Clan-Krieg, Schüsse, Macheten-Schlacht: Das ist die gefährlichste Straße Ostdeutschlands
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Auf der Eisenbahnstraße in Leipzig gehen am Wochenende dutzende Migranten aufeinander los, zum Teil mit Macheten. Nicht zum ersten Mal gerät der Kriminalitätshotspot im Leipziger Osten in den Fokus. In der Eisenbahnstraße regiert seit Jahren das Faustrecht. Die Politik schaut dem Verlust der öffentlichen Sicherheit tatenlos zu.
Am Wochenende eskalierte die Situation auf der Eisenbahnstraße in Leipzig. Zahlreiche Migranten schlugen urplötzlich wild aufeinander ein. Schreie hallten durch die Straße. Eine Person zog eine Machete und ging damit auf einen Kontrahenten los. Ein Video, das in den sozialen Netzwerken kursiert, fing die brutalen Bilder ein:
Seit Jahren ein sozialer Brennpunkt und Schauplatz der Gewalt
Nicht zum ersten Mal sorgen derartige Szenen im Umfeld des sozialen Brennpunkts für Aufsehen. Die Eisenbahnstraße, die durch die Leipziger Ortsteile Neustadt-Neuschönefeld, Volkmarsdorf und Sellerhausen-Stünz führt, gilt seit Jahren als eine der gefährlichsten Straßen Deutschlands. Bandenkriege, Schießereien, Drogengeschäfte, Überfälle: Die Anwohner der rund 2,2 Kilometer langen Straße im Osten der Stadt – seit 2018 die einzige Waffenverbotszone in Sachsen – haben bereits viel durchlebt.

Hauptverkehrsader im Leipziger Osten: Die Eisenbahnstraße zieht sich durch drei Leipziger Stadtteile und ist seit Jahren Schauplatz der Gewalt.
Während in Leipzig rund 20 Prozent der Bevölkerung migrantische Wurzeln haben, liegt ihr Anteil rund um die Eisenbahnstraße bei über 40 Prozent. Einer der bekanntesten von Ihnen ist der kubanisch-stämmige Rapper Omik K., der in seiner Musik das Lebensgefühl von Teilen dieser Community einfängt. Im Song „Wir sind Straße“ rappt er über seine Gegend:
„Eisenbahnstraße, Paranoia ist nicht weit /
18:30 Uhr, Rushhour, Kripo Zeit /
Auslandsbezirk, schnelles Geld unser Trieb /
Messer raus, rein, Kilo rip, unser Gebiet“

Die Straße ist seit Jahren migrantisch geprägt.
Immer wieder kommt es zu Waffengewalt und Straßenschlachten
Auf der Hauptverkehrsader im Leipziger Osten regiert seit Jahren die Gewalt. Ende April geriet die Straße zuletzt in die Schlagzeilen. Ein Streit zwischen einem Café-Besitzer und einem unerbetenen Gast eskalierte. Ein 39-jähriger Tschetschene attackierte den 65-jährigen Niyazi Ö. mit Schlägen. Der Gastronom stach dem Tschetschenen daraufhin in den Oberkörper. Das Opfer verstarb noch in der Uniklinik.
Immer wieder kommt es hier auch zum Einsatz von Handfeuerwaffen. Im Oktober 2023 fielen Schüsse bei einem Streit zwischen mehreren Unbekannten und einem 57-jährigen Mann. Im August 2022 wurde ein 32-Jähriger angeschossen. Ein Jahr zuvor, im Juli 2021, gab ein 30-jähriger Türke mehrere Schüsse auf einen 31-jährigen Libyer ab.
Die Probleme im Kiez sind nicht erst in den vergangenen Jahren entstanden, sie sind bereits seit Jahrzehnten bekannt. Die Politik in der links geprägten Stadt unter Bürgermeister Burkhard Jung (SPD) konnte oder wollte die Gewalt jedoch niemals stoppen – daran änderten auch zahlreiche Razzien mit Hunderten von Polizisten nichts.
Auch die linke Szene, die in der 600.000 Einwohner-Stadt ein gigantisches Personenpotential aufweist, nutzt die Straße zur Mobilisierung. Nach der Räumung eines besetzten Hauses kam es zuletzt im September 2023 zu heftigen Straßenschlachten zwischen Linksextremisten und der Polizei auf der Eisenbahnstraße.

Im Oktober 2023 brennt die Eisenbahnstraße nach Protesten der linken Szene.
Schon Ende der 2000er Jahre eskalierte in Leipzig der sogenannte „Discokrieg“, in dem es um die Vorherrschaft an den Türen der Stadt ging. 2008 wurde dabei ein Russe erschossen. Im Mittelpunkt des Konflikts stand damals auch der Iraner Sooren O., der als Pate der Eisenbahnstraße galt und 2013 zwei Mazedonier mit Gummigeschossen niederstreckte. Im Juni 2016 erwischten auch Sooren O. als Vizechef der Rockergang „United Tribuns“ zwei Kugeln, die ein „Hells Angel“ auf der Eisenbahnstraße abgegeben hatte. Er überlebte schwer verletzt, ein weiteres Mitglied der „United Tribuns“ verstarb.
Syrer gehen auf Iraker los
Jahr für Jahr gab es in der Gegend immer wieder blutige Auseinandersetzungen zwischen verschiedenen Ethnien. Im Juni 2014 versuchten beispielsweise 20 Syrer, bewaffnet mit Latten, Pflastersteinen und Messern, in ein von zehn Irakern verteidigtes Haus in der Eisenbahnstraße einzudringen.

In den vergangenen Jahren kam es auch immer wieder zu Razzien in der Eisenbahnstraße.
Das sächsische Innenministerium plant derzeit, die eingerichtete Waffenverbotszone abzuschaffen, sobald eine angedachte Polizeiwache auf der Eisenbahnstraße fertig ist. Bislang wurde jedoch für die Wache noch immer keine geeignete Immobilie gefunden.
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Die Macheten-Schlacht von Leipzig.
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