Täter hinterließ Hakenkreuz an der Tür: Jüdin in Lyon erstochen
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In Lyon ist es vermutlich zu einer Tötung mit antisemitischem Motiv gekommen. Wie das Portal BFMTV berichtet, wurde in der drittgrößten Stadt Frankreichs am Samstag eine tote Jüdin in ihrer Wohnung gefunden. An ihrer Wohnungstür soll der Täter demnach ein Hakenkreuz hinterlassen haben.
Wie aus einer forensischen Untersuchung hervorgeht, wurde die Frau mit zwei Messerstichen getötet. Eine Selbstverletzung könne ausgeschlossen werden. Deshalb gehe die Polizei, so BFMTV unter Berufung aus Quellen aus den Sicherheitsbehörden, von einer Tötung aus. Eine Selbstverletzung könne ausgeschlossen werden.
Ferner soll der Täter an der Wohnungstür geklingelt haben, schwarz gekleidet gewesen sein und sein Gesicht verhüllt haben. Die Tatwaffe, ein Messer, soll zudem in der Einstichstelle hinterlassen worden sein. Die Hakenkreuze, die an der Tür gefunden wurden, sollen eingeritzt worden sein.
„Ein solcher Gewaltausbruch ist unbeschreiblich. Meine ganze Unterstützung gilt dem Opfer und ihren Angehörigen“, schrieb Grégory Doucet, der Bürgermeister der Stadt, auf X.
Une femme de confession juive a été poignardée ce samedi. Une inscription antisémite a été retrouvée sur la porte de son domicile.
— Grégory Doucet (@Gregorydoucet) November 4, 2023
Un tel déferlement de violence est inqualifiable. Tout mon soutien à la victime, à ses proches.
„Das Opfer, ihre Familie und die israelitische Gemeinschaft sind schockiert. Zwischen Worten und Schmierereien gibt es eine Tat.“ Man wusste bis heute in Frankreich nicht, „dass man, wenn man die Tür öffnet, Opfer eines antisemitischen Angriffs werden könnte, der einem Mord gleichen könnte", erklärte ihr Anwalt Me Stéphane Drai.
In Frankreich hatte es zuletzt vermehrt antisemitische Übergriffe gegeben. Ende Oktober sagte der Innenminister Gérald Darmanin, es habe seit dem Terrorangriff der islamistischen Hamas auf Israel am 7. Oktober mehr als 800 antisemitische Vorfälle gegeben.
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