Überparteilich. Populär.
„Der rote Schwanz wedelt mit dem schwarzen Hund.“ Mit diesem ungewöhnlichen Bild beschreibt Unternehmer und CSU-Politiker Robert Pfeffer das Machtgefüge der schwarz-roten Koalition. Im Gespräch mit Ralf Schuler spart der Chef der Mittelstandsunion Mittelfranken nicht mit Kritik an der Merz-Regierung. „Das reicht einfach nicht“, sagt Pfeffer über die bisherigen Reformen – und fordert einen deutlich mutigeren wirtschaftspolitischen Kurs.
Dabei geht es nicht nur um Bürokratie, sondern um die grundsätzliche Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland. „Nicht die Nagelschere, sondern die Kettensäge“ brauche es beim Bürokratieabbau, fordert Pfeffer. Halbherzige Korrekturen würden den Mittelstand nicht mehr entlasten. Viele Unternehmen kämpften längst mit überbordenden Vorschriften, hohen Energiepreisen und fehlender Planungssicherheit.
Auch die Automobilindustrie und ihre Zulieferer stehen im Mittelpunkt des Gesprächs. Pfeffer beschreibt, wie sich die Krise inzwischen auf den gesamten industriellen Mittelstand auswirkt und warum aus seiner Sicht immer mehr Unternehmer das Vertrauen in die Politik verlieren.
Breiten Raum nimmt außerdem die Rolle der SPD in der Koalition ein. Mit seinem Satz vom „roten Schwanz“, der „mit dem schwarzen Hund wedelt“, kritisiert Pfeffer die Kräfteverhältnisse innerhalb der Bundesregierung. Er spricht über den Einfluss des kleineren Koalitionspartners, die Erwartungen an Bundeskanzler Friedrich Merz und darüber, warum aus seiner Sicht viele Wähler auf einen deutlich spürbareren Politikwechsel gehofft hatten.
Auch die Brandmauer zur AfD wird ausführlich diskutiert. Pfeffer schildert, wie die Debatte innerhalb der Union geführt wird, welche Folgen sie für die politische Auseinandersetzung hat und weshalb er sich mehr Offenheit und weniger gegenseitige Ausgrenzung wünscht.
Zudem geht es um den Fachkräftemangel, Minijobs, Investitionen, Wachstum, den Zustand des Wirtschaftsstandorts Deutschland und die Frage, warum Pfeffer trotz aller Kritik politisch aktiv bleibt. Seine Antwort ist eindeutig: „Wir wollen das Land retten.“
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