NIUS dokumentiert die schockierenden Schilderungen der israelischen Geiseln
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Am 7. Oktober 2023 überfiel die Hamas Israel und verschleppte über 240 Menschen in den Gazastreifen. Dutzende blieben bis Anfang 2025 in Gefangenschaft. Ihre Aussagen nach der Freilassung zeichnen ein klares Bild: Unter der Erde, in völliger Isolation und ständiger Angst lebten die Geiseln in absoluter Abhängigkeit der Gunst ihrer barbarischen Entführer.
NIUS dokumentiert die schockierenden Schilderungen der israelischen Geiseln:
Guy Gilboa Dalal und Evyatar David
Die israelischen Geiseln Guy Gilboa Dalal und Evyatar David sind im Zuge des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 aus Israel entführt und monatelang im Gazastreifen festgehalten worden. Nun kommen erschütternde Details über ihre Haftbedingungen ans Licht: Nach Angaben von Guys Bruder Gal Dalal wurden beide gezielt ausgehungert – mit dem erklärten Ziel, sie als abschreckende Propagandasymbole zu präsentieren.

Hamas-Propagandavideo: Evyatar wurde gezwungen sein eigenes Grab zu schaufeln.
„Jedes Mal, wenn er etwas erzählt, merken wir, dass es noch schlimmer war, als wir dachten“, sagte Gal Dalal im Gespräch mit dem israelischen Nachrichtenportal Ynet. Über dreieinhalb Monate seien die beiden Männer von der Hamas systematisch ausgehungert worden. „Die Terroristen sagten ihnen ausdrücklich, das Ziel sei, sie zu ‚Posterboys aus Haut und Knochen‘ zu machen.“ Damit würden sie zu Symbolfiguren der Schwäche und des Elends stilisiert, um propagandistische Bilder der Geiselhaft zu schaffen.
Schauen Sie hier, welche Hamas-Propaganda mit dem ausgehungerten Guy gedreht wurde:
Die Haftbedingungen beschreibt Gal als unmenschlich: Guy sei in einem winzigen Raum festgehalten worden, in dem er sich kaum habe bewegen können. „Es fällt ihm schwer, sich zu bewegen. Seine Muskeln und Knochen schmerzen Tag und Nacht. Auch wenn er steht und lächelt – er leidet sehr.“
Die psychischen Folgen der Gefangenschaft seien enorm. „Manchmal will Guy reden und verstehen, was passiert ist. Wenn er fragt, erzählt er uns ein bisschen – aber er ist noch nicht bereit, die ganze Geschichte zu teilen. Es fällt ihm sehr schwer, und wir drängen ihn nicht.“
„Er hat furchtbare Dinge beschrieben – unvorstellbares Leiden. Was diese jungen Männer durchgemacht haben, ist jenseits aller Worte. Ich bin ehrfürchtig vor der Stärke, die sie gezeigt haben, um zu überleben“, sagte Gal.
Ruthy Munder
Die Großmutter wurde zusammen mit ihrer Tochter und ihrem Enkel aus Nir Oz entführt. In einem Interview mit Channel 13, wiedergegeben von NBC News, schilderte sie, wie sie 49 Tage lang in einem stickigen Raum festgehalten wurde. Die Bedingungen in der Geiselhaft verschlechterten sich schnell und die Geiseln litten an Hunger. Sie sagte, sie sei in einem „erstickenden“ Raum festgehalten worden und habe fast 50 Tage lang auf Plastikstühlen geschlafen, wobei sie sich mit einem Laken zugedeckt habe.

(Quelle: cominghomesoon.online)
Hila Rotem-Shoshani
Hila wurde mit ihrer Mutter Raaya aus dem Kibbuz Be’eri entführt. Ihr Onkel berichtete gegenüber NBC News, Hila habe erzählt, dass sie während der Haft unter ständiger Angst und Unsicherheit litt. Manchmal wurde das Wasser knapp oder es gab kein Essen. Er sagte, sie spreche über ihre Zeit in Gefangenschaft „wie über eine Szene aus einem Film“ – ohne Emotionen, nur mit Fakten.

Adina Moshe
Die Rentnerin aus Nir Oz wurde wochenlang in völliger Dunkelheit gefangen gehalten. Ihr Neffe Eyal Nouri sagte gegenüber CNN: „Sie war in völliger Dunkelheit. Sie ging mit gesenktem Blick, weil sie in einem Tunnel war. Sie war das Tageslicht nicht mehr gewohnt.“

Bei ihrer Freilassung schlug Moshe die Hand eines Hamas-Terroristen weg. Das Video ging in Israel viral.
Schauen Sie hier:
Matan Angrest
Mutter Anat Angrest berichtete dem israelischen Fernsehsender Channel 12, ihr Sohn Matan habe in den ersten Monaten seiner Gefangenschaft „sehr schwere Folter“ erlitten – insbesondere, weil er Soldat war.
Seit seiner Rückkehr habe er nur wenige Einzelheiten über seine Zeit in der Gefangenschaft preisgegeben, sagte sie. „Er war über einen langen Zeitraum allein, unter besonderer Bewachung“, erklärte sie und fügte hinzu, ihr Sohn habe ihr gesagt, er habe sich geweigert, sich von diesen „Monstern“ brechen zu lassen, berichtet Times of Israel.

