Alarmierende Zahlen: Immer mehr Wohnungslose in Deutschland
Ein Beitrag von
Die Wohnungs-Krise in Deutschland verschärft sich weiter. Im vergangenen Jahr hatten rund 600.000 Menschen zeitweise keine Wohnung. Das sind 58 Prozent mehr als im Vorjahr. Besonders stark war der Anstieg bei Wohnungslosen ohne deutschen Pass.

Familien, Single-Haushalte mit wenig Einkommen oder Alleinerziehende sind besonders gefährdet, wohnungslos zu werden.
Von den 600.000 Wohnungslosen lebten 55.000 auf der Straße, waren also obdachlos. Die anderen konnten bei Familie oder Freunden unterkommen.
Zahl der ausländischen Wohnungslosen stieg um 118 Prozent
Erhoben wurden die Zahlen von der Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe (BAG W). Zum Stichtag der Untersuchung am 30 Juni waren 447.000 Menschen wohnungslos gemeldet. Dabei stieg die Zahl der deutschen Wohnungslosen um fünf Prozent an, die der Wohnungslosen ohne deutschen Pass um 118 Prozent.

55.000 der Wohnungslosen waren 2022 obdachlos.
Einer der Gründe dafür ist die Migration. Täglich kommen etwa 1000 Menschen über die deutsche Grenze. Gleichzeitig herrscht in vielen Städten und Kommunen schon jetzt massive Wohnungsnot. Etwa 700.000 Sozialwohnungen würden fehlen, wie es in einer Studie, des Pestel Institut für das Bündnis „Soziales Wohnen“ heißt. Bis 2025 könnten bis zu eine Million Wohnungen fehlen. Das sagte Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft (GdW) unlängst der Bild. Denn auch die Zahl der Baugenehmigungen ging im Juli 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 31,5 Prozent zurück.
Kommunen sind im Limit, Migranten droht Obdachlosigkeit
Jens-Marco Scherf, grüner Landrat im bayrischen Miltenberg kennt das Problem. Sein Landkreis ist längst an der Belastungsgrenze angekommen, wie er am Dienstag bei „Hart aber Fair“ deutlich machte. „Lösen wir uns von dem Thema, dass es nur darum geht, die Menschen irgendwo in ein Bett zu bringen. Wir reden hier über Obdachlosigkeit und die Integration gelingt uns nicht mehr“, fasste er die desaströse Lage in Miltenberg zusammen.
Der „Bau-Turbo-Pakt“ soll es richten
Neben notwendigen Neubauprojekten könnte auch das Umwandeln von ungenutzten Büros zu Wohnraum ein Lösungsansatz sein. Deutschlandweit ließen sich so mehr als 200.000 Wohnungen in deutschen Innenstädten schaffen. Das untersuchte eine Studie des „Verbändebündnis Wohneigentum“.
Am Montag hatten sich Bund und Länder auf einen „Bau-Turbo-Pakt“ geeinigt. Er soll dafür sorgen, dass Brachen schnell als Bauland genutzt werden können, dass Bürokratie reduziert wird, dass der Ausbau von Dachgeschossen zu Wohnzwecken genehmigungsfrei ist oder dass mehr Wohnraum durch serielles Bauen entsteht. Das Umsetzen dieser Maßnahmen ist bitter nötig, denn im vergangenen Jahr hatte die Bundesregierung ihr Ziel von 400.000 Wohnung um etwa 105.000 verfehlt.
Mehr NIUS:
Radiosender für „Diversität, Gesellschaft, Popkultur”: Jetzt tobt die Linke über das „Cosmo”-Aus
Potsdam räumt neue Hausbesetzung nach wenigen Tagen – aber duldet linkes Hausprojekt seit fast 18 Jahren
Weil er Pfandflaschen für 58,25 Euro sammelte: Rentner aus Hamburg wurde Grundsicherung gekürzt
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Mehr NIUS:
„Ich muss Fahrtwind haben“: Bärbel Bas fährt mit dem Motorrad in Schlangenlinien durch den Stau
Ist der Begriff „Zigeuner“ diskriminierend?
Antisemit der Woche: SPD-Politiker Adis Ahmetović wirft Israel „Ermordung von über 80.000 Menschen” in Gaza vor
Wahl des Studentenparlaments: An der Uni Hamburg kann man für „Alkohol zurück in die Mensen“ stimmen
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Neue Studie: Deutschland verliert seine Besten
Polizei Brandenburg warnt Eltern vor „rechtsextremen Online-Strategien“
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare