Atom-Gipfel in Brüssel – OHNE Deutschland! Jetzt fordert sogar von der Leyen Fördergelder für AKW-Ausbau
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Es brodelt in Europa bei der Frage der Atomenergie!
Seit Donnerstagmorgen findet in Brüssel ein Atomkraft-Gipfel statt. Mehrere Staats- und Regierungschefs wollen über die Atomkraft sprechen – denn sie sehen die Kernenergie als Energie der Zukunft an, insbesondere wenn es um das Thema Energiewende geht.
Gastgeber: Nach Belgien geladen hat die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) und die EU-Ratspräsidentschaft. Über 30 Staats- und Regierungschefs werden erwartet. Darunter: EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU) sowie EU-Ratspräsident Charles Michel. Das Ziel des Gipfels: darüber zu sprechen, wie man Atomkraft beibehalten UND ausbauen kann. Es ist der erste internationale Atomenergie-Gipfel, den es gibt.
Es sei eine Veranstaltung, die ausdrücke, dass die Kernenergie angesichts des steigenden Energiebedarfs „ein Teil des Puzzles“ ist, unterstrich Belgiens Premierminister Alexander De Croo vor kurzem.
Deutschland sitzt nicht am Atomgipfel-Tisch dabei
Nicht dabei am Tisch: sitzt Deutschland.
In Brüssel ist am Donnerstag auch der Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) unterwegs – allerdings besucht er einen anderen Termin. Er tagt auf dem zweitägigen Frühjahrsgipfel des Europäischen Regierungsrats.

Über 30 Staats- und Regierungschefs wollen auf dem Atom-Gipfel darüber sprechen, wie man Atomkraft beibehalten und ausbauen kann.
Ein Demütigungs-Atomgipfel gegen Deutschland
Dass die EU-Mitgliedstaaten ausgerechnet sich FÜR und MEHR Atomkraft aussprechen, ist eine Energie-Ohrfeige gegen Deutschland, das den teuren und unsicheren Anti-AKW-Kurs führt.
Denn: Die Ampel-Regierung hat 2023 die letzten Atomkraftwerke abgestellt. Deutschland setzt vor allem auf Erneuerbare Energien ohne AKWs und geht damit einen Sonderweg.
Während andere EU-Staaten in direkter Nachbarschaft zur Bundesrepublik fleißig planen, ihre Kraftwerke auszubauen: Frankreich plant sechs neue Kernkraftwerke – denkt aktuell sogar über insgesamt 14 neue nach. Die Niederlande wollen zwei neue AKWs bauen – erhöhten unlängst dieses Vorhaben auf vier neue AKWs. Polen steigt wieder in die Atomkraft ein, will sogar ganze 79 Small Modular Reactors (kurz SMR), also Mini-AKWs bauen. Auch Tschechien plant den Bau von vier Atomkraftwerken.
Die Regierungspartei die Grünen versteht das Ende der Atomkraft in Deutschland als ein Beginn eines „neuen Energiezeitalters“, sie wollen auf „günstige, klimakrisensichere und risikoarme Energie aus Wind und Sonne“ setzen. Atomkraft betrachten die Grünen als vermeintlich „nicht klimaneutral“ und als angebliche „Risikotechnologie“ auf Kosten von Natur und Umwelt.
Und das, obwohl die Internationale Energieagentur (IEA) der Kernkraft beim Klimaschutz eine Schlüsselrolle beimisst. Bei der Weltklimakonferenz 2023 hatten rund 20 Staaten angekündigt, zum Wohle des Klimas die Energieerzeugung aus Atomkraft hochschrauben zu wollen.
Der Gipfel ist auch besonders vor dem Hintergrund brisant, dass der Bundesrechnungshof erst vor kurzem in einem 58-seitigen Bericht illustriert hat, wie dramatisch die Energiepolitik des Bundeswirtschaftsministeriums von Robert Habeck (Grüne) scheitert.
Der Inhalt: Darin zeigte das Rechnungs-Haus, eine verheerende Strombilanz – die eine direkte Folge der Entscheidung ist, die letzten drei Atomkraftwerke abzuschalten. Seit April 2023 deckt Deutschland seinen Strombedarf nicht mehr selbst, sondern muss Strom importieren. Zuvor war Deutschland Strom-Exporteur.

Begrüßen sich gut gelaunt: Belgiens Premierminister Alexander De Croo und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen (CDU).
EU-Chefin von der Leyen fordert mehr Gelder für Atomkraft
Die Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich auf dem Kernenergie-Gipfel Donnerstagmittag sehr deutlich für Atomkraft ausgesprochen.
Von der Leyen bezeichnete die Atomenergie als nötig für „eine saubere Energiewende“, als „sicheren Schutz für die Energiesicherheit“ und einen „verlässlichen Regulierer der Verbraucherpreise“. Die EU-Chefin unterstrich, dass die Atomkraft „erneuerbare Energiequellen ergänzen“ würde, voraussichtlich bis dann die Erneuerbaren im Jahr 2050 „das Rückgrat“ der Stromerzeugung in der EU bilden würden.
Doch damit die Atomkraft ihren wesentlichen Beitrag leisten kann, auch um die Klimaneutralität zu erreichen, müsse die öffentliche Hand sicherstellen, dass „Finanzmittel zur Verfügung stehen und der Beitrag der Kernenergie zur Versorgungssicherheit angemessen anerkannt und vergütet wird“.
Heißt im Klartext: Die EU-Kommissionschefin fordert staatliche Unterstützung zum Ausbau der Atomenergie.
Das nicht-anwesende Deutschland wiederum investiert seine Steuergelder unter der Ampel-Regierung derzeit vordergründig in den Ausbau der Erneuerbaren Energien, statt wie andere Länder in die Atomenergie – obwohl die Erneuerbaren nachweislich nicht zuverlässig die Stromversorgung absichern.
Der Bundesrechnungshof warnte in seinem Sonderpapier, dass Deutschlands Stromversorgung mittelfristig NICHT mehr sicher sei. Es gäbe zu wenig Ökostrom, Reservekraftwerke und Netze.
Da passt es ausgezeichnet, dass sich die Ampel-Regierung erst im Jahr 2026 nochmal die Stabilität des Stromnetzes anschauen will ...
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