Matan in Hamas-Geiselhaft
Während seiner Haft in den Tunneln sei Matan nur selten mit Nachrichten konfrontiert worden. „Die meiste Zeit über war er schwerer psychologischer Kriegsführung ausgesetzt – sie sagten ihm, dass [die Israelis] ihn aufgegeben hätten, dass [die Hamas] das Land erobern werde, dass sie bereits den nächsten 7. Oktober planten“, erzählte Angrest.
„Er erinnerte sich an die heftigen Bombardierungen der IDF, an Flugzeuge, die über ihnen kreisten, an einstürzende Wände neben ihnen – und daran, wie er sich immer wieder im Staub unter den Trümmern wiederfand, versuchte, an die Oberfläche zu gelangen und zu überleben. Es waren sehr komplizierte Situationen“, sagte sie weiter.
„In den letzten vier Monaten war er die meiste Zeit in einem kleinen, dunklen Tunnel. Und plötzlich – in den letzten Tagen vor seiner Freilassung – bekam er auf einmal reichlich zu essen“, berichtete sie.
Ihr Sohn könne sich an viele Details seiner Entführung nicht mehr erinnern, wisse aber noch, dass seine Kameraden im Gefecht zuvor getötet wurden. „Er hat Flashbacks von einem Feuer, erinnert sich, dass seine Hände verbrannt waren und dass er das Bewusstsein verlor“, sagte sie. Auch an Misshandlungen während der Entführung habe er Erinnerungen.

Matan nach seiner Freilassung
Die Entführer hätten ihm zudem vorgelogen, seine Großeltern mütterlicherseits – beide Überlebende des Holocaust – seien gestorben. Erst nach seiner Rückkehr aus Gaza habe er erfahren, dass sie noch leben.
Avinatan Or und Noa Argamani
Or wurde mit seiner Freundin Noa Argamani vom Nova-Festival entführt. Ein Video dokumentiert den Moment wo die islamistischen Entführer sie voneinander trennten.
Schauen Sie hier:
Auf X schreibt Noa: „Ich wurde zusammen mit Kindern, Frauen und älteren Menschen festgehalten, während Avinatan allein gefangen war. Ich wurde meist in Häusern untergebracht, Avinatan hingegen nur in den Tunneln. Die Hamas veröffentlichte Videos und Lebenszeichen von mir, doch über Avinatan gab es keinerlei Informationen. Ich war 246 Tage lang in der Gewalt der Hamas, Avinatan 738 Tage. Ich wurde in einer heldenhaften Befreiungsaktion zurückgebracht, und Avinatan kam im Rahmen eines Abkommens frei.“
Laut Times of Israel verlor Avinatan bis zu 40 Prozent seines Körpergewichts.

738 Tage nach der Entführung durch die Hamas ist Noa Argamani (l.) wieder mit ihrem Freund Avinatan (Mitte) vereint
Elkana Bohbot
Bohbot wurde auf dem Nova-Festival entführt, als er half, Verletzte zu versorgen.

Ein Hamas-Propagandavideo zeigt den unterernährten Bohbot.
Elkana Bohbot erzählte seiner Familie, dass er aufgrund der Zwangsernährung unter Schmerzen am ganzen Körper leidet, insbesondere am Rücken, an den Füßen und am Bauch, wie der israelische Fernsehsender Channel 12 berichtet. „Vor seiner Freilassung erhielt er große Portionen Essen, damit er für die Außenwelt etwas besser aussieht“, so Rebecca Bohbot, Elkanas Ehefrau.

Bohbot wiedervereint mit seinem Sohn Re'em.
Gali und Ziv Berman
Die Brüder aus Kfar Aza wurden getrennt festgehalten, ohne voneinander zu wissen. Laut Times of Israel befanden sie sich zeitweise in derselben Gegend, konnten aber keinen Kontakt aufnehmen. Ihre Familie sagte, die Brüder hätten das Zeitgefühl völlig verloren und seien in unterschiedlichen Phasen der Haft unterschiedlich ernährt worden – mal mit minimalen Rationen, mal etwas besser.
Die zwei israelischen Brüder Gali und Ziv Berman wurden am vergangenen Montag aus der Hamas-Geiselhaft entlassen. Ein erstes Foto zeigte sie im Trikot von Maccabi Tel Aviv.

Yosef-Chaim Ohana
Ohana war mehr als zwei Jahre in unterirdischen Verstecken eingesperrt. Laut New York Times schilderte sein Vater, der Sohn habe mehrfach um sein Leben gefleht.
„Ich musste meine Entführer mit logischen Argumenten davon überzeugen, dass es sich für sie nicht lohnen würde, mich zu töten“, erzählte er – laut Times of Israel – seiner Familie nach seiner Rückkehr. „Mehrmals war ich nur Sekunden davon entfernt, eine Kugel in den Kopf zu bekommen.“

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