„Sie sind unterwegs mit bis zu 80 Männern“: So planten Islamisten den Pogrom in Amsterdam
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Am 7. November griffen in Amsterdam arabische Männer israelische Fußballfans und jüdische Passanten an, sie hetzten aktiv andere auf und forderten den Tod von Juden. Dies geschah im Zusammenhang mit dem Fußballspiel Maccabi Tel Aviv gegen Ajax Amsterdam. Die Stimmung vor dem Spiel war seitens pro-palästinensischer Gruppen und Maccabi-Hooligans aufgeheizt.
Sieben Verdächtige stehen inzwischen vor Gericht. Und im Prozess wird immer deutlicher, dass die Gewaltjagd offenbar Tage im Voraus geplant war und nicht auf „Hooligans“ oder „Zionisten“ abzielte. Sondern auf Juden.
Die Liste an furchtbaren Vorfällen ist lang:
- Menschen mit israelischem oder jüdischem Hintergrund wurden verfolgt, bedroht, überfallen und verprügelt – darunter auch Familien, Kinder und Frauen.
- Menschen wurde mit dem Auto angefahren. Einige Opfer wurden sogar in den Fluss geworfen.
- Die Angreifer marodierten mit Messern und Baseballschlägern durch die Straßen.
- Einige brüllten antisemitische Beschimpfungen – das niederländische Wort „Jodenjacht“ (Judenjagd) fiel.
- Bereits niedergeprügelten Menschen wurden ihre israelischen Pässe gestohlen und als „Trophäe“ ins Netz gestellt.
- Frauen wurden mitten auf der Straße geschlagen. Manche Männer wurden bewusstlos geprügelt.
- Menschen wurden auf der Straße gefragt, ob sie Juden seien.
- Opfer wurden gezwungen, „Free Palestine“ zu rufen.
- Arabische Männer brachen in Hotels ein, warfen Brandsätze durch Fenster und verbrannten israelische Flaggen.
- Die Taktik der arabischen Angreifer: in Gruppen aufteilen, Menschen angreifen, wegrennen – und neu verteilen.

Gewalt auf den Straßen Amsterdams.
Verbindungen bis zur Terror-Hamas
Im Prozess kommt nicht nur ans Licht, dass die Täter antisemitisch motiviert handelten. Es steckte eine regelrechte Taktik samt entsprechender Logistik hinter den Angriffen. Die Tatverdächtigen verbrachten offenbar Tage mit der Organisation der Angriffe und planten sogar, potenzielle Täter in Bussen anreisen zu lassen.
In den Niederlanden und in Deutschland hat sich kurz nach den Horror-Angriffen die Behauptung verbreitet, die Taten seien eher spontan geschehen und als Reaktion auf Provokationen seitens israelischer Fußballfans zu verstehen.
Anders hingegen bewerten die israelischen Ministerien den Angriff. Das „Nationale Zentrum zur Bekämpfung von Antisemitismus“ des Ministers Amichai Chikli hatte rasch mutmaßliche Verbindungen zu Islamistengruppen festgestellt. Konkret: zur Hamas.
Der israelische Minister Chikli erklärte auf X: „Am 7. und 8. November 2024 waren pro-palästinensische Gruppen mit Verbindungen zu den Terrororganisationen Hamas und PFLP am Pogrom gegen israelische Touristen und Juden in Amsterdam beteiligt. Eine der führenden Organisationen war Stichting Palestijnse Gemeenschap (PGNL).“

