81,5 Prozent der 20- bis 34-jährigen Syrer verfügen über keinen Berufsabschluss
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Die Bundesregierung verspricht Fachkräfte. Doch der Großteil der Zuwanderer im jungen Erwachsenenalter verfügt über keine Berufsausbildung. Das beweisen exklusive Zahlen des Statistischen Bundesamtes, die NIUS vorliegen.
Eine deutliche Mehrheit der 20-bis 34-jährigen Zuwanderer aus den wichtigsten vier Asylländern Syrien, Afghanistan, der Türkei und dem Irak hat keine abgeschlossene Berufsausbildung. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleine Anfrage des AfD-Bundestagsabgeordneten René Springer hervor, die NIUS exklusiv vorliegt.
Ganze 81,5 Prozent der in Deutschland lebenden Syrer, die größte Bevölkerungsgruppe unter den Asylbewerbern, hatte 2023 keine entsprechenden Qualifikationen. Auch bei den hier wohnhaften Afghanen liegt der Anteil bei 78,3 Prozent. Der absolute Höchstwert findet sich unter irakischen Staatsbürgern mit 82,3 Prozent.

Die hohe Zahl der Nicht-Qualifizierten hat sich unter Afghanen und Irakern in den vergangenen Jahren kaum geändert. 2010 lag der Anteil in der afghanischen Bevölkerungsgruppe beispielsweise bei 80,3 Prozent, 2015 bei 81,3 Prozent. Lediglich unter türkischen Einwanderern ist der Anteil der Gering-Qualifizierten bei den 20- bis 34-Jährigen in den vergangenen Jahren deutlich gesunken – von 76,8 Prozent (2010) auf 49 Prozent (2023).

Deutlicher Unterschied zwischen deutschen und ausländischen Staatsbürgern
Auffällig ist auch der deutliche Anstieg von Gering-Qualifizierten aus dem EU-Ausland. Lag der Anteil der Personen zwischen 20 und 34 Jahren, die keine Berufsausbildung vorweisen können, im Jahr 2010 noch bei 38,9 Prozent und 2015 bei 38,8 Prozent, sind es mittlerweile 51,3 Prozent (2023). Zuletzt wurden 2007 Bulgarien und Rumänien und 2013 Kroatien Mitglied der Europäischen Union.
Blickt man auf alle jungen Erwachsenen, die eine ausländische Staatsbürgerschaft besitzen, blieb die Qualifizierung auf einem ähnlich geringen Niveau. Während im Jahr 2010 rund 52,1 Prozent der in Deutschland lebenden Ausländer im Alter von 20 bis 34 Jahren keinen beruflichen Bildungsabschluss vorweisen konnten, waren es 2020 etwa 53,2 Prozent und im Jahr 2023 knapp 53,5 Prozent.
Unter deutschen Staatsbürgern ist der Anteil der Nicht-Qualifizierten in den vergangenen Jahren ebenfalls relativ konstant geblieben. Hatten 2010 in dieser Altersgruppe noch 30,4 Prozent keinen Berufsabschluss, sank die Zahl auf 28,6 Prozent (2015) bzw. 27,8 Prozent (2020). Mittlerweile ist die Zahl wieder gestiegen auf 29,9 Prozent (2023). Knapp 23 Prozent der Bevölkerung zwischen 20 und 34 Jahren, rund 3,4 Millionen Personen, besitzt keine deutsche Staatsbürgerschaft. 11,7 Millionen Personen sind deutsche Staatsbürger (77 Prozent).
„Mit dieser Politik wird kein Fachkräftemangel bekämpft“
Der sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, René Springer, macht für diese Zahlen die Migrationspolitik der Regierung verantwortlich. „Mehr als die Hälfte aller jungen Ausländer in Deutschland steht ohne Berufsabschluss da“, so der Brandenburger Landeschef der AfD. „Das ist das Ergebnis einer Politik, die die Grenzen ungeschützt lässt und die Masseneinwanderung eines Bildungsprekariats tatenlos hinnimmt. Mit dieser Politik wird kein Fachkräftemangel bekämpft. Damit werden allenfalls unsere Sozialsysteme ruiniert.“

René Springer ist der sozialpolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion
Die Zahlen der Bundesregierung basieren auf dem Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes. Das antwortende Bundesministerium für Bildung und Forschung fügt hinzu: „Bei der Interpretation der Ergebnisse ist zu beachten, dass es sich um Auswertungen von Angaben einer Haushaltsbefragung handelt, die mit Stichprobenfehlern und Unsicherheiten verbunden ist.“
Nur wenige Deutsche haben keinen Schulabschluss
Auch bei den Schulabschlüssen zeigen sich deutliche Unterschiede zwischen Deutschen und Ausländern. Nur 2,3 Prozent der Deutschen im Alter zwischen 20 und 34 Jahren hatten im Jahr 2023 keinen allgemeinbildenden Schulabschluss, während bei den Ausländern in dieser Altersgruppe jeder Sechste die allgemeinbildende Schule ohne Abschluss verließ (16,2 Prozent).

In beiden Bevölkerungsgruppen besitzt ein Großteil eine Hochschulreife. Unter deutschen Staatsbürgern liegt der Anteil bei 58,8 Prozent, unter Ausländern bei 47,4 Prozent.
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