So starb Hamas-Chef Ismail Haniyeh: Die Bombe wartete zwei Monate in seinem Schlafzimmer, bevor sie explodierte
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Der Tod kam plötzlich und unerwartet. Und der Tote nahm sein Geheimnis mit ins Grab.
Hamas-Chef Ismail Haniyeh (62) war zu Besuch beim Mullah-Regime in Theheran. Er nahm an der Vereidigung des neuen iranischen Präsidenten Massud Peseschkian teil. Die iranischen Revolutionsgarden boten dem prominenten Gast an, die Nacht in einem Hotel für ausländische Gäste zu verbringen. Haniyeh lehnte ausdrücklich ab. Er entschied sich stattdessen für eine geheime Residenz im Norden Teherans, die streng bewacht wurde, wie der Militär-Journalist Yigal Levin berichtet. Warum – niemand weiß es. Doch genau dort traf ihn der Tod, wahrscheinlich in Form einer gut platzierten Bombe – diese soll, laut New York Times, bereits zwei Monate in der Suite auf ihn gewartet haben.
Was bleibt: Offenbar kann der israelische Geheimdienst jeden an jedem Ort der Welt ausfindig machen und töten.
In den vergangenen Tagen erlitt die sogenannte „Achse des Widerstands“ herbe Rückschläge. Drei wichtige Funktionäre wurden von Israel getötet, darunter auch der Hamas-Chef Ismail Haniyeh. Wie iranische Staatsmedien und Fox News berichten, wurde das Haus von einer Rakete getroffen. Haniyeh selbst soll während des Angriffs geschlafen haben. Später veröffentlichte Bilder zeigen die Residenz in Nord-Teheran. Ein grünes Tuch verdeckt das gesprengte Schlafzimmer.

Haniyehs geheime Residenz war wohl doch nicht so geheim.
„Ein Satellitenbild (...) vom 25. Juli zeigt weder das grüne Tuch noch die Trümmer auf dem Dach des ersten Stocks, was darauf hindeutet, dass das obige Bild, das im Umlauf ist, tatsächlich neueren Datums ist. Das Gebäude befindet sich neben dem Saadabad-Palast und in der Nähe des Amtssitzes des Präsidenten“, schreibt der New York Times Redakteur Christiaan Triebert via X.
Laut der libanesischen Journalistin Elia Manier soll der israelische Geheimdienst eine Schadsoftware über eine Whatsapp-Nachricht auf dem Mobiltelefon des Hamas-Chefs installiert haben. So hätte seine Position per Drohne genau lokalisiert werden können. Bei dem Angriff auf den Hamas-Führer soll auch dessen Leibwächter Wasim Abu Shaaban getötet worden sein.
Auch Hisbollah-Anführer getötet
In einem Vorort der Hauptstadt Beirut kam es ebenfalls zu einem Präzisionsschlag der israelischen Streitkräfte. Dabei kam der hochrangige Kommandeur der Terroristen-Miliz Hisbollah, Fuad Schukr, ums Leben. Erst am Wochenende hatte die Hisbollah einen Fußballplatz in Israel mit Raketen beschossen – zwölf Kinder starben. Der israelische Verteidigungsminister Yoav Galant schrieb dazu auf X: „Fuad Shukr ‚Sayyid‘ Muhsan hat das Blut vieler Israelis an seinen Händen. Heute Abend haben wir gezeigt, dass das Blut unseres Volkes einen Preis hat und dass es keinen Ort gibt, der für unsere Streitkräfte unerreichbar ist, um dieses Ziel zu erreichen.“

Ein zerstörtes Haus in Beirut: Israel tötete hier den Hisbollah-Funktionär Fuad Shukr
Iranische Revolutionsgarden-Führer in Syrien eliminiert
Am Mittwochnachmittag meldeten syrische Medien eine Explosion in Damaskus im Stadtteil Sayyidah Zaynab. Diese stand vermutlich im Zusammenhang mit der Tötung des iranischen Generals Amir Ali Hajizadeh, Befehlshaber der Luft- und Raumfahrtkräfte der Islamischen Revolutionsgarden (IRGC). Es wird vermutet, dass Hajizadeh der ranghöchste Befehlshaber war, der den iranischen Angriff mit ballistischen Raketen und Marschflugkörpern auf Israel im April geplant und angeordnet hat.

General Amir Ali Hajizadeh im Januar 2024
Tod von Hamas-Funktionär Deif bestätigt
Die israelische Armee hat den Tod von Mohammed Deif, dem Militärchef der islamistischen Terrororganisation Hamas, bestätigt. Laut Angaben der Armee wurde Deif Mitte Juli bei einem groß angelegten Luftangriff im Gazastreifen getötet. Deif war eine zentrale Figur hinter dem Terrorangriff auf Israel am 7. Oktober und führte die Kassam-Brigaden an, zusätzlich zu seiner Rolle als Stellvertreter des Hamas-Chefs in Gaza, Jihia al-Sinwar.

Der Terror-Stratege Mohammed Deif
Die Bestätigung seines Todes basiert auf Geheimdienstinformationen. In einer Mitteilung der Armee hieß es, dass Kampfjets vor etwa zwei Wochen einen „präzisen, gezielten Schlag gegen eine Anlage ausgeführt haben, in der sich Mohammed Deif und der Kommandeur der Chan-Junis-Brigade der Hamas, Rafa Salama, aufhielten“.
Das israelische Militär veröffentlichte ein Video des Luftschlags:
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