Überparteilich. Populär.
„Die Schulen sind das Opfer falscher politischer Entscheidungen.“ Mit diesem Satz bringt Mathias Brodkorb im Gespräch mit Ralf Schuler seine zentrale These auf den Punkt: Die Probleme der Schule sind nicht in der Schule entstanden, sondern gesellschaftlich verursacht. Wer sie lösen will, muss laut Brodkorb bei Migration, Leistungsverfall und einer verfehlten Gleichheitsideologie ansetzen, nicht bei der nächsten Bildungsreform.
Mathias Brodkorb war Kultusminister und Finanzminister in Mecklenburg-Vorpommern und ist bis heute SPD-Mitglied. In seinem neuen Buch „Tyrannei der Gleichheit“ (gemeinsam mit Klaus Zierer) rechnet er mit dem ab, was er den „Gleichheitswahn der Sozialdemokratie“ nennt. Ein Wahn, der nach seiner Analyse längst nicht nur die SPD erfasst hat, sondern auch CDU und FDP.
Im Gespräch erklärt Brodkorb, warum eine Gesellschaft Ungleichheit braucht, wenn sie Wohlstand und Fortschritt organisieren will, und warum Elon Musk seinen Reichtum in Teilen verdient hat. Er zeigt, wie seit 25 Jahren eine angebliche Gerechtigkeitsdebatte die Leistungsdimension in deutschen Schulen überrollt, warum alle Bundesländer beim Mathe-Niveau abschmieren und weshalb Kinder mit Migrationshintergrund in der ersten Generation ihren Altersgenossen drei Schuljahre hinterherhängen.
Weitere Themen: die Erbschaftssteuer und der Auftritt von Bärbel Bas beim Tag der Familienunternehmer, das DDR-Schulsystem und seine Rahmenpläne, der Unsinn des Bildungsföderalismus, der Vorstoß von Karin Prien, die Medienerziehung ins Bürgerliche Gesetzbuch aufzunehmen, und die Frage, was man in Deutschland mit einem Mann wie Elon Musk und seiner medialen Macht anfangen soll.
Ein Gespräch über Bildung als Überlebensfrage einer Volkswirtschaft, die es sich zu lange zu gut gehen ließ.
„Schuler! Fragen, was ist“ Jetzt auf NIUS.
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