Überparteilich. Populär.
Claudia Bauer ist eine der einflussreichsten Politikerinnen Österreichs. Für die ÖVP sitzt sie seit März 2025 als Kanzleramtsministerin für Europa, Integration und Familie in der Regierung Stocker. Mit 22 war sie einst die jüngste Abgeordnete im Nationalrat, seit 2021 führt sie die Junge ÖVP.
In Berlin ringt die Regierung Merz um Reformen, in Brüssel wird über einen EU-Haushalt von fast zwei Billionen Euro verhandelt. Bauer stellt sich klar gegen immer neue gemeinsame Schulden: „Wir sollten die Schulden, die wir haben, zurückzahlen.“ Den Titel „Next Generation EU“ hält sie für eine Verschiebung der Verantwortung auf die nächsten Generationen.
Ralf Schuler spricht mit ihr über die deutsche Wirtschaftsschwäche und was sie für die Nachbarländer bedeutet, über den Abbau von EU-Berichtspflichten und die umstrittene Entgelttransparenzrichtlinie. Bauer verteidigt das österreichische Kopftuchverbot für Mädchen unter 14 Jahren, das inzwischen in Kraft ist und gegen das nun vor dem Verfassungsgerichtshof geklagt wird.
Weitere Themen: Spaniens Legalisierung von Hunderttausenden ohne Aufenthaltsstatus und die Signalwirkung für Europa, die gemeinsame Asylpolitik und Dobrindts Grenzkontrollen, die EU-Erweiterung mit Montenegro als Frontrunner und der Ukraine als weit längerem Weg. Zum Schluss erklärt Bauer, warum Österreich Deutschland den nicht ständigen Sitz im UN-Sicherheitsrat abgenommen hat.
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