Studie aus den Niederlanden bestätigt: Mehrheit der Jugendlichen wächst aus Transphase heraus
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Die Mehrheit der Transjugendlichen wächst bis zum Erwachsenenalter aus ihrer empfundenen Geschlechtsdysphorie heraus. Das geht aus einer Langzeitstudie aus den Niederlanden hervor, die im Fachmagazin Journal Archives of Sexual Behavior veröffentlicht wurde und über die unter anderem Daily Mail berichtet.
Forscher in den Niederlanden haben dafür mehr als 2.700 Kinder im Alter zwischen 11 Jahren und 25 Jahren über einen längeren Zeitraum hinweg begleitet. Alle drei Jahre fragten sie nach ihren Gefühlen bezüglich ihres Geschlechts. Die Ergebnisse der Studie „Tracking Adolescent’s Individual Lives Survey“ zeigen, dass zu Beginn der Studie etwa jedes zehnte Kind (11 Prozent) in unterschiedlichem Maße „Geschlechtsunzufriedenheit“ zum Ausdruck brachte. Bis zum Alter von 25 Jahren aber sagte nur noch einer von 25 Probanden, also 4 Prozent, dass er oder sie „oft“ oder „manchmal“ unzufrieden mit ihrem biologischen Geschlecht waren.
Deshalb schlussfolgern die Forscher: „Die Ergebnisse der aktuellen Studie könnten Jugendlichen helfen zu erkennen, dass es normal ist, in diesem Altersabschnitt einige Zweifel an der eigenen Identität und Geschlechtsidentität zu haben.“ Dies komme relativ häufig vor.

Eine Flagge mit der Aufschrift „Protect Trans Kids“ wird bei einem Fußballspiel in den USA gehisst.
Forscher plädiert für restriktiveren Zugang zu Geschlechtsumwandlungen
Die Studie fand heraus, dass insgesamt 78 Prozent der Menschen über den 15-jährigen Untersuchungszeitraum hinweg die gleichen Gefühle bezüglich ihres Geschlechts hatten. Etwa 19 Prozent wurden mit ihrem Geschlecht zufriedener und nur etwa 2 Prozent fühlten sich mit zunehmender Dauer unwohler. „Die Unzufriedenheit mit dem eigenen Geschlecht nimmt im Allgemeinen mit dem Alter ab und scheint mit einem schlechteren Selbstkonzept und psychischer Gesundheit während der Entwicklung verbunden zu sein“, so die Autoren.
Patrick Brown, ein Fellow am Ethics and Public Policy Center, sagte gegenüber Daily Mail: „Diese Studie liefert noch mehr Gründe, skeptisch gegenüber aggressiven Schritten zur Förderung der Geschlechtsumwandlung im Kindes- und Jugendalter zu sein.“ Und weiter: „Die Tatsache, dass die Zufriedenheitsraten selbst nur wenige Jahre später niedriger sind, deutet darauf hin, dass für die überwiegende Mehrheit der Menschen Vorsicht und Bedachtsamkeit anstatt eines voreiligen Strebens nach dauerhaften Operationen oder Hormontherapien der beste Ansatz für Jugendliche ist, die versuchen, ihre Rolle in der Welt zu verstehen.“ Deshalb sollte Politik beim Zugang zu Geschlechtsumwandlungen restriktiver sein, so Brown.
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