Saudi-Arabien plant Riesen-Investitionen: „Deutschland steht für Ingenieurskunst – genau das suchen wir!“
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Bis 2035 sollen in Saudi-Arabien 36.000 Fabriken entstehen, gesteuert aus 40 bereits bestehenden Industriezonen – der Wüstenstaat verfolgt einen der ambitioniertesten industriellen Transformationsprozesse weltweit. Ziel ist es, das Land vom Öl unabhängiger zu machen und stattdessen in ein globales Zentrum für verarbeitende Industrie, Rohstoffveredelung und Zukunftstechnologien umzubauen.
Dafür werben Saudi-Arabien und der Industrieminister Al Khorayef um internationale Industriepartner – vor allem aus Europa. Im Handelsblatt erklärt er seine Visionen, in denen auch Deutschland eine wichtige Rolle spielt.

Die Stadt Riad in Saudi-Arabien
„Wir beobachten den Markt in Europa sehr genau“
Über europäische Unternehmen sagt der Minister: „Natürlich beobachten wir die Veränderungen Europas sehr genau. Für uns ist das eine Gelegenheit, unsere Stärken sichtbar zu machen. Wir haben heute schon funktionierende industrielle Infrastruktur, klar definierte Sektoren und ein wachsendes Ökosystem. Deutschland steht für Ingenieurskunst – genau das suchen wir.“

Khorayef bei einer Konferenz im russischen Jekaterinburg.
Was Saudi-Arabien deutschen Investoren bietet? Minister Khorayef: „Wir bieten eine Kombination aus Rohstoffen, strategischer Lage, Infrastruktur, Finanzkraft, politischer Stabilität und wettbewerbsfähiger Energie. Deutsche Firmen können nicht nur den lokalen Markt bedienen, sondern auch Nachbarländer wie Irak, Syrien, Libanon, Jemen oder Märkte in Afrika – denn all diese Regionen wachsen derzeit.“ Jeder Investor erhalte in Saudi-Arabien volle Transparenz über Genehmigungsprozesse, Infrastrukturverfügbarkeit und Versorgungssicherheit. „Unser Anspruch ist: Wer mit uns plant, soll zügig umsetzen können.“
Zu Deutschland sagt der Minister unter anderem: „Deutschland besticht zwar durch seine starke Ingenieurs- und Fertigungskompetenz. Gleichzeitig sehen wir eher Chancen in Partnerschaften, wenn es darum geht, deutsches Know-how, Technologien und Fachkräfte ins Königreich zu holen.“
Das klingt nach einer spannenden neuen Wirtschaftsgeschichte – auch für Deutschland.
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