie das Portal CDC berichtet.
Am Samstag, 2. März, sticht ein 15-jähriger Jugendlicher mehrfach auf einen orthodoxen Juden in Zürich ein. Das 50-jährige Opfer wird schwer verletzt und schwebt zwischenzeitlich in Lebensgefahr. Bei dem Täter handelt es sich um einen 15-jährigen Tunesier, der 2015 eingebürgert wurde. Vor der Tat soll er „Allahu Akbar“ und „Tod allen Juden“ gerufen haben. Ermittlungsbehörden gehen inzwischen davon aus, dass es sich um einen Terroranschlag handelt. Wie die Neue Zürcher Zeitung berichtet, bekannte er sich gegenüber seinen Familienangehörigen zu den Al-Aksa-Brigaden, einer militanten palästinensischen Untergrundorganisation, und sagte, es sei seine „muslimische Pflicht“, zur Tat zu schreiten. Inzwischen ist auch ein Video aufgetaucht, in dem der 15-Jährige sich zum „Islamischen Staat“ (IS) bekennt.

Der 15-jährige Schweizer mit tunesischen Wurzeln im Video, in dem er sich zum „Islamischen Staat“ bekennt.
In der Nacht von Samstag auf Sonntag, 3. März, schlägt ein 26-jähriger Syrer in Wien-Ottakring mehrmals auf seine junge Frau ein und tritt ihr in den Bauch – obwohl die Frau im sechsten Monat schwanger ist. Die 22-Jährige kann sich in ein Lokal retten, von wo aus der Notruf gewählt wird. Wie das Portal heute.at berichtet, hat der Tatverdächtige sie bereits in der Vergangenheit geschlagen und mit dem Tod bedroht.
Ebenfalls in der Nacht von Samstag auf Sonntag, 3. März, und ebenfalls in Wien soll ein 58-jähriger Afghane seine Frau geschlagen und sie vor den Augen ihrer Kinder mit einem Küchenmesser angegriffen haben. Der Täter soll die Frau mit mehreren Faustschlägen im Gesicht traktiert und im Bauchraum schwer verletzt haben. Wie der Kurier berichtet, begann der Streit begann damit, dass der Afghane seine Frau aufforderte, ihm ihr Handy zu geben.
Am Sonntag, 3. März, nimmt die belgische Polizei im Rahmen eines Anti-Terror-Einsatzes in Belgien drei Jugendliche und einen 18-Jährigen in den Städten Charleroi, Brüssel, Lüttich und Nimove fest. Sie sollen ein in den kommenden Wochen größeres Attentat auf die Konzerthalle Salle du Botanique in Brüssel geplant zu haben. Der 18-Jährige, der ein solches Attentat laut seinen Anwälten bestreitet, wurde inzwischen dem Haftrichter vorgeführt, berichtet die Zeitung Le Soir. Die von den vier Verdächtigen ausgetauschten Nachrichten seien „so besorgniserregend, dass wir eingreifen und Durchsuchungen durchführen mussten“, sagte ein Sprecher der belgischen Bundesanwaltschaft.
Am Montag, 4. März, nehmen Ermittler in Frankreich drei weitere Jugendliche im Zusammenhang mit obigem Terrorverdacht fest – allerdings diesmal in Frankreich: Die 15- bis 17-Jährigen sollen sich zum „Islamischen Staat“ bekannt und mit den Tatverdächtigen aus Belgien in Kontakt gestanden haben. Sie „interagierten in einer Gruppe in einem sozialen Netzwerk, in der dschihadistische Propaganda ausgetauscht und Pläne für einen Anschlag besprochen wurden“, heißt es in der Zeitung Le Monde.
In der Nacht zum Dienstag, 5. März, kommt es zu drei Sprengstoffexplosionen und einer offenen Schießerei im Großraum Stockholm. Wegen der Explosionen müssen insgesamt zwölf Personen ins Krankenhaus eingeliefert werden. Ein 18-jähriger Mann wird am Abend festgenommen und sitzt nun wegen des Verdachts eines schweren Waffendelikts und versuchten Mordes in Untersuchungshaft. Außerdem nehmen Ermittler einen 14-jährigen Tatverdächtigen im Zusammenhang mit den Bombenattacken fest. Ein Zusammenhang zwischen den Taten wird geprüft. Wie Aftonbladet berichtet, vermuten Ermittler Vergeltungsdelikte, die im Zusammenhang mit der „Foxtrot“-Bande stehen, einer kurdischstämmigen Gruppierung der Organisierten Kriminalität, deren berühmt-berüchtigter Anführer Rawa Majid als „kurdischer Fuchs“ (kurdiska räven) medienbekannt ist.
Am Dienstag, 5. März, nimmt die französische Polizei einen 54-jährigen Palästinenser fest, der in der Nähe des Bahnhofs in Mulhouse im Elsass auf einen Zugreisenden mehrfach eingestochen haben soll. Wie die Polizei und Le Figaro berichten, soll der Verantwortliche sich durch das Weinen eines sechs Monate alten Babys gestört gefühlt haben und ein Elternpaar dazu aufgefordert haben, das Kind zum Schweigen zu bringen. Als dieses widersprach, zückte er ein Butterfly-Messer und stach mehrfach auf den Lebensgefährten der Mutter ein.

Der Geschädigte der Messerattacke von Mulhouse.
Am Dienstag, 5. März, findet die Polizei die Leiche einer 14-Jährigen in der Wohnung eines 26-jährigen Afghanen in Wien-Simmering. Wie die Krone berichtet, soll der Tatverdächtige das Mädchen mit Drogen in die Wohnung gelockt haben. Bevor die Schülerin wohl an einer Überdosis starb, soll der Tatverdächtige „einvernehmlichen Sex“ mit ihr gehabt haben. Der Afghane soll im Zuge der Flüchtlingswelle 2015 nach Österreich gekommen und in erster Instanz als Asylbewerber abgelehnt worden sein. Nach der Berufung hatte die Justiz subsidiären Schutz gewährt. Dieser wurde dann 2018 erstmals verlängert. Die Polizei ermittelt wegen des „bedenklichen Todesfalls“, der Afghane wird aber nicht als Beschuldigter geführt und bleibt vorerst auf freiem Fuß.
In Paris kommt es am Dienstag, 5. März, zu Straßenkämpfen afrikanischer Händler in Paris. Dabei kommen Messer, Stöcke und Benzinkanister zum Einsatz. Als die Polizei am Tatort eintrifft, findet sie zwei blutende Männer vor, einer mit Stichverletzungen in der Brust, wie Le Parisien berichtet. Der Ort des Geschehens, nahe der U-Bahn-Station Porte-de-Clignancourt, gilt als Brennpunkt, wo es immer wieder zu Auseinandersetzungen verschiedener Straßenhändlergruppen kommt.
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