8,5 Milliarden TONNEN! Noch nie wurde auf der Welt so viel Kohle verbrannt wie in diesem Jahr
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Der weltweite Kohleverbrauch hat einen neuen Höchststand erreicht.
Kaum ist die Weltklima-Konferenz COP 28 in Dubai vorbei, bei der man sich auf einen „Übergang“ weg von fossilen Energien geeinigt hat, lassen neue Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) dieses Vorhaben im wahrsten Sinne des Wortes alt aussehen.

Die COP 28 in Dubai – eine fragwürdige Konferenz.
China, Indonesien und Indien produzieren 70 Prozent der Kohle weltweit
Denn 2023 hat laut IEA der Kohleverbrauch weltweit einen Höchststand erreicht! Das teilte die Agentur am Freitag mit. Der Verbrauch sei um 1,4 Prozent und damit auf 8,5 Milliarden Tonnen angestiegen. In Europa und den USA nahm der Verbrauch ab, in Asien wuchs er hingegen.

Ein Kohlekraftwerk in China.
China, Indonesien und Indien gehören zu den größten Kohleproduzenten der Welt. Zusammen machen sie 70 Prozent der globalen Produktion aus. In Indien stieg der Kohleverbrauch 2023 um 8 Prozent an, in Indonesien um 11 Prozent und in China um 4,9 Prozent. Allein für China bedeutet das in absoluten Zahlen einen Mehrverbrauch von 220 Millionen Tonnen Kohle. In Europa sank der Verbrauch um 23 Prozent, in den USA um 21 Prozent.

Arbeiter in einem indischen Kohletagebau.
Abkehr von Kohle unrealistisch
Für das kommende Jahr erwartet die Internationale Energieagentur einen geringeren Kohleverbrauch. Die in Paris ansässige Agentur geht davon aus, dass sich Länder mehrheitlich nach den gemeinsam beschlossenen Klimazielen, also der Abkehr von fossilen Energien, richten werden. Etwa 2,3 Prozent Rückgang des Energieträgers sind bis 2026 prognostiziert.
Ob dieses Ziel realistisch ist, bleibt fraglich. Europa und die USA mögen zwar moralisch vorangehen und ihre Kohle-, sowie Atomkraftwerke ausschalten, schneiden sich damit allerdings ins eigene Fleisch, während die asiatischen Länder, allen voran China, davon wenig beeindruckt sein dürften. Und das Weltklima erst recht nicht. Denn Kompromisse, die im Rahmen von Konferenzen wie der COP 28 geschlossen werden, meist ohnehin nichts weiter als Lippenbekenntnisse.
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