PEI-Studie zu Impf-Herzmuskelentzündungen bei Jugendlichen: Widersprüchliche Daten
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- Das Paul-Ehrlich-Institut hat von 2021 bis 2022 Daten zu Herzmuskelentzündungen nach Covid-Impfungen bei Kindern und Jugendlichen gesammelt.
- Die Ergebnisse wurden nun veröffentlicht. Demnach waren die dokumentierten Herzmuskelentzündungen nur sehr mild.
- Das Studienergebnis steht im Widerspruch zu deutschen Krankenhausdaten, die einen deutlichen Anstieg kurz nach Start der Impfkampagne zeigen.
Es war eine Studie, über deren Start 2021 zahlreiche Medien berichteten: Ab sofort würde das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) systematisch alle Daten zu Herzmuskelentzündungen erfassen, die bei Kindern und Jugendlichen nach Covid-19-Impfungen gemeldet wurden.
Eine Ankündigung, die Vertrauen weckte, wurde der Bevölkerung doch der Eindruck vermittelt, das Bundesinstitut, das im Auftrag des Bundesministeriums für Gesundheit die Sicherheit von Impfstoffen und biomedizinischen Arzneimitteln überwacht, mache seinen Job. Von Juli 2021 bis Dezember 2022 dokumentierten das PEI und das „Register für Kinder und Jugendliche mit Verdacht auf Myokarditis“ (MYKKE-Register) die Fälle gemeinsam.

Prof. Klaus Cichutek, Präsident des Paul-Ehrlich-Instituts (PEI).
Die Ergebnisse wurden im November still und heimlich – ganz ohne Pressemitteilung durch das PEI oder Aufmerksamkeit der großen Medien – veröffentlicht.
Zuvor hatte die Studienleitung auf mehrmalige Nachfrage von NIUS erklärt, man würde die Ergebnisse nur veröffentlichen, sollte man es schaffen, sie in einem Fachmagazin zu publizieren. Dies ist nun, knapp ein Jahr nach Studienende, offensichtlich gelungen. Hier gehts zu den Ergebnissen im American Heart Journal.
Nur 56 Kinder und Jugendliche wurden erfasst
Was auffällt: Die groß angekündigte Studie bestand am Ende aus gerade einmal 56 Teilnehmern. Durchschnittlich waren sie 16 Jahre alt, 91 Prozent von ihnen waren männlich. Beim späteren Follow-up, also der Nach-Studienbeobachtung, waren es sogar nur noch 21 Teilnehmer, der Rest stieg aus.

Für die Kinder-Impfung wurde massiv geworben.
Das Ergebnis der Wissenschaftler klingt beruhigend: „Der Verlauf der COVID-19-Impfstoff-assoziierten Myokarditis bei pädiatrischen Patienten scheint mild zu sein und unterscheidet sich von der nicht-impfstoff-assoziierten Myokarditis. Aufgrund einer beträchtlichen Anzahl von Restsymptomen und diagnostischen Anomalien bei der Nachuntersuchung sind weitere Studien erforderlich, um die langfristigen Auswirkungen zu bestimmen.“
Heißt zusammengefasst: Kein Grund zur Sorge!
Was zunächst erfreulich und beruhigend klingt, passt allerdings nicht zu anderen Daten zu Herzmuskelentzündungen bei Kindern und Jugendlichen, die ebenfalls aus Deutschland stammen. Denn während die milden Verläufe der Studienteilnehmer und die geringe Anzahl an erfassten Fällen in der MYKKE-Studie als Zeichen dafür gewertet werden könnte, dass die Covid-Impfung für diese Altersgruppe in der Breite keine gesundheitlichen Probleme verursachte, sprechen die Krankenhaus-Daten aus dem im Inek-Register (Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus) eine andere Sprache.

Kurz nach Start der Impfkampagne für Kinder und Jugendliche stiegen die Krankenhauseinweisungen wegen Herzmuskelentzündungen in den geimpften Altersgruppen stark an, teilweise bis auf das Doppelte.
Hier ist eindeutig zu erkennen, dass die Krankenhauseinweisungen wegen Herzmuskelentzündungen in den Altersgruppen zwischen 10 und 17 Jahren kurz nach der Impfkampagne stark anstiegen, teilweise bis auf das Doppelte.
Laut PEI sind die Herzmuskelentzündungen nach Covid-Impfungen nur „mild“, gleichzeitig schnellen die Krankenhauseinweisungen wegen eben dieser Krankheit nach oben: Das passt nicht zusammen.
Im NIUS-Original „Nur ein Pieks“ kommen Menschen zu Wort, die durch Corona-Impfdruck und Impfung zu Schaden gekommen sind.
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