Die Führer der PGNL sollen Verbindungen zur Terrororganisation Hamas gehabt haben. Hier im Foto: Ex-PGNL-Chef Ahmad Nourallah mit einem Hamas-Führer.
PGNL verfüge über ein Netzwerk von Verbindungen zur regionalen muslimischen Gemeinschaft und organisiere pro-palästinensische Proteste. In der Angriffsnacht hätte die Organisation Live-Aufnahmen vom Pogrom gemacht. Minister Chikli: „Daher haben wir Grund zu der Annahme, dass diese von der PGNL angeführten Organisationen eine bedeutende Rolle spielte.“
Chats belegen die Pogrom-Planung
Die bisherigen Erkenntnisse des Amsterdamer Gerichtsprozesses passen nun zu genau DIESEN Befürchtungen der israelischen Behörden.
Viele Enthüllungen in der Anklageschrift gehen auf WhatsApp-Chats zurück, die aus unterschiedlichen Chatgruppen stammen. Einige hatte die Polizei sogar überwacht – und damit hätte sie auch Angriffe verhindern können.
Die WhatsApp-Chats belegen, dass islamistische pro-palästinensische Unterstützer tatsächlich einen Pogrom gegen Juden planten. „Morgen nach dem Spiel in der Nacht – Teil 2: Judenjagd“, heißt es beispielsweise in einer Gruppe.

Das ist eine der Chatgruppen der Islamisten aus Amsterdam, die planten Juden zu jagen.
„Er hat eine Menge Juden verprügelt. Er war wie der Star des Abends“
Einer der Angeklagten, Rachid O. (26), soll Standorte von „Krebsjuden zum Verprügeln“ – das schrieb O. so wörtlich in einem Chat – an alle 900 Mitglieder der zentralen Chatgruppe weitergegeben haben. Die Chatgruppe trug erst den Namen „Free Palestine“ und wurde später, wohl zur Tarnung, in „Neighborhood Home 2“ umbenannt.
Auch Sätze wie „schlag sie nieder“, soll Rachid O. in Chatnachrichten geschrieben haben. Nach Angaben der Polizei versuchte O., die Maccabi-Fans gezielt in einen Hinterhalt zu locken. Wie? Indem er die israelischen Fans im Netz dazu brachte, auf einen Link zu klicken, der sie zu Taxis weiterleitete. Damit tappten sie in die Falle: Ihr Standort wurde automatisch erkannt und für die Täter lokalisierbar!

Das ist der Angeklagte Rachid Q.
Die Amsterdamer Polizeibeamten waren in großer Zahl im Einsatz – konnten die Menschen in der Innenstadt jedoch nicht beschützen. In der Stadt gerieten israelische Fans in einen Hinterhalt, der Tage vorher von gewaltbereiten arabischen Männern – darunter auch Dutzende Taxifahrer, wie aus der Gerichtsschrift hervorgeht. Beim Austausch in den WhatsApp-Gruppen soll eine erhebliche antisemitische Rhetorik stattgefunden habe.
Der mutmaßliche Täter Umutcan A. aus Den Haag soll den Menschen auf der Straße aktiv hinterhergelaufen sein, sie geschlagen und getreten haben. Zunächst hatte er behauptet, er hätte bloß aus einem „dummen Instinkt“ heraus an den Angriffen teilgenommen, weil er „Angst“ vor den Maccabi-Fans gehabt hätte. Im Gerichtssaal sagte er: „Im Grunde bin ich ein ganz normaler Niederländer, ein Bürger, der einfach nur arbeitet und seine Steuern zahlt.“

7. November: In Amsterdam greifen arabische Männer ganz gezielt israelische Fans und jüdische Passanten an.
Doch dann legte die Staatsanwaltschaft ihre Beweise aus den WhatsApp-Chats vor. Geht es nach der Staatsanwaltschaft, muss Umucan A. (24) für seine Taten acht Monate ins Gefängnis. Denn demnach habe auch A. „Angriffe auf Juden“ geplant, wäre auf „Judenjagd“ gegangen. Und das offenbar zur Befriedigung der radikalen Logistik-Gruppe. Mit den Worten „Er hat eine Menge Juden verprügelt. Er war wie der Star des Abends“ lobte sogar einer seiner Bekannten A. in einem Chat.
Ein anderer arabischer Mann, Sefa Ö. (32), soll die Höchststrafe erhalten. Konkret: zwei Jahre Gefängnis. Eine Video-Aufnahme zeigt, wie Ö. einen Mann absichtlich gegen eine fahrende Straßenbahn stieß. Auf einen anderen Mann, der am Boden lag, schlug er brutal ein.

