Nach Vergewaltigung an 16-Jähriger in Wien: Polizei nimmt zwei Tatverdächtige fest
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Die Polizei in Wien hat zwei Tatverdächtige festgenommen, die während der Fußball-Europameisterschaft eine 16-jährige Schülerin aus Mecklenburg-Vorpommern vergewaltigt haben sollen. Wie die Bild berichtet, konnte die Polizei zwei Männer ausfindig machen, die im Verdacht stehen, das Mädchen am Abend des 25. Juni beim Spiel Österreich gegen Niederlande sexuell missbraucht zu haben.
Nach jetzigem Erkenntnisstand sollen sich die zwei Männer um 20:43 Uhr zu drei Schülerinnen im Alter von 15 und 16 Jahren gesellt haben. Diese hatten den Abend von der Lehrerin freibekommen und Aperol Spritz getrunken. Wie Bild berichtet, sollen die Männer gesagt haben: „Ihr habt wohl alle denselben Zahnarzt, weil ihr Zahnspangen tragt.“ Einer soll eine Prada-Sonnenbrille getragen, der andere mit seinem Porsche geprahlt haben. „Sie waren gleich sehr touchy“, erinnerte sich ein Mädchen später.
Der 35-Jährige konnte anhand seines Instagram-Profils identifiziert werden, wo das Kennzeichen seines Porsches zu sehen war. Beim zweiten Tatverdächtigen soll es sich um einen 34-jährigen österreichischen Staatsbürger handeln. Gegen beide Männer wird nun wegen Vergewaltigung ermittelt. Bilder von Überwachungskameras halfen ebenfalls bei den Ermittlungen.
Zahlreiche Verletzungen nach Nötigung
Die beiden Männer sollen den Schülerinnen Bier ausgegeben haben. Ein Opfer teilte gegenüber der Polizei mit, dass sie glaube, dass man ihr „etwas ins Getränk gemischt“ habe. Zwei Mädchen wurde daraufhin schlecht, sie liefen zur Toilette.
Gegen 20:53 Uhr soll dann die 16-Jährige weinend zusammengebrochen sein: „Sie hat hyperventiliert und gemeint ,Sie haben es beide getan!‘“, sagte ihre Begleiterin aus. Weiter heißt es im Polizeiprotokoll: „Sie konnte vor Entsetzen kaum sprechen. Die beiden Männer sollen sie gegen ihren Willen gefingert haben.“ Einer der Männer soll die 16-Jährige später zum Oral-Verkehr genötigt haben.

Ein Public Viewing beim Spiel zwischen Österreich und Frankreich in Wien.
Noch in der Nacht stellten Ärzte Rötungen am Po, Kratzer am Oberschenkel und Bissspuren am Hals fest. In der Nacht soll eine zweite Schülerin ausgesagt haben, dass ihr einer der Männer ebenfalls an die Brüste und zwischen die Beine gefasst habe. Die 15-Jährige gab an, sie hätten die Männer verfolgt und zur Rede gestellt. „Sie wollte Sex von uns und hat behauptet, 21 zu sein“, sollen die entgegnet haben.
Anwalt beharrt auf Unschuld
Der Wiener Anwalt Sascha Flatz vertritt den älteren Beschuldigten. Er sagte gegenüber Bild: „Mein Mandant ist unschuldig. Hier ist vielmehr eine Verletzung der Aufsichtspflicht der Lehrer zu prüfen, da die Mädchen selbst den Konsum von Alkohol eingeräumt haben.“
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