„Zum Stillstand gekommen”: Größte Zeitung Spaniens nennt deutsche Wirtschaft eine Gefahr für Europa
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Die größte Tageszeitung Spaniens fällt ein vernichtendes Urteil über Robert Habecks (Grüne) Wirtschaftspolitik! Die Wirtschaft der Eurozone wachse wegen Deutschlands Stagnation weniger. Denn Deutschland macht 28 Prozent der Wirtschaft des Euroraums aus. Und: Experten schätzen sogar, dass Europa 2024 in eine Rezession geraten könnte.
Sie erreicht rund 18 Millionen Leser: die spanische Zeitung El País. Jetzt rechnet sie mit der Wirtschaftspolitik der Ampel-Regierung ab.
„Die Lähmung Deutschlands bedroht die europäische Wirtschaft“
Schon der Titel liest sich wie eine Ohrfeige an die Bundesregierung: „Die Lähmung Deutschlands bedroht die europäische Wirtschaft“. In dem Zeitungsbericht werden Analysten und Institutionen aufgeführt, die angeben, wie stark die Stagnation Deutschlands auf andere europäische Länder wie Frankreich und Italien übergreifen können.
Stichwort: Ansteckungsgefahr! Laut der Autoren, würden die wichtigsten EU-Hauptstädte ganz genau beobachten, was in Berlin passiert. Denn: Wenn Deutschland niest, erkälte sich auch die Eurozone.
Europas Aussichten seien schlecht. Die fünf großen Wirtschaftsforschungs- und Analyse-Institute des Landes hätten ihre Prognosen für 2024 erheblich gesenkt. Vor einem halben Jahr wurde noch ein Wachstum der deutschen Wirtschaft von 1,3 Prozent prophezeit – dann wurde die Prognose auf nun nur noch 0,1 Prozent gesenkt.

Die Chefs der deutschen Regierung stehen in der Kritik aus dem Ausland: Bundeswirtschaftsminister und Vize-Kanzler Robert Habeck (Grüne) und Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD).
Wirtschaft der Eurozone wächst wegen Deutschland weniger
Die Zeitung gibt Deutschland sogar nur noch wenige Monate Zeit, um aus der Krise zu kommen: „Die kommenden Monate – mit den ersten Zinssenkungen in Sicht – werden entscheidend dafür sein, ob es dem Land gelingt, aus der Krise herauszukommen, in der es steckt.“
Die knallharte Analyse: Die „zum Stillstand gekommene Wirtschaft“ Deutschlands beginne, sich „auch auf den Rest Europas auszuwirken.“ Denn: Deutschland repräsentiert tatsächlich mehr als ein Viertel des Vermögens der Eurozone.
„Die Wirtschaft der Eurozone wächst aufgrund der starken Abhängigkeit und Verflechtung zwischen Deutschland und anderen Ländern wie Frankreich und Italien weniger“, so Raymond Torres, Direktor für internationale Analysen von Funcas – einer der angesehensten Wirtschaftsstiftungen Spaniens. „Es ist noch zu früh zu sagen, was mittelfristig passieren wird, aber kurzfristig sind die Auswirkungen eindeutig negativ.“

Die größte spanische Tageszeitung El País erreicht 18 Millionen Menschen.
Europäische Wirtschaft könnte sogar in eine Rezession geraten
Bereits die WICHTIGSTEN internationalen Institutionen, zum Beispiel der Internationale Währungsfonds (IWF) oder die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit (OECD) warnten vor einer Ansteckungswirkung. Beispiel: Der IWF prognostizierte im Januar für Paris und Rom für 2024 ein Wachstum von 1 Prozent bzw. 0,7 Prozent – aber der Eurozone wurde NUR ein Wachstum von 0,9 Prozent prognostiziert.
Und: Obwohl wirtschaftlich stabile Länder wie Spanien die Wirtschaft ankurbeln, reicht ihre Dynamik NICHT aus, um die Stagnation von Deutschland auszugleichen, so die spanische Zeitung.
Brisant: In dem Bericht machen Analysen des renommierten Beratungsunternehmens BCA Research ihre Einschätzung deutlich, dass die Eurozone im Jahr 2024 sogar in eine leichte Rezession geraten könnte. Grund: Deutschland macht 28 Prozent der Wirtschaft des Euroraums aus.
Heißt: Deutschlands fatale Wirtschaftspolitik der Ampel-Regierung könnte Europa wirtschaftlich herunterziehen!
Umstellung auf grüne Energie hat „weitreichende Folgen“
Ebenfalls brisant: Die Zeitung zitiert die neue Studie „The Rest Of Europe Versus Germany“ von BCA. Darin kommen die Experten zum Schluss, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der Eurozone OHNE Deutschland in den letzten drei Jahren um rund 13 Prozent gewachsen wäre.

Die Ampel-Regierung setzt vor allem auf Erneuerbare Energien wie Wind und Sonne, die wetterabhängig sind.
Eine für die Ampel-Regierung vernichtende Prognose liefert dazu der BCA-Chef Mathieu Savary in El País: Dieser Trend werde anhalten, solange Berlin weiter mit Hindernissen im Zusammenhang mit der Energiewende, Sparmaßnahmen, Immobilienproblemen und einer schwachen Exportnachfrage konfrontiert sei. „Dieser Gegenwind drückt auf den Konsum und damit auf das nationale BIP.“ Und auch noch das: All diese Schwierigkeiten hätten in anderen EU-Ländern deutlich geringere Auswirkungen.
Deutsche Stagnation wird Europa „ein weiteres Jahr“ schaden
Ökonom Torres listet die deutschen Probleme auf: Inflation. Starker Zins-Anstieg. Kaufkraftverlust. Abhängigkeit zu anderen Ländern. „Es ist stärker von Moskau und Peking abhängig als andere EU-Länder, was angesichts der aktuellen geopolitischen Spannungen und des Vorstoßes zur Umstellung auf grüne Energie weitreichende Folgen hat.“ Der Export-Rückgang nach China und der zunehmende Wettbewerb im Automobilsektor hätten „einen hohen Tribut“ gefordert.
„Die Stagnation in Deutschland wird die Eurozone zwangsläufig in ein weiteres Jahr mit sehr geringem Wachstum führen“, erklärt auch noch Ángel Talavera, Chef der europäischen Wirtschaftsabteilung bei Oxford Economics.
Denn: Berlin ist wie der Rest der EU von den Zinserhöhungen betroffen. Obendrauf komme jedoch noch die geringere Nachfrage und das entstandene Investitionshindernis in Deutschland. Viele multinationale Konzerne würden ihre Investitionen in Deutschland überdenken. Zwar führe dies laut der Experten vorerst nicht zu Standortverlagerungen, aber es zeichne sich bereits ein Trendwechsel bei Neuinvestitionen ab.
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Zara Riffler
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