2 Monate nach Messerattacke: Aschaffenburg erhält Fußgängerüberweg in Regenbogenfarben
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In Aschaffenburg soll schon bald ein Fußgängerüberweg in den prächtigen Farben des Regenbogens erstrahlen – als „Symbol für Diversität und Toleranz“. Wie das Mainecho berichtet, kam der Vorschlag vom Jugendparlament und wurde vom Planungssenat der Stadt ohne Gegenstimmen freundlich aufgenommen. Wo genau die bunten Streifen auf den Asphalt kommen, steht allerdings noch nicht fest. Ein erster Standortvorschlag fiel durch, weshalb die Jugendlichen nun erneut beraten und eine neue Stelle vorschlagen wollen.
Die Umsetzung ist jedoch nicht ganz unkompliziert: So soll Wolfgang Maier, der Chef des Tiefbauamts, Bedenken des Straßenverkehrsamts zunächst ignoriert haben. Dieses befürchtet, dass Passanten den Regenbogenüberweg mit einem Zebrastreifen verwechseln könnten – und einfach losgehen. Deshalb sollen die Streifen nicht parallel zur Straße, sondern quer dazu angebracht werden, so das Mainecho.
Auch die Kosten sorgen noch für Fragen: Etwa 3700 Euro würde ein haltbarer, bunter Überweg kosten – kein kleines Budget für das Tiefbauamt, das in diesem Jahr sparen muss. Geplante Ausbauten von Überwegen werden gestrichen, Sanierungen verschoben. Zudem kommt eine Gestaltung an Bundesstraßen nicht infrage, da die Stadt dort keine Veränderungen vornehmen darf.

Unter anderem diesen Vorschlag hat das Amt für Stadtplanung eingereicht.
Auf der Suche nach einem öffentlichkeitswirksamen Ort
Ursprünglich hatte Maier den Überweg in der Luitpoldstraße an der Kreuzung zur Friedrichstraße ins Auge gefasst. Doch Johanna Flaton, die Vorsitzende des Jugendparlaments, zeigte sich damit nicht zufrieden. Sie erklärte, man habe sich einen zentraleren Platz gewünscht, um das Zeichen für Vielfalt stärker ins Blickfeld zu rücken. Dafür seien Orte wie die Überwege am Herstallturm oder am „Scharfeck“ ideal.
Erst jüngst geriet Aschaffenburg in die bundesweiten Schlagzeilen, weil es zu einer tödlichen Messerattacke auf eine Kita-Gruppe kam. Ende Januar griff der Afghane Enamullah Omarzei mehrere Menschen mit einem Messer an; ein marokkanisches Kleinkind und ein Deutscher wurden getötet, drei weitere Menschen erlitten zum Teil schwere Verletzungen.
Das Jugendparlament plant nun, diese Alternativen nochmals mit dem Tiefbauamt zu besprechen. Flaton betonte, dass es nicht darum gehe, zahlreiche Überwege bunt zu gestalten, und konnte so Sorgen vor hohen Kosten entkräften.
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