Wahl in Portugal: Konservative stärkste Kraft, Rechte mit Rekordergebnis
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Die Aliança Democrática hat am Sonntag die Parlamentswahlen in Portugal gewonnen. Das konservative Bündnis von Ministerpräsident Luís Montenegro holte 32,7 Prozent der Stimmen und legte damit im Vergleich zur Wahl im vergangenen Jahr deutlich zu (+2,6 Prozent).
Auf dem zweiten Platz landete die linke Partido Socialista. Mit einem Stimmenanteil von 23,4 Prozent erzielten die Sozialdemokraten jedoch ihr schlechtestes Wahlergebnis seit 1987, als sie auf 22,2 Prozent kamen. Bei den Parlamentswahlen im vergangenen Jahr erreichte die Partei 29,3 Prozent der Stimmen.
Die Rechtspartei Chega hingegen erreichte am Sonntag mit 22,6 Prozent der Stimmen ein neues Rekordergebnis. Bei den Parlamentswahlen 2024 hatte die Partei 18,9 Prozent erzielt. „Wir schreiben Geschichte. Von nun an wird in Portugal nichts mehr wie vorher sein“, rief Chega-Chef André Ventura unter dem Jubel seiner Anhänger. Man habe „das seit 50 Jahren herrschende Zweiparteiensystem“ zerstört.

André Ventura erzielte mit der Chega ein Rekordergebnis.
Auch in Portugal gibt es eine Brandmauer
Das Problem für die Chega: Die Aliança Democrática hat sich – ähnlich wie in Deutschland die Union – einer „Brandmauer“ verschrieben. Eine Zusammenarbeit mit der Rechtspartei hatte Luís Montenegro zuletzt ausgeschlossen. Wie es bei der Regierungsbildung nun weitergeht, bleibt offen. Es könnte erneut zu einer Minderheitsregierung kommen.
Die dritte vorgezogene Wahl seit 2022 war notwendig geworden, nachdem die bisherige Minderheitsregierung von Luís Montenegro nach einem knappen Jahr durch ein Misstrauensvotum gestürzt worden war.
Die Wahlbeteiligung lag am Sonntag bei 64,4 Prozent.
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