Habeck spricht von „politischem Durchbruch“ bei Energieversorgung – doch es gibt große Zweifel
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- Habeck spricht von „Durchbruch“ für Energieversorgung.
- 20 neue Gaskraftwerke sollen Tage mit wenig Wind und Sonne ausgleichen.
- Doch es gibt große Zweifel, ob das reicht.
Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) nennt es einen „politischen Durchbruch“, dass er sich mit der EU-Kommission im Grundsatz über die Förderung neuer Kraftwerke geeinigt hat. Der Grünen-Politiker sprach am Dienstag in Hamburg von dem „entscheidenden Startpunkt“ auf dem Weg zu wasserstofffähigen Kraftwerken – doch es gibt große Zweifel, ob der „Durchbruch“ reicht.
2030 sollen Erneuerbare Energie aus Wind und Sonne 80 Prozent des Stroms in Deutschland liefern – es gebe aber immer wieder Phasen, wo Wind und Sonne nicht ausreichten. Was sich wie ein kleines Problemchen anhört, ist aber ein gigantisches. Es gibt überhaupt nur wenige Stunden im Jahr, in denen Wind und Sonne allein die Stromversorgung bewältigen – die allermeiste Zeit liefern diese sehr wetterabhängigen Energieformen nur Teile des Stroms, an zahlreichen Stunden im Jahr nahezu keinen.
Während sogenannter Dunkelfaluten – oft in Wintermonaten – weht teils über Wochen fast gar kein Wind und die Sonne scheint wegen der kurzen Wintertage ohnehin nur kurz: Dann müssen riesigen Mengen an Strom durch andere, konventionelle Kraftwerke hergestellt oder aus dem Ausland importiert werden.

Habeck will 2030 Deutschland zu 80 Prozent mit Strom aus Wind und Sonne versorgen.
Habeck will 20 neue Gaskraftwerke mit 30 Gigawatt Leistung
Dann sollten „steuerbare“ Kraftwerken einspringen. Beginnend im nächsten Jahr sollten bis zu 30 Gigawatt neue zusätzliche Kraftwerkskapazitäten ausgeschrieben werden. Der Minister sprach von „vielleicht“ 20 neuen Kraftwerken. Ob das reicht? Völlig unklar. Klar ist nur, dass die Ample-Regierung „möglichst“ im selben Zeitraum alle Kohlekraftwerke vom Netz nehmen will – die haben eine Netto-Leistung von 37 Gigawatt, also mehr als der geplante Zubau an Gaskraftwerken.
Das Ministerium und die EU-Kommissionen hatten sich auf „Leitplanken“ für eine staatliche Förderung neuer Wasserstoff- und Gaskraftwerke verständigt. Es gehe darum, bestehende Kraftwerksstrukturen durch neue zu ersetzen. Habeck machte deutlich, die Grundsatzeinigung mit der EU-Kommission ermögliche nun einen Fahrplan für den „entscheidenden Schritt“, damit Deutschland nicht nur auf der Basis von erneuerbaren Energien aus Wind und Sonne seine Energieversorgung sicherstelle, sondern auch genug «steuerbare» Lasten habe, die dann auch klimaneutral sein sollten. Experten haben große Zweifel, ob eine Industrienation wie Deutschland sich so sicher und günstig mit Energie versorgen lässt.
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