2023 eingereist: Elfjähriger Marokkaner verantwortet als Anführer einer Jugendbande mehr als 70 Diebstähle
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Sie sollen immer nach der gleichen Methode vorgehen – und allem Anschein nach kein Unrechtsbewusstsein haben: Eine Jugendbande aus Norddeutschland soll für Dutzende Einbruchsdelikte verantwortlich sein. Besonders schockierend: Der Anführer dieser Bande aus Norderstedt bei Hamburg ist ein elfjähriges Flüchtlingskind aus Marokko, das 2023 nach Deutschland kam. Die BILD hatte exklusiv über den Fall berichtet.
Dabei sollen sich alleine am vergangenen Dienstag fünf Einbrüche in Norderstedt ereignet haben. Nachdem die Polizei den elfjährigen Marokkaner und seinen 16-jährigen Komplizen festgenommen hatte, stellte sich heraus: Das Duo soll für mindestens 70 Einbrüche verantwortlich sein, die stets nach dem gleichen Muster ablaufen: Während der Elfjährige in Wohnungen und Häuser einbricht und Wertgegenstände entwendet, steht sein älterer Komplize Schmiere.
Bei dem elfjährigen Anführer handelt es sich dabei um einen Marokkaner, der 2023 als Flüchtling nach Deutschland kam. Gerade einmal ein Jahr später wurde er kriminell. Sein 16-jähriger Kumpane ist ein Deutsch-Tunesier. Insgesamt sollen zu der Jugendbande aber etwa zehn Mitglieder gehören, die die Einbrüche in wechselnder Besetzung durchführen. Sie alle sind beim Kinder- und Jugendnotdienst an der Feuerbergstraße in Hamburg untergebracht. Dabei soll der Haupttäter auch immer wieder aus der Unterkunft ausbrechen, sodass die Jugendbetreuer mehr als 100 Mal den die Polizei verständigen mussten, weil sie vermuteten, der Junge sei verschollen.

Das Rathaus in der norddeutschen Stadt Norderstedt.
Schmuck, Musiktelefone und Musikboxen als Diebesgut
Wie die BILD berichtet, nutzen die Täter dabei gezielt aus, dass der Junge aufgrund seines Alters strafunmündig ist und nicht verurteilt werden kann. Neben der Arbeitsteilung zwischen Dieb und Wache sollen die Einbrüche zudem meist nachts oder am frühen Morgen passieren. Am Dienstag soll der junge Marokkaner auf einen Wintergarten geklettert sein und durch ein geöffnetes Schlafzimmerfenster im ersten Stock in ein Haus eingestiegen sein, während der 16-jährige Deutsch-Tunesier an einer Straßenecke stand und rauchte. Während die Geschädigte unter der Dusche stand, durchsuchte der Junge die Wohnung und floh mit Schmuck, den die Täter allerdings auf ihrer Flucht wieder fast vollständig verloren. Bei weiteren Einbrüchen wurden Mobiltelefone und eine Musikbox gestohlen.
Wie schon zuvor musste der Elfjährige wieder freigelassen werden und kam zurück zum Kinder- und Jugendnotdienst. Sein 16-jähriger Komplize, der der Polizei bereits bekannt ist, wurde dem Ermittlungsrichter vorgeführt und kam in Untersuchungshaft.
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