Der Angeklagte Sefa Ö.
Der Täter Karanveer S. beobachtete die Angriffe vom Computer aus, verfolgte sie über öffentliche Webcams – er verschickte Nachrichten in einer Chatgruppe („Community Center 2“), um die Standorte von möglichen Opfern als Angriffsziele zu teilen.
S. schrieb unter anderem: „Viele Leute kehren von Damrak zum Hotel zurück, wo sich noch eine Gruppe von vierzig Menschen befindet.“ Er schickt der Gruppe auch Informationen über Abflüge vom Flughafen Schiphol nach Tel Aviv und erklärte, sie alle sollten berücksichtigen, dass die beabsichtigten Opfer ihr Hotel gegen fünf oder sechs Uhr verlassen müssen.
Palästinenser trat Opfer viermal gegen Kopf
Dann ist da noch der Angeklagte Mahmoud A. – er sitzt vor Gericht wegen Verdachts auf versuchten Totschlag! A. wurde im Gazastreifen geboren. Er hat einen palästinensischen Hintergrund. Es geht dabei um zwei Straftaten: Bei der ersten Tat handelt es sich um „versuchten Totschlag, bei dem er jemandem viermal gegen den Kopf getreten hat“. Bei der zweiten Tat geht es um „mehrere Vorfälle öffentlicher Gewalt“.

Er muss sich verantworten wegen des Verdachts auf versuchten Totschlag: Der Angeklagte Mahmoud A. aus Gaza.
Laut der Tageszeitung Het Parool könnten die Organisatoren ihre Täter-Transporte von außerhalb der Stadt organisiert haben. „Leute aus anderen Städten wollen kommen“, schrieb ein Mann namens Amir in einem Chat am 7. November kurz nach 16.00 Uhr. Also wenige Stunden vor den Angriffen. Ein anderer antwortete: „Wir haben 20 Autos hier.“
Gewalt-Aufrufe in Chats: „Wir müssen diese Krebsjuden fühlen lassen“
Noch ein Whatsapp-Nutzer fragte: „Wo sind die Busse aus Utrecht?“ Daraufhin erhielt er die brisante Antwort: „Sie sind mit 70 bis 80 Männern an Bord unterwegs.“

13. November: Wegen der Ausschreitungen nach dem Spiel Ajax – Maccabi Tel Aviv galt sogar eine Notstandsverordnung.
Dann fordern Gruppenmitglieder um Mitternacht: „VERSAMMELT EUCH AM HAUPTBAHNHOF“ – just als israelische Fans in der Innenstadt gesichtet wurden. „WIR MÜSSEN DIESE KREBSJUDEN FÜHLEN LASSEN, WAS SIE UNSEREN BRÜDERN ANGETAN HABEN“, schrieb der arabische Mann weiter.
Damit spielt das radikale Gruppenchat-Mitglied aus Amsterdam auf Israels militärische Offensive gegen die islamistische Terrorgruppe Hamas nach dem Überfall am 7. Oktober 2023 an. Der barbarische und blutige Anschlag auf Israel war das schlimmste Pogrom an Juden seit dem Holocaust. Mehr als 1.200 Menschen wurden ermordet, über 250 Menschen, darunter Jugendliche und Familien mit Kindern, wurden entführt. Frauen wurden vergewaltigt – einige danach am lebendigen Leib verbrannt!

Zudem sollen in radikalen Telegram-Chats auch weitere Pläne herumgegangen sein: Im Umkreis von Amsterdam, dort wo sich Israelis und Juden aufhielten, sollte man demnach „palästinensische Flaggen“ aufhängen – in der Erwartung, dass israelische Fans diese entfernen würden. Auch hier eine Falle: Ihr Plan bestand womöglich darin, einen Vorwand für die Durchführung eines Pogroms zu konstruieren.
Am 24. Dezember wird das Gericht über die meisten dieser Fälle entscheiden.
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Zara Riffler
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