Tschechien baut vier neue Atomreaktoren – zwei an der Grenze zu Bayern
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Zwei Atomkraftwerke mit insgesamt sechs Reaktorblöcken sind in Tschechien bislang am Netz. Nun sollen vier weitere Reaktoren hinzukommen, zwei davon im Kraftwerk Temelin – das unmittelbar an der Grenze zu Bayern liegt.
Während Deutschland vor einem knappen Jahr das letzte Atomkraftwerk vom Netz genommen hat, setzen unsere Nachbarn weiter auf Kernkraft, bauen diese sogar aus. In Tschechien verkündete die Regierung nun den Bau von vier weiteren Reaktoren, zusätzlich zu den bislang vorhandenen sechs, die sich auf zwei Kraftwerke verteilen: Temelin und Dokovany.
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Das Kernkraftwerk Dukovany liegt 100 Kilometer nördlich von Wien.
Ursprünglich hatte die tschechische Regierung geplant, lediglich einen weiteren Reaktor in Dokovany hinzuzubauen, jetzt sollen gleich drei weitere hinzukommen: Zwei in Temelin und ein weiteres im Kraftwerk Dukovany.
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Während sich Dukovany rund 100 Kilometer nördlich von Wien befindet, liegt das AKW Temelin gerade einmal knapp 60 Kilometer von der deutschen Grenze entfernt. Die deutsche Angst vor Reaktor-Katastrophe fokussiert sich deshalb häufig in Richtung Temelin.
Obwohl Deutschland seine Kernkraftwerke heruntergefahren hat, spielt Atomstrom durch Importe weiterhin eine wesentliche Rolle im deutschen Stromnetz:
In Tschechien selbst regt sich neben einer breiten Zustimmung auch Kritik an dem Neubau-Vorhaben. Weniger aus Sicherheitsbedenken als wegen der hohen Kosten, die der Bau verursachen wird. Tschechien plant, bis 2040 mehr als die Hälfte seiner Energie aus Atomkraft zu beziehen.
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