1190 Delikte im ersten Halbjahr: Gewalt gegen Bahn-Mitarbeiter explodiert
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- 1190 Gewaltdelikte gegen Bahn-Mitarbeiter zählte die Bundespolizei alleine im ersten Halbjahr 2024.
- Bundespolizisten wurden in Zügen und Bahnhöfen 218 mal verletzt.
- Aktuelle Beispiele zeigen, welchen Alltag Schaffner und Lokführer aktuell erleben.
Der vergangene Freitag, gegen 20 Uhr, kurz vor dem Hamburger Hauptbahnhof: Im RE 7 beschimpft ein 37-jähriger Afghane unvermittelt den Zugbegleiter und bedroht ihn. Der Betroffene bleibt ruhig und versucht, den Afghanen zu beruhigen – erfolglos. Der Täter lässt sich aber nicht beruhigen, wirft ein Getränk nach dem Schaffner und trifft ihn im Gesicht. Die Bundespolizei nimmt den Täter am Hamburger Hauptbahnhof fest. Bei der Personenkontrolle stellt sich heraus: Der Afghane hatte auch ein Klappmesser dabei. Der Atemalkoholtest ergab 1,77 Promille.
Alltag für das Zugpersonal
Der beispielhafte Vorfall spiegelt sich auch in den Zahlen wider: Die Gewalt gegen Mitarbeiter der Bahn nimmt stetig zu. NIUS liegen exklusiv Zahlen der Bundespolizei für das erste Halbjahr 2024 vor. Die Behörde zählte 1190 Gewaltdelikte gegen Schaffner & Co. Das sind mehr als sechs Stück pro Tag!
Aber auch Polizeibeamte müssen immer häufiger mit Angriffen in Bahnhöfen und Zügen rechnen. 218 Verletzte in den eigenen Reihen vermeldete die Bundespolizei für das erste Halbjahr. In beiden Fällen waren nicht-deutsche Tatverdächtiger mit knapp 50 Prozent deutlich im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung überrepräsentiert.

Der Hauptbahnhof Dortmund ist der wohl gefährlichste Bahnhof Deutschlands.
Nigerianer randaliert in Bahnhof
In der vergangenen Woche ereignete sich am Bahnhof Baden-Baden ein ebenfalls bezeichnender Fall: Ein Nigerianer bepöbelte Reisende und schrie in der Bahnhofshalle herum. Sicherheitsmitarbeiter der Bahn verwiesen ihn des Bahnhofs. Der 20-Jährige entkleidete sich bis auf die Unterhose und betrat wieder das Bahnhofsgebäude und verletzte bei Rangeleien das Bahn-Personal leicht.
Am vergangenen Mittwoch prügelte ein Algerier auf den Schaffner des SE 14 zwischen Frankfurt und Mainz ein. Der Schaffner akzeptierte zuvor nicht, dass der 27-Jährige das Deutschlandticket einer fremden Person als Fahrschein nutzen wollte.
Am vergangenen Montag schubste ein bisher noch Unbekannter den Schaffner (60) der Cantusbahn zwischen Bad Hersfeld und Fulda. In Haunetal-Neukirchen zog der Täter dann die Notbremse und floh. Die Bundespolizeiinspektion Kassel hat die Ermittlungen aufgenommen und ein Strafverfahren, unter anderem wegen Erschleichens von Leistungen, Missbrauchs von Nothilfemitteln sowie wegen des Verdachts der Körperverletzung eingeleitet.
Alles Fälle aus den vergangenen sieben Tagen!
CDU-Generalsekretär: Innenministerin muss durchgreifen!

CDU-General Linnemann sieht in Bahnhöfen „Hotsports für Waffengewalt“.
In den vergangenen 18 Monaten wurden an Deutschlands Bahnhöfen mehr als 1000 Messerdelikte aktenkundig. „Deutsche Bahnhöfe werden zunehmend zu Hotspots für Waffengewalt. Doch anstatt umgehend die Grundlage dafür zu schaffen, dass der öffentliche Raum wieder sicher wird, tourt Frau Faeser medienwirksam mit einer Sicherheitstour durchs Land. Wir brauchen jetzt keine Symbolpolitik, sondern eine hart durchgreifende Innenministerin. Dort, wo Experten Hotspots für Waffengewalt ausgemacht haben, müssen klare Regeln und Verbotszonen her“, fordert CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (47) in der Bild am Sonntag.
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