Berlin plant 2025 Ramadan-Beleuchtung, aber für Weihnachtsbeleuchtung ist dieses Jahr kein Geld mehr da!
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Im kommenden Advent könnten der Berliner Kurfürstendamm und die Tauentzienstraße „erstmals dunkel bleiben“. Wie der Tagesspiegel berichtet, geht dies aus einem Schreiben des Vorsitzenden des Gewerbevereins Arbeitsgemeinschaft City, Uwe Timm, hervor. In dem Schreiben ruft Timm zudem Unternehmen zu Spenden auf. Trotz intensiver Bemühungen sei bisher nur ein „geringer vierstelliger Betrag zur Finanzierung der circa 700.000 Euro teuren Weihnachtsbeleuchtung zusammengekommen“, heißt es. Damit stehe „das gesamte Projekt auf der Kippe“.
Zuletzt sei die finanzielle Unterstützung des Landes Berlin immer weiter gesunken – und diesmal als Sparmaßnahme komplett eingestellt worden, teilt Timm ferner mit. Sponsoring aus der Berliner Wirtschaft sei aktuell „unverzichtbar“. Jedes Jahr ziehe der Lichterglanz „unzählige Touristen sowie Berlinerinnen und Berliner“ zum Weihnachtsshopping an den Boulevard. Dabei sind die 4,2 Kilometern in Westberlin ein längerer Abschnitt als in fast allen europäischen Städte. Auch eine Crowdfunding-Kampagne wird es vermutlich nicht erneut geben, nachdem diese im vorigen Jahr gefloppt war und nur 3500 Euro einbrachte.

All of the lights: Weihnachtsbeleuchtung in Westberlin.
Bereits 1993 und 2002 wurde die Berliner Weihnachtsbeleuchtung in einem symbolischen Protest gegen mangelnde Unterstützung jeweils für kurze Zeit ausgeschaltet, schreibt der Tagesspiegel. Das Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf bat den Senat vor fünf Jahren erfolglos, Gelder aus der Berliner Bettensteuer (City Tax) abzuzweigen, um die Weihnachtsbeleuchtung erneut aktivieren zu können.
„So einen Schmuck finde ich schön“
Brisant: Noch im März hieß es, dass eine Ramadan-Beleuchtung wie in Frankfurt „im nächsten Jahr auch in Berlin möglich“ sei. Dabei setzte sich die Bezirksbürgermeisterin von Berlin-Mitte, Stefanie Remlinger (Grüne), offen für eine solche Ramadan-Beleuchtung auf öffentlichen Plätzen oder Straßen in ihrem Bezirk ein. Remlinger sagte damals der Berliner Zeitung: „So einen Schmuck finde ich schön und für die Ramadan praktizierenden Menschen wäre es auch ein gutes Zeichen.“ Als mögliche Standorte kämen der Alexanderplatz, das Brandenburger Tor oder Unter den Linden in Frage.
Unklar ist, wie sich die Beleuchtung zum muslimischen Fastenmonat (in Berlin leben etwa 300.000 Muslime) finanzieren soll.

Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt am Main.
Im vergangenen Jahr hatte die Ramadan-Beleuchtung in Frankfurt für eine bundesweite Kontroverse gesorgt. Die Main-Metropole war damit die deutschlandweit erste Stadt, die einen öffentlichen Platz während des Fastenmonats mit Lichterketten geschmückt hatte. Die Anschaffungskosten für die Beleuchtung in Frankfurt lagen einem Sprecher der Bürgermeisterin zufolge bei 75.000 Euro – als nur einem Zehntel der Kosten für die Weihnachtsbeleuchtung.
Aber wo ein Wille ist, so munkelt man, ist auch ein Weg